Kategorie: Nordamerika

5. Lou Reed 70

Als die Punks gegen Ende der 70er Jahre Reed als einen ihrer Veteranen entdeckten, kam seine Karriere abermals in Schwung. Die jüngere Generation der Popkritiker erklärte The Velvet Underground zu einer der wichtigsten US-Bands überhaupt, auch wurde seine sardonische Lyrik erstmals als Literatur gewürdigt.… Continue Reading „5. Lou Reed 70“

4. MeeresGarten

Herb und hart im Gebrauch der Sprache, die Erwartungen ihrer Titel vielfach durchkreuzend, räumten die Gedichte von Sea Garden, dem lyrischen Debut Hilda Doolittles, bei ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1916, inmitten des Ersten Weltkriegs, gründlich auf mit der Opulenz viktorianischer Dichtung. Erstmals unter… Continue Reading „4. MeeresGarten“

110. Komplex und flexibel

José Kozers Prolog ist eine angemessene Einleitung in diese atemberaubende Serie von 64 Gedichten, die alle den gleichen Titel tragen: „Ein sechzigjähriger Mann schreibt ein Gedicht und nennt es Anima. Tage später schreibt er eins in ähnlichem Ton und nennt es Anima, da bemerkt… Continue Reading „110. Komplex und flexibel“

102. What Makes a Poem a Poem?

[youtube:http://youtu.be/auhINfzRcyY%5D Charles Bernstein What Makes a Poem a Poem? 60-Second Lecture, University of Pennsylvania April 21, 2004 PennSound URL: http://writing.upenn.edu/pennsound/x/Bernstein-What_Makes_a_Poem.html Heute: Neue Übersetzungen amerikanischer Lyrik: J. Laughlin und C. Bernstein Mittwoch, 22. Februar um 19:30 – Lettrétage – das Literaturhaus in Berlin Kreuzberg Der zweite… Continue Reading „102. What Makes a Poem a Poem?“

60. Gestohlen

Ein Mann aus Vermont wurde am Freitag unter dem Vorwurf verhaftet, eine Anzahl Originalkarten und -briefe des Dichters Robert Frost gestohlen und weiterverkauft zu haben. / cbs news

39. Reconsidering Stein: Composition as Explanation

Fewer readers imagine they can create their own Stein; many feel she is beyond their capacity to understand. Maybe this is because she has been claimed as the sine qua non of the avant-garde. But she aligned herself with her time. Being part of… Continue Reading „39. Reconsidering Stein: Composition as Explanation“

34. Klare Sprache

Hilda Doolittle ist eine der wichtigsten Autorinnen der angloamerikanischen Moderne, ihr Debütband erschien 1916 – und liegt nun endlich in deutscher Übersetzung vor. Sie war 30 Jahre alt, als dieser Gedichtzyklus erschien und lebte seit fünf Jahren in Europa (wo sie 1961 auch starb).… Continue Reading „34. Klare Sprache“

15. Gestorben

Am 31.1. starb die Malerin und Autorin Dorothea Tanning, Witwe des Dadaisten und Surrealisten Max Ernst (1891-1976), in New York im Alter von 101 Jahren. L&Poe berichtete: Poetry on her Macintosh (März 2002) Die 91jährige surrealistische Künstlerin Dorothea Tanning malt nicht mehr, lesen wir in der New York Times (24.3.02*).… Continue Reading „15. Gestorben“

12. Hohe Auszeichnung

Timothy Donnelly aus Brooklyn, N.Y., ist der Gewinner des diesjährigen Kingsley Tufts Poetry Award, mit einer Preissumme von $100,000 einer der höchstdotierten Lyrikpreise der USA. Ausgezeichnet wird er für das Buch „The Cloud Corporation“. Katherine Larson aus Tucson, Ariz., bekommt den mit $10,000 dotierten Kate Tufts Discovery Award für ihren… Continue Reading „12. Hohe Auszeichnung“

9. Tiersprache

Tiere in Gedichten sind ein leidiges und herrliches Thema. Ich denke nicht an Rilkes Panther! Sondern an Gedichte, in denen Tiere selbst sehen, fühlen, sprechen. Nie werde ich vergessen, wie sehr mich Ted Hughes‘ Crow, ein Zyklus von fast 90 Gedichten, innerlich sprachlos ließ vor… Continue Reading „9. Tiersprache“

8. Februar in der Lettrétage

Mittwoch, 8. Februar 2012, 19.30 Uhr Pharmacy of Words Morten Søndergaard präsentiert sein neues poetologisches Experiment Mittwoch, 15. Februar 2012, 19.30 Uhr Gedichtgespräch: Marlies Schmidl / Boris Schapiro Marlies Schmidl und Boris Schapiro lesen und diskutieren Mittwoch, 22. Februar 2012, 19.30 Uhr Neue Übersetzungen… Continue Reading „8. Februar in der Lettrétage“

1. Found in Translation

Die New Yorker Künstlerin Lisa Oppenheim, geboren 1975, war fasziniert von den Übersetzungen chinesischer Gedichte durch den Schriftsteller Ezra Pound, der die Schriftzeichen in sehr bildliches Englisch übertrug – heutige Neuübersetzungen sind wesentlich nüchterner. Oppenheim potenziert Pounds Bildlichkeit, in dem sie einem von ihm… Continue Reading „1. Found in Translation“

120. Einer von der Internationale der literarischen Opposition

Als Heidelberger Anglistik-Student gründete Weissner 1965 sein Literaturmagazin Klectoveedsedsteen, benannt nach einem Titel von Charlie Parker. »Ein kompletter Satz liegt heute wahrscheinlich nur in der New York Library, von der Ausgabe mit der Schallplatte hab’ ich selber kein Exemplar.« Die Rowohlt-Anthologie »Beat« und zwei… Continue Reading „120. Einer von der Internationale der literarischen Opposition“

102. BELLA immer noch

Rätselhaft, ja, mysteriös erscheinen die Gedicht-Übermalungen von Christian Hawkey, bei denen mit Tipp-Ex Sonette von Elizabeth Barrett Browning und deren Übersetzung durch Rilke bis auf wenige Worte und Wortteile unkenntlich gemacht wurden: eine subtile Verführung, mal wieder zu den „Sonetten an Orpheus“ zu greifen… Continue Reading „102. BELLA immer noch“

88. Wunderdinge

Die Lektüre der Essays von Snyder entfachte in mir ein  Gefühl der Befreiung, denn sie fütterten meine altlinken Vorurteile nicht. Da wo sie mich zum Nicken zwangen, nahmen sie meist eine Wendung, die das Denken wieder einsetzen ließ. Es heißt beispielsweise unter der Kapitelüberschrift… Continue Reading „88. Wunderdinge“