Kategorie: Europa

147. La grande Lalula

Das Nasobem, von dem Morgenstern noch mit Recht dichtete: „Es steht noch nicht im Meyer und auch im Brockhaus nicht, es trat aus meiner Leyer zum ersten Mal ans Licht“, schaffte es bereits 1935 in die großen Lexika und wird als Erfindung des Dichters sogar… Continue Reading „147. La grande Lalula“

146. Was ist Surrealismus?

In seiner Schrift „Was ist Surrealismus?“ hat Max Ernst seine Methode des radikalen Uminterpretierens von Bestehendem und Zufällig-Erzeugtem anschaulich erläutert: Es sind die Übergänge vom Bekannten ins Unbekannte und die Zwischenzustände zwischen dem Rätselhaften und dem Deutbaren, die ihn zum Weiterdenken und zum Gestalten… Continue Reading „146. Was ist Surrealismus?“

145. »Fahrtenschreiber«

»Fahrtenschreiber« – ein Wort, in dem viel Technik und wenig Poesie zu stecken scheint. Doch weit gefehlt: José F. A. Olivers neuer gleichnamiger Gedichtband spiegelt Eindrücke für alle Sinne von Reisen durch Deutschland und Osteuropa wider. Behandelte der Hausacher Lyriker mit seiner vorherigen Sammlung… Continue Reading „145. »Fahrtenschreiber«“

144. Kaskaden

Wie ich einem Kommentar entnehme, ist die erste Nummer der hier im Februar etwas skeptisch angekündigten Lyrikzeitschrift „Kaskaden“ nun erschienen und kann hier herunter geladen werden. Neben Unbekannten finden sich mit  Lutz Steinbrück, Peter Ettl oder Christian Kreis auch Leute in der ersten Nummer,… Continue Reading „144. Kaskaden“

143. Meine Anthologie 37: Tadeusz Różewicz, Poetik II

Poetik II Ich meinte Worte seien leicht wie Flaumfedern glänzend wie Seide rund wie die Knie von Mädchen sorgenfrei wie Vogelgefieder Ich meinte gehorsam folgten sie jedem Ruf und man könnte Bilder aus ihnen bauen deren Vieldeutigkeit Reichtum in sich birgt In meinem Leben… Continue Reading „143. Meine Anthologie 37: Tadeusz Różewicz, Poetik II“

142. „Einmal singen kostete mich 40 000 Euro, nochmal singen 80 000“

In seinen Liedern hat Hans Söllner Politiker und Polizisten beleidigt. Dafür musste er hohe Strafen zahlen. So lange, bis er es sich nicht mehr leisten konnte. Söllner: Ich habe mich immer an einen Spruch vom Strauß gehalten: Wir sind Bayern, wir langen halt ein… Continue Reading „142. „Einmal singen kostete mich 40 000 Euro, nochmal singen 80 000““

140. „Detailliert, verräterisch, intim, erschöpfend“

Faktor kam 1978 von Prag nach Ost-Berlin und wurde neben Bert Papenfuß schnell zu einem Protagonisten (und Außenseiter) der Prenzlauer-Berg-Szene. Sein Alter ego Georg geistert schon lange durch Faktors verzerrt autobiographisch grundierte Bücher. Früher machte Georg sich Sorgen um seine Zukunft, und sein Autor… Continue Reading „140. „Detailliert, verräterisch, intim, erschöpfend““

139. Meine Anthologie 36: Lothar Klünner, Phycomyces

PHYCOMYCES Der Biologe: Gelänge es, eure Instinkte zu messen, wir drehten am Schlüssel zum Leben. Der Pilz: Vergebliche Mühe. Die Quanten, die meine Reaktionen regeln, umtanzen wie Flöhe eure Mechanik. Jetzt borgt euch Geduid bei den Dichtern. Jeder Vorstoß, den sie in unbewußtes Gelände… Continue Reading „139. Meine Anthologie 36: Lothar Klünner, Phycomyces“

138. Joachim-Ringelnatz-Preis für Wulf Kirsten

Der Lyriker Wulf Kirsten bekommt in diesem Jahr den Cuxhavener Joachim-Ringelnatz-Preis. Der in Weimar lebende Künstler achte „wie Ringelnatz auch das Kleine, Unscheinbare“ heißt es in der Begründung. Zu der mit 15 000 Euro dotierten Auszeichnung gehört auch die Vergabe eines Nachwuchspreises. Für den… Continue Reading „138. Joachim-Ringelnatz-Preis für Wulf Kirsten“

137. Traumheimat

Ronald M. Schernikau, der Sohn, war zu Beginn der achtziger Jahre eine Hoffnung der deutschen Literatur gewesen. Er vereinte Glamour und Intellekt, Zickigkeit und Menschenliebe mit Formbewusstsein. Obendrein war er stolz auf seine ausgesprochen klaren politischen Ansichten. Er würde Himmel und Hölle in Bewegung… Continue Reading „137. Traumheimat“

136. Hölderlinpreis für Georg Kreisler

Der eine, Friedrich Hölderlin, preist die Schwäne, die ihre Häupter, trunken von Küssen, in heilignüchternes Wasser tunken. Der andere, Georg Kreisler, feiert den Frühlingsbeginn mit dem Aufruf zum gemeinsamen Vergiften der Tauben im Park. In Bad Homburg wird der Kabarettist dieses Jahr im Zeichen… Continue Reading „136. Hölderlinpreis für Georg Kreisler“

135. Brückenbauer

Der Deutsche Nationalpreis 2010 geht an den deutschen Übersetzer und Autor Karl Dedecius und den emeritierten polnischen Erzbischof Alfons Nossol. „Wir zeichnen in diesem Jahr zwei ,Brückenbauer‘ zwischen Deutschland und Polen aus“, sagte Dirk Reimers vom Vorstand der Deutschen Nationalstiftung. „Karl Dedecius hat mit… Continue Reading „135. Brückenbauer“

134. Meine Anthologie 35: Mikolaj Rej, Dem der liest

Dem der liest Unsern Nachbarvölkern dies verkünd ich: Der Pole ist kein Ganter, ist der Rede kundig! Schwatz nicht wie andre: Was gehts mich an? Bedenk wie bald ein Mann geknechtet werden kann! (1562) Do tego, co czyta A niechai narodowie wzdy postronni znają,… Continue Reading „134. Meine Anthologie 35: Mikolaj Rej, Dem der liest“

133. Messefunde (1): Slowenien

Contemporary Slovenian Poetry (1) 10 Poets born before 1960 Ljubljana: Center for Slovenian Literature Editor-in-chief: Brane Mozetič 44 großformatige Seiten mit Gedichten von Kajetan Kovič, Veno Taufer, Svetlana Makarovič, Niko Grafenauer, Tomaž Šalamun, Milan Dekleva, Milan Jesih, Boris A. Novak, Tone Škrjanec, Brane Mozetič… Continue Reading „133. Messefunde (1): Slowenien“

132. Neues von Frank Milautzcki und fixpoetry.com

Liebe Freunde und Kollegen, begrüßen möchte ich euch mit einer Übertragung eines alten portugiesischen Gedichtes, das viel vom Expressionismus vorweg genommen hat und das hierzulande niemand kennt. Ich finds einfach schön. Eduardo Coimbra (gestorben 1884) Landschaft Im Westen ist die Sonne noch ein roter Hall… Continue Reading „132. Neues von Frank Milautzcki und fixpoetry.com“