Schlagwort: Gedicht

Für Tadek Różewicz

115 Wörter, 1 Minute Lesezeit. LnPoe-Messelese #04 · Manfred Peter Hein Eine aktuelle Kolumne mit neuen Texten, Fundstücken und Wiederentdeckungen rund um die Leipziger Buchmesse. Am 10. Mai 2025 starb der Dichter Manfred Peter Hein in Espoo bei Helsinki. Sein Gedichtband „Spiegelungen Orte“ enthielt… Continue Reading „Für Tadek Różewicz“

Lerne fernbehilflich zu sein

Es tut nur weh
wenn ich als Stresser,
mutmaßlich – überheblich,
historisch blass-blasierter Mehrvergesser
maulwaffenfeil vergeblich
um Neudeutschzugehörigkeiten fleh.

Wie sie sich giften, daß ich gut zu Fuß bin

Der wird hier Kanzler, der am krümmsten humpelt,
Und der dem Volk den Sand siebt, machts im Streckbett
Seltsam umwoben vom Singsang der Wechsler

Zu bleibt das Tor

Mein Volk hängt am Strange
mein Dorf ist verbrannt
ich komme am Klange
des Worts vor dein Land

1 anagramm u. 1 gedicht

es ist schwer, nicht vom vollmond
zu reden. es ist schwer, nicht zu
sagen, in mondgeflochtenen pantinen
steigt er himmelwärts, der freund

Ulrich Berkes (1936-2022)

Es ist dir völlig gleichgültig, ob ich dichte oder Tintenfische fange.

natürlich

das tafelsilber entsorgen
mit oder ohne segen
das weltliche segnen
ohne reue ohne trost

Werner Weimar-Mazur †

erde vermischt sich mit schnee
kindheit mit licht
du wirst sterben
und die orangen blühen