Wie gut es mir gefällt

Passend zum Gedicht auf die irische Sprache von Ciara Ní É (hier vorgestern) heute eins auf die katalanische.

Màrius Sampere

(Màrius Sampere i Passarell, * 28. Dezember 1928 in Barcelona, † 26. Mai 2018 ebd.)


Wie gut es mir gefällt

Wie gut es mir gefällt, in einer Sprache zu schreiben,
von der es heißt, sie sterbe aus.
Welch Gefühl von Frieden und Erleichterung,
sie abwärts zu den Quellen zu tragen,
zur Schattenseite, zwischen die Beine, zur heiligen Frau
des ersten Lichtscheins.

Das Geschlecht öffnete sich, und ich öffnete die Augen
und las an den blutenden Wänden
dies: Ich werde sprechen!
Und nun sage ich, da ich alles weiß
über die Liebe und die Räuber:
Je tiefer der Tod, desto verwurzelter in der Erde!

Aus dem Katalanischen von Àxel Sanjosé.

Com m’agrada

Com m’agrada escriure en una llengua
que diuen que es mor.
Quina sensació de pau i alleujament
portar-la de baixada cap als aiguaneixos,
l’obaga, l’entrecuix, la santa dona
de les primeres clarors.

S’obria el sexe i jo obria els ulls
i vaig llegir, per les parets sagnants,
això: parlaré!
I ara dic, ara que ho sé tot
de l’amor i dels lladres,
com més fonda la mort, més endins de la terra!

Bei Lyrikline kann man das Gedicht vom Autor gesprochen hören und weitere Übersetzungen (ins Englische und Spanische) sowie weitere Gedichte lesen.

2 Comments on “Wie gut es mir gefällt

    • Ich kann Ihnen leider nicht helfen. Das ist ein Service von WordPress, das kann ich nicht beeinflussen. Sie müssen dort kündigen, wo Sie es bestellt haben. Normalerweise müsste auf der Mail ein Link zum kündigen stehen.

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