Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Deutschlands große Zeitungen wehren sich ja dagegen, von Google erfaßt zu werden. Mehrmals täglich erhalte ich vom Google-Nachrichtendienst Snippets, die auf Lyriknachrichten aus aller Welt in mehreren Sprachen verlinken. So heute morgen vom Trierischen Volksfreund und der Agence Bretagne Presse. Nur Süddeutsche Zeitung und… Continue Reading „25. Debatte im Winkel“
Herrn Dotzauer stelle ich mir als ernsthaften Menschen vor, der zwischen seinen journalistischen Pflichten im, immerhin oder sozusagen Hochfeuilleton auch noch die Hochkultur à la Recherche du temps perdu, Tractatus logico-philosophicus oder Grundlegung zur Metaphysik der Sitten durchackert. Wie schnell entsteht da ein Widerspruch… Continue Reading „24. Zu albern“
Lies einen Vers. Lies jedes Wort rückwärts. Lies den ganzen Vers rückwärts. Aus einer Beschreibung in J. Trachtenberg, Jewish Magic and Superstition. New York: Atheneum, 1939, 1970, p. 111. Gefunden in: Jerome Rothenberg, Harris Lenowitz (Ed.): Exiled in the Word: Poems & Other Visions… Continue Reading „20. Word Events“
(Lesungskritik) Frühstück auf dem Hof der Burg Klempenow nach der Lesung Uwe Kolbes. Hinter mir sitzt ein Ehepaar aus dem Westen („wir sitzen hier weit im Osten“, sagt sie am Telefon), er Gymnasiallehrer, Kunst und Musik, sie im „kreativen Bereich“. Ich hab sie nicht… Continue Reading „18. Denken in Jamben“
einmal am Tag schleudert die Erde langsam um sich herum ein Weltall Hansjürgen Bulkowski
In ihrer kleinen grammaturgie hat die polnisch-stämmige Dichterin Dagmara Kraus nun gleich vier dieser Plansprachen lyrisch verwendet. “Myrana” von Josef Stempfl; “Volapük” des katholischen Priesters Johann Martin Schleyer; die neue, noch etwas unausgegorene Plansprache “Tcatcalaqwilizi“ aus dem Jahr 2009 und vor allem “Langue bleue”, nach ihrem Erfinder… Continue Reading „14. Blauzungenvirus“
«Am Fenster, wo die Nacht einbricht»: Das Buch der am 14. April 2010 verstorbenen Dichterin enthält nachgelassene Aufzeichnungen aus dem Zeitraum zwischen Herbst 1996 und Jahresanfang 2010. Es handelt sich nicht um Tagebücher – Erika Burkart hat nie Diarien verfasst. Sechzehn Hefte lagen dem… Continue Reading „13. Aufzeichnungen“
Der Deutsche Literaturfonds fördert Literatur (also Sachen die richtig Arbeit machen, Romane und Übersetzungen), im einzelnen: Ergebnisse der Kuratoriumssitzung vom 26. und 27. April 2013 Folgende Autorinnen und Autoren bzw. Übersetzerinnen und Übersetzer erhielten ein Halbjahres- bzw. Jahres-Stipendium: Oliver Bukowski (für ein Theaterprojekt) Brigitte… Continue Reading „12. Förderung“
Im Focus Jürgen Prochnow „über deutsche Rente, deutsche Lyrik und Bürokratie. Und über die Sehnsucht des Kapitänleutnant aus „Das Boot“ nach ewiger Ruhe im Meer“: Bei uns wurde wirklich nicht täglich Rilke gelesen oder ins Theater gegangen.
Presently, young German poetry flocks together around three places: Hildesheim, Leipzig and Berlin. This accumulation is easy to explain. Hildesheim and Leipzig, because they shelter the two institutions in Germany where one can study creative writing. It is safe to say, therefore, that they… Continue Reading „8. Czollek’s view“
Wollte mal wieder was weißnen: Hausherrin Doris Runge gestaltete mit den lyrischen Schwergewichten (v.l.) Arno Rautenberg, Heinrich Detering und Jan Wagner die Jubiläumsmatinee des Vereins Literatur im Weissen Haus / Lübecker Nachrichten
Jedoch geht es hier nicht allein um gemeinsames Dichten – es geht um einen Umsturz, eine Revolution, die Erneuerung der deutsche Lyrik. Überkommene Formen, Reim, überhöhte Dichtersprache, all das wollen die Lyriker um Arno Holz zum Verschwinden bringen und durch eine neue Art zu… Continue Reading „3. Es ging um einen Umsturz“
Holger Benkel würdigt auf KUNO den meistunterschätzten Lyriker deutscher Sprache, sagt Matthias Hagedorn. Gemeint ist A.J. Weigoni: literaturmarkt und literaturbetrieb begegnet weigoni mit distanz. in den Verweisungszeichen zur Poesie und VerDichtung konstatiert er: “Die heutige Marktliteratur ist realistisch, optimistisch, fröhlich, sexy und didaktisch … Die meisten SchriftstellerInnen haben… Continue Reading „2. Eine Art VerDichtung“
In Rahmen des Projekts Austrian Books Online, einem Public-Private-Partnership der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) mit Google, werden seit 2010 urheberrechtsfreie Werke der ÖNB digitalisiert. Nun sind die ersten 100.000 Bücher online gegangen. Sie können über den Online-Katalog der Bibliothek kostenlos aufgerufen, online gelesen, im Volltext… Continue Reading „113. Demokratisierung“
Neueste Kommentare