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Veröffentlicht am 2. April 2010 von lyrikzeitung
Die Sprache der Pirahã bildet keine Nebensätze, die Pirahã kennen keine Farbbezeichnungen wie «Rot» oder «Blau», ausserdem kennen sie keine Zahlwörter. Sie reden nur über Dinge, die sie selbst in der Gegenwart erlebt haben; Vergangenheitsform oder Futur sind ihnen unbekannt. Eine Geschichte wie diejenige des Jesus von Nazareth ist für sie unbegreiflich. Es ist nun der Missionar, der selbst bekehrt wird: Die Sprache, die wir sprechen, reflektiert unsere Welt, die wir im Denken und Reden entwerfen. Wer nicht zählen kann und keine Possessivpronomen kennt, wird keine Eigentumsgesetze entwerfen. Was zählt, sind die Dinge, die nützlich fürs Leben sind. / NZZ 30.3.
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Danke!
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Hoffen wir, dass das Wissen um diese Eigenschaft von Sprache niemals (so) gegen uns verwendet wird wie bei der Idee des Neusprech.
Wiewohl… („ist’s auch nicht Lyrik“)
Das ist auch eine ungute Richtung. Zwar eine etwas andere, aber dennoch schlechte.
Aber das ist eine andere Geschichte…
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