Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der 1945 in Lemberg geborene, heute in Paris lebende Adam Zagajewski erhält den Preis, so die Jury, für sein lyrisches, episches und essayistisches Werk, das historisch fest verankert und zugleich von grosser Modernität ist und in dem sich ein tiefes poetisches, philosophisches und politisches… Continue Reading „Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für Adam Zagajewski“
Im April wird Franz Hodjak für ein halbes Jahr nach Dresden kommen – als neuer Stadtschreiber. Seit 1996 sponsert die Stiftung Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Dresden dieses Amt. Hodjak tritt die Nachfolge von José F.A. Oliver an und von Christoph Geiser, Wulf Kirsten… Continue Reading „Franz Hodjak wird Dresdner Stadtschreiber“
Das alte „Neue Deutschland“ hat was übrig für Dissidenten und lobt Fritz Mierau, der ohne Zweifel Lob verdient. / ND 16.3.02 Fritz Mierau: Mein russisches Jahrhundert. Autobiografie. Edition Nautilus. 320 Seiten, gebunden, 19,90 EUR.
«Will Hofmannsthal Goethes Entwicklung begleiten, / so wirkt es noch bis in die fernsten Zeiten. / Was immer auch dieser jenem leiht, / es reicht für beider Unsterblichkeit. / Müssen die, die späterhin beide lesen, / denn wissen, welcher der Ältre gewesen? / Die… Continue Reading „Spottvers von Karl Kraus“
fragt die Südtiroler „Dolomiten“ und meint den Meraner Lyrikpreis: Zum 6. Mal wird um den Lyrikpreis vom 16. bis 18. Mai im Meraner Pavillon des Fleurs gerungen. Veranstaltet und ausgeschrieben wird er von der Kurverwaltung Meran und vom Kreis Südtiroler AutorInnen im Südtiroler Künstlerbund.… Continue Reading „Wer sind die „Unsterblichen“?“
Um so aufschlussreicher war an diesem Abend, wie Adonis selbst im Kontrast hierzu sein Gedicht las. In seinen Vorlesungen am „Collège de France“ 1984 hat er an den Beginn der „Einführung in die arabische Poesie“ ein Kapitel über die vorislamischen Wurzeln der arabischen Poesie… Continue Reading „Adonis´ Stimme“
Derart plötzliche, oftmals brutale Veränderungen haben auch wir, die Europäer, im vergangenen Jahrhundert häufig erlebt – in Ost- oder Mitteleuropa auf alle Fälle mehr als in der westlichen Hälfte des Kontinents. Fügen wir hinzu, daß solche Veränderungen in der Regel mit unersetzbaren kulturellen Verlusten… Continue Reading „Stadt, in der Bücher und Menschen lebten“
Sie soll zeigen, daß der Surrealismus keineswegs bloß ein Stil unter vielen war, nur einer von vielen Zeitgeist-Kometen, die eine Weile lang die Welt erleuchten und dann im Dunkel verschwinden. Der Surrealismus, so die These, war ein ästhetischer Aufstand, der zur Machtergreifung führte, er… Continue Reading „„La Révolution surréaliste“ im Centre Pompidou“
Dass der 1945 geborene Hans Raimund einer der bedeutendsten österreichischen Lyriker ist, wissen nur wenige; die wenigen aber wissen es. Seine Gedichte, mittlerweile in sieben Bänden veröffentlicht, sind in viele Sprachen übersetzt worden und freilich allesamt in kleinen Verlagen erschienen. Weil er zuweilen ruppig… Continue Reading „Wer kennt Hans Raimund?“
«Das gross zu schreibende Wort / das die Vögel intonieren / selbst noch ihr Schatten im Flug / singt ein Lied davon / die Schiffe tragen es von Ufer zu Ufer / und die Wolken über die Berge / die Räume verneigen sich /… Continue Reading „Eine Geschichte auf Erden“
Wie denkt sie als Frau über Lyrik von Frauen? „Die weibliche Art, die Welt zu erleben, schafft Erkenntnisveränderungen und Erweiterungen des Empfindens. Sie durchmischt Animus mit Anima, rein Verstandesmäßiges mit gefühltem Denken“. Aber eigentlich ist ihr dies alles viel zu theoretisch: „Beim Schreiben von… Continue Reading „Annemarie Zornack 70“
Die bekanntesten Schriftsteller Madeiras haben die Insel verlassen. Man darf behaupten, dass sie weggehen mussten, um ein Publikum zu finden. João Cabral do Nascimento (1897-1978) veröffentlichte die meisten seiner 16 Lyrikbände in Portugal, wo er auch starb. Edmundo de Bettencourt (1899-1973), Lyriker und Liederschreiber,… Continue Reading „Lyriker aus Madeira“
Harald Hartung schreibt über Silke Scheuermann: Der Tag, an dem die Möwen zweistimmig sangen . Gedichte. Edition Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3518122398 Taschenbuch, 74 Seiten, 6,60 EUR / FAZ 11.3.02
Als ein Werk, das den jüdischen und griechischen Wurzeln der europäischen Kultur zutiefst verpflichtet ist und binnen fünf Jahrzehnten kontinuierlichen Wachsens zu einem „festen Bestandteil der zeitgenössischen Literatur“ geworden ist, hat der Münchner Altphilologe Ernst Vogt das schriftstellerische OEuvre Dagmar Nicks gewürdigt. Die 75-jährige… Continue Reading „Jakob-Wassermann-Preis für Dagmar Nick“
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