Kategorie: Asien
Veröffentlicht am 31. Dezember 2025
von lyrikzeitung
5 Kommentare
Jung: Tiger fällt, Bogen spannt.
Jung: Pferd weit läuft, Wind folgt.
Alt: Tür nah steht, Schritt zögert.
Alt: Arm schwer hängt, Hand sucht.
Kategorie: China, ChinesischSchlagworte: altchinesischer Vierzeiler, Altwerden Lyrik, Übersetzung chinesischer Gedichte, Chinese Moonlight, chinesische Lyrik, Gedicht des Tages, Hans Bethge, Hans Bethge Stil, Jahresendbeitrag, KI-Übersetzung, klassische chinesische Dichtung, Lu You, Lu You Gedicht, Lu Yu, Rückübersetzung, Song-Dynastie, Walasse Ting, 五言绝句
Veröffentlicht am 25. Dezember 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Ich weiß, ich bin im Kugelglas der Rest,
Und wenn der letzte Mensch die Welt vergießt,
Du mich nicht wieder aus der Allmacht läßt,
Und sich ein neuer Erdball um mich schließt.
Kategorie: Deutsch, Deutschland, IsraelSchlagworte: deutsche Lyrik der Moderne, Else Lasker-Schüler, Engel in der Lyrik, Exillyrik, expressionistische Lyrik, Gebet, Gebet Else Lasker-Schüler, Gedicht 1917, Gedicht des Tages, jüdische Dichterinnen, klassische Moderne, Lyrikzeitung, mystische Lyrik, religiöse Lyrik
Veröffentlicht am 23. Dezember 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Sie fahren mit den Rädern und lachen in den Wind. Einer lässt die Lenkstange los, greift in den Himmel. Das ist ihre Jugend. Die Schüsse erschallen ein paar Tage später. Ich sitze im Kaffeehaus im Eck, seh auf dem Handy Filme von damals. Ich seh diese achtzehn-, neunzehnjährigen Kinder zum Tor des Himmlischen Friedens radeln. Ein leichter Wind fährt in ihre Hemden, ein leichter Wind zerzaust ihre Haare. (Gewidmet den jungen Leuten von 1989)
Kategorie: China, ChinesischSchlagworte: Autobiografische Prosa, chinesische Gegenwartsliteratur, chinesische Geschichte, chinesische Lyrik, Exilliteratur, FAZ Bilder und Zeiten, Gedicht des Tages, Gewalt in der Familie, In China dichten, Kindheit in China, Literarische Erinnerung, Martin Winter Übersetzung, Mehr als das Leben, politische Erinnerung, Shen Haobo, Tiananmen 1989
Veröffentlicht am 16. Dezember 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
General!
Wir sind des Kaisers Leiter und Sprossen!
Wir sind wie Wasser im Fluß verflossen …
Nutzlos hast du unser rotes Blut vergossen…
General!
Kategorie: China, ChinesischSchlagworte: Alfred Henschke, Übersetzung, chinesische Kriegslyrik, chinesische Lyrik, Die chinesische Flöte, dtv, Dumpfe Trommel und berauschtes Gong, Expressionismus, Hans Bethge, Insel Verlag, Klabund, Klage der Garde, Klassische chinesische Lyrik, Konfuzius, Nachdichtung, Rezeptionsgeschichte, Schi-King, Shijing, Vergleich Übersetzung Nachdichtung, Victor von Strauß, Wilhelm Gundert
Veröffentlicht am 12. Dezember 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Bei Neumond
kam ich auf’s Dach
mit dem Spiegel und Kräutern und einem Achat.
Eine kalte Sichel passierte den Himmel
sperrte den Flug der Taube.
Kategorie: Iran, PersischSchlagworte: Achmad Schamlu, Ahmad Schamlu, Ahmad Shamlou, Astronomiegedicht, Farhad Showghi, Gedicht des Tages, Gohar Morad, iranische Poesie, Lyrikzeitung, Mohagh, Mondphasen, Neumond Gedicht, persische Literatur, persische Lyrik
Veröffentlicht am 13. November 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Es herrscht Frieden.
Der Frühling hat begonnen.
Die Sonne scheint.
Ich bin rausgegangen, die Menschen sind gelassen,
Auch ich bin gelassen.
Kategorie: Türkei, TürkischSchlagworte: Achim Wagner, Garip-Bewegung, hochroth Berlin, Illusion, Lyrikzeitung, moderne türkische Literatur, Neuanfang, Orhan Veli, Orhan Veli Kanık, Poesie, Schönes Wetter, türkische Lyrik, türkische Moderne
Veröffentlicht am 22. Oktober 2025
von lyrikzeitung
6 Kommentare
Ich kann das wahre Gesicht des Bergs nicht erkennen.
Das liegt einfach daran, dass ich mich auf ihm befinde.
Kategorie: China, ChinesischSchlagworte: Aufbau Verlag, Übersetzte Lyrik, Chinesisch-deutsche Lyrikdialoge, Chinesische Dichtung, chinesische Kalligrafie, chinesische Literatur, chinesische Lyrik, Chrysanthemen im Spiegel, Ernst Schwarz, Hsilin-Kloster, Johann Wolfgang Goethe, Klassik, Klassische chinesische Lyrik, Lu-Berg, Luschan, Lyrikvergleich, Lyrikzeitung, Ostasien, perspektive, Pinyin, Poesiegeschichte, Sara Landa, Su Dongpo, Su Shi, Su Shih, Tang- und Song-Dichtung, Vergleichende Literaturwissenschaft, Walter de Gruyter, Wanderers Nachtlied, Wandgedicht, Weltliteratur, Xilin-Kloster, 七言绝句
Veröffentlicht am 2. Oktober 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Allein mit meinen ketzerischen Grübeleien
allein mit der ungelösten Arithmetik meiner Liebe
allein mit der verstrickten Erbschaft meiner toten Väter
allein mit Jerusalem in der Fremde
allein mit dem Mittelmeer das Gott ist
allein mit der Wüste die Gott ist
Kategorie: Hebräisch, IsraelSchlagworte: Agnon, Übersetzung, Baukunst, David Rokeah, deutsch-israelischer Literaturdialog, Erich Fried, Exilliteratur, Fremdheit, Galizien, Gedichte aus Israel, Glaubensverlust, Hans Magnus Enzensberger, Hebräisch-Deutsch, hebräische Dichtung, israelische Lyrik, jüdische Identität, jüdische Lyrik, Jüdischer Verlag, Jerusalem, Kabbala, Lemberg, Lwiw, Michael Krüger, Nelly Sachs, Nobelpreis für Literatur, Palästina, Paul Celan, religiöse Metaphern, Rokeah, Samuel Joseph Agnon, Schai Agnon, Schibboleth, Suhrkamp, Tempel zu Jerusalem, Wüste, Wüstensymbolik
Veröffentlicht am 22. September 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
O löst mir das Rätsel,
Das qualvoll uralte Rätsel,
Worüber schon manche Häupter gegrübelt,
Häupter in Hieroglyphenmützen,
Häupter in Turban und schwarzem Barett,
Perückenhäupter und tausend andere
Arme schwitzende Menschenhäupter
Kategorie: Iran, PersischSchlagworte: Übersetzen, Übersetzung aus dem Persischen, Baucis und Philemon, Dichtung als Widerstand, Erinnerung, Exil, expressionistische Bildwelt, Faust, Flöten aus Knochen, Forough Farrokhzad, Forugh Farrochsad, Friedrich Schiller, Gedächtnis, Geist der Toten, goethe, Hafez Mousavi, Hölderlin, heine, Heinrich Heine, iranische Gegenwartslyrik, Johann Wolfgang Goethe, Kulturkritik, Literatur Iran, Nelly Sachs, Ode, Paul Celan, politische Dichtung, Rainer Maria Rilke, schlesische Weber, schwarze Milch, surrealistische Motive, Susanne Baghestani, Todesfuge, Tristan Marquardt, weibliche Figuren, West-Östlicher Divan
Veröffentlicht am 17. September 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Der Unverborg’nen,
aber auch nicht Sichtbaren
gilt meine Sehnsucht –
Ob ich also heut sinnlos
trüb vor mich hinblicken werd‘?
Kategorie: Japan, JapanischSchlagworte: 10. Jahrhundert, 1200 Jahre, Ariwara no Narihira, Björn Adelmeier, Helen Craig McCullough, japanische Dichtung, japanische Liebesgedichte, japanische Literaturgeschichte, japanische Poesie übersetzt, kaiserliche Anthologie, Ki no Tsurayuki, klassische japanische Lyrik, Kokin-wakashū, Kokinshū, Poesie Heian-Zeit, Sechs Dichtergenies, Tanka, Tanka Gedichte, Waka
Veröffentlicht am 28. Juni 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Tauben sprechen Jiddisch,
so hörte ich es immer wieder.
Versonnen
schicken sie die Wörter
auf die Erde nieder.
Kategorie: Israel, Jiddisch, LitauenSchlagworte: Dichterinnen 1925, Erinnerungskultur, Esther Alexander-Ihme, Geboren 1925, Gedichtübersetzung, Gedichte über Tauben, hochroth Verlag, Holocaustüberlebende, israelische Lyrikerin, jüdische Literatur, jiddische Lyrik, Lyrik 20. Jahrhundert, Lyrik 2020, Lyrikübersetzung, Niki Graça, Rivka Basman Ben-Chaim, Tauben sprechen Jiddisch
Veröffentlicht am 23. Juni 2025
von lyrikzeitung
7 Kommentare
Wieder zurück
in der Bildlosigkeit,
falschen Angaben Glauben schenkend,
während auf der Straße der Menschenkrieg weiterging.
Kategorie: Japan, JapanischSchlagworte: Dichtung ohne Artikel, empathie und poesie, Gedichtübersetzung, Gegenwartslyrik, Haiku, japanisch-deutsche Kulturbegegnung, japanische Dichtung, japanische Schriftzeichen, Kanie Naha, Lyrik 2023, Lyrik und Übersetzung, Lyrikanthologie, Marcel Beyer, Marion Poschmann, moderne japanische Poesie, shi, Tanka, Wallstein Verlag, Yoko Tawada, zeitgenössische Lyrik
Veröffentlicht am 7. Mai 2025
von lyrikzeitung
1 Kommentar
sämtliche mücken in shenzhen haben denselben nachnamen
eine bibliothek des blutverlusts:
viel glück für euren flug und tod
Veröffentlicht am 18. April 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Ach, Herr Doktor! Auf meinem Kopfe lastet großer Schmerz,
Mein Lämmchen sehnt sich danach, einen Wolf zu küssen.
Veröffentlicht am 15. April 2025
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Die Worte bestimmen nicht
die Bahn des Kometen
nicht das Lied
Gib der Nacht
was der Nacht ist
Neueste Kommentare