Dienst an Shakespeare

Übersetzung war ihm „Dienst am Original“. Diese Haltung tut besonders wohl angesichts der Shakespeareschen „Sonnets“, in die durch Jahrhunderte allzuviel hineinprojiziert wurde, weil sie angeblich den Blick ins Herzen (sic) eines Autors erlaubten, von dem man fast nichts wusste. Diese Projektionen haben auch manche Übersetzung beeinträchtigt. Paul Hoffmann jedoch nahm sich diese Gedichte fern allem lebensgeschichtlichen Interesse an ihrem Verfasser vor. Ihn interessierten sie vorrangig als poetische Gegenstände, von denen er nichts anderes erhoffte, als dass sie auch im Deutschen zu guten, vielleicht erstklassigen Gedichte werden mochten. Die „Freude am Umschmelzen“, die er beim Übersetzen empfand und von der die Herausgeberinnen, die Witwe Eva Hoffmann sowie Annette Werberger im Vorwort sprechen, teilt sich auch noch beim Lesen dieser Ausgabe mit. / Kurt Oesterle, Schwäbisches Tagblatt 11.1.03 über

William Shakespeare, Dreißig Sonette, Englisch / Deutsch, übertragen von Paul Hoffmann. Attempto Verlag, Tübingen 2002. 97 Seiten, 19,90 Euro

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: