Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der Luxemburger Jean Krier ist der erste „reine“ Lyriker seit zehn Jahren, der den Chamisso-Preis erhält, vor allem für seinen jüngsten Gedichtband „Herzens Lust Spiele“ (2010) – Gedichte, die die deutsche Sprache bereichert haben, so die Jury. Es sind wilde, sperrige Gedichte, meist in… Continue Reading „41. Wilde, sperrige Gedichte“
Die strahlenden Beispiele gegenwärtiger Dichterinnen und Dichter; von denen es weiß Gott einige gibt unter den vielen Ruderern der Armada; ihre Leuchtkraft beschränkt sich fast ausnahmslos auf ihr Profil und die Seitenansicht. Auch sie haben zumeist den Faden der Ariadne verloren oder ihn nicht… Continue Reading „40. „Emily Dickinson hilft immer““
Agnes Miegel und „politische Lyrik“ Von Axel Kutsch Die Agnes-Miegel-Gesellschaft veranstaltet am 11. und 12. März 2011 im niedersächsischen Bad Nenndorf wieder ihre Agnes-Miegel-Tage. Ein zentraler Programmpunkt wird dabei ein Vortrag über jüngere Diskussionen um die Dichterin sein. (agnesmiegel.wordpress.com) Die aus Ostpreußen stammende und vor allem durch Balladen bekannt gewordene… Continue Reading „39. DES TEUFELS DICHTERIN“
Politische Lyrik ist tot, seit Jahrzehnten schon, abgesehen von Autoren wie Volker Zastrow, dem Politik-Verantwortlichen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Texte schreibt, zuletzt über Karl-Theodor zu Guttenberg, die in Form und Inhalt so speziell sind, dass man sie dichterisch nennen kann. Die Zeit, die… Continue Reading „38. Eine neue „Zeit““
Serbien ist Schwerpunkt auf der Leipziger Buchmesse 2011. Konsequent folgt die Messe damit ihrer Akzentuierung auf Südosteuropa (2007 Slowenien und 2008 Kroatien). Eine deutschsprachige Seite http://literatur.rs/ liefert viel Material. Ich grübele ein wenig über den Eingangssatz von Mihajlo Pantić zu einem Überblicksartikel über „Die neue… Continue Reading „37. Serbien, offene Szene“
Er gehört zu jenen wichtigen Dichtern des vergangenen Jahrhunderts, die schon zu Lebzeiten Ruhm, aber auch Vergessen erfuhren: Alfred Wolfenstein. Als im September 1945 eine Straße in seiner Geburtsstadt Halle nach ihm benannt wurde, war über den ein halbes Jahr zuvor verstorbenen Autor so… Continue Reading „36. Halles vergessener Dichter“
Der Wallstein Verlag teilt bei Facebook mit, daß der Übersetzer Friedhelm Kemp gestorben ist. Bei Wallstein veröffentlichte er sein Standardwerk über „Das europäische Sonett„. Seine zweisprachige Baudelaire-Ausgabe in 8 Bänden tauchte seinerzeit auch mirakulöserweise in der DDR in „Das internationale Buch“ auf (wo es… Continue Reading „33. Gestorben“
Theo Breuer spricht: Die Leute lesen Gedichte, weil sie nicht wissen, wie sie ausgehn. Mit den beiden rhetorischen Figuren als Tandemspitze, mit der Metapher im dritten und der Allusion im siebten Vers, das ist in diesem Fall die Überraschung. Es ging einfach darum, diese… Continue Reading „32. Die Allusion im siebten Vers“
SZ: Es gefällt Ihnen, Menschen zu irritieren, indem Sie plötzlich aufstehen und ein Gedicht rezitieren. Hessel: Viele fragen, warum soll ich Gedichte hören, das tut mir doch nicht gut. Meine Kinder wissen, dass ich gerne lange Gedichte aufsage, und sie sagen dann: Papa, mais… Continue Reading „30. Aber ein kurzes!“
Wolf Wondratschek hat Prostituierte beschimpft, Kokain geschnupft – und unsterbliche Verse verfasst. Im Gespräch mit Sven Michaelsen zieht er die Lehren aus einem deutschen Dichterleben (…) Heillos zerrüttet ist das Verhältnis der deutschen Frauenbewegung zu Wolf Wondratschek. Mal machten ihn gezielte Kotzbrocken-Statements zur Hassfigur („Ich… Continue Reading „29. Kotzbrocken u. Klassiker“
Jetzt feiert Europas größtes Lesefest sein 20. Jubiläum mit über 2.000 Veranstaltungen, 1.500 Autoren und mehr als 300 Leseorten. Zum Bücherfrühling 2011 erscheinen zahlreiche neue Romane deutschsprachiger und internationaler Autoren, spannende Belletristik-Debüts sowie Lyrikbände und Sachbücher. In diesem Jahr steht das politische Buch im… Continue Reading „28. „Leipzig liest““
Beim Stichwort Poesiealbum ist Google noch westdeutsch-rückständig und listet seitenweise die so genannten 19.-Jahrhundert-Alben, die es auch im 21. noch gibt. (In meiner Kindheit nannte man sie Pohsie, leider hatten sie nur Mädchen). Seit 1967 aber hat das Wort durch Bernd Jentzsch eine neue… Continue Reading „27. Brüllend und das Maul voll Suff“
Kärnten-Wien gegen Tirol-Salzburg: Im Kampf um die Rechte an der großen, geheimnisvollen österreichischen Dichterin Christine Lavant ist die Germanistik nicht zimperlich, schreibt Die Presse: Die Anrufungs- und Bekenntnispoesie der als Christine Thonhauser 1915 geborenen, 1973 verstorbenen Armeleuttochter fand Leser auch jenseits von Salzach und… Continue Reading „26. Streit um Lavant“
ROUGH POETRY PERFORMANCE mit Elke Erb, Christian Filips, Ulf Stolterfoht u.a. „Radikale Querköpfe! Halsbrecherische Improvisationskunst!“ (Neue Zürcher Zeitung) Donnerstag, 17.3.2011, ab 20.30 Uhr Open End. Ab 22.30 Uhr: Open Stage Waldfrieden-Connewitz, Bornaische Straße 56, Leipzig Die roughbooks (Urs Engelers Erben) präsentieren sich jenseits der… Continue Reading „24. Zwei Einladungen“
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