Kategorie: Europa

83. Sitzen

Die Autorin beobachtet, im Zug sitzend (wo im übrigen etliche der Passagen des Bändchens entstanden sind), wie jedes passive sich bewegen lassen auch den Körper und das Körperinnere in Bewegungen versetzt, sie initiiert, etwa bei einer Neigung des Zuges in der Kurve. Und aus… Continue Reading „83. Sitzen“

82. Tanzen

Das Heftchen Hefters, das letztes Jahr in der von Asmus Trautsch herausgegebenen Reihe Edition Poeticon des Verlagshauses J. Frank erschienen ist – und es ist wirklich ein Heftchen, so klein und schlank, dass es ohne Probleme in jede Tasche gleiten und sich dann darin… Continue Reading „82. Tanzen“

81. Gestorben

Am 4.1. starb der okzitanische Dichter Yves Rouquette im Alter von 78 Jahren. Er veröffentlichte etwa 30 Gedichtbände, Romane und Theaterstücke und übersetzte Werke der französischen (Giono, Molière etc.) und italienischen Literatur ins Okzitanische. / culturebox

80. Nicht verloren

Serhij Zhadan, 1974 in Starobilsk/Gebiet Luhansk (Ukraine) geboren, ist der populärste ukrainische Lyriker seiner Generation. Er promovierte über den ukrainischen Futurismus und gehört zu den Akteuren der alternativen Kulturszene in Charkiw. Seit 1995 publizierter er zahlreiche Gedichtbände, seit 2003 auch Prosa. Im Frühjahr 2012… Continue Reading „80. Nicht verloren“

78. Der Dichter L.F.

«Der Schriftsteller L. F. konnte in der Stunde bis zu 7 Seiten Schreibmaschine schreiben, bis zu 30 Zeilen schriftstellern und bis zu vier Zeilen dichten. Während der Stunde Dichtens nahm er um 325 Gramm ab.» * «Sie fragen wörtlich: „Gestatten Sie mir eine blöde… Continue Reading „78. Der Dichter L.F.“

77. Mein erster Verlag

Nachdem mir Erika Burkart, der ich meine Gedichte des 18-, 19-, 20- und 21-Jährigen immer wieder vorbeigebracht hatte, mit dem kurzen Satz «Du bist ein Dichter» sozusagen den Ritterschlag verpasste und ich – wie die kleine Maus Frederick im Kinderbuch von Leo Lionni –… Continue Reading „77. Mein erster Verlag“

76. Sprache muss «arm» und «roh» gemacht werden

Einer Anregung des Genfer Verlegers Albert Skira folgend, begab sich Henri Michaux (1899–1984), französischer Dichter und Maler belgischer Herkunft, in seinen späten Jahren auf die «Wege der Schöpfung» und legte 1972 in der gleichnamigen Buchreihe – «Les sentiers de la création» – einen reich… Continue Reading „76. Sprache muss «arm» und «roh» gemacht werden“

75. Neu zu entdecken – der russische Wort- und Schriftkünstler Iljazd

Von Felix Philipp Ingold Noch eine Entdeckung aus dem Fundus der russischen Moderne: Beim Moskauer Verlag Hylaea sind zum Jahreswechsel die theoretischen Schriften sowie private Korrespondenzen des futuristischen Wort- und Schriftkünstlers Ilja Sdanewitsch (Зданевич) in zwei exzellent edierten Bänden erschienen.* ‒ Sdanewitsch, der sich… Continue Reading „75. Neu zu entdecken – der russische Wort- und Schriftkünstler Iljazd“

74. Münchner Vernetzung

[Juan Andrés] García Román wohnt derzeit für zwei Monate als Stipendiat der Villa Waldberta in Feldafing; das Instituto Cervantes hilft ihm dabei, sich mit der Münchner Literatur-Szene zu vernetzen. Nach jenem ersten Abend mit Marquardt wird der spanische Lyriker in dieser Woche auch noch… Continue Reading „74. Münchner Vernetzung“

72. Errata

Konstantin Ames schickt die korrekte Fassung des beim Literarischen März mit 3 Fehlern veröffentlichten Gedichts. Also nach dem Motto „Der Umgang mit Trouvaillen verrät nix über / Fähigkeiten, aber wirklich alles über Fertigkeiten.“ hier die berichtigte Fassung: Nahe Ittersdorf, ehem. Zollhaus Jungbauern gibt es. Hat Icke… Continue Reading „72. Errata“

71. Sucht seit 36 Jahren einen Brecht

Kein neuer Bert Brecht oder Erich Fried in Sicht. „Wir suchen seit 30 Jahren tolle politische Gedichte und finden sie nicht“, sagt Fritz Deppert, der seit 1979* die Einsendungen zum Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt lektoriert. Politische Aussagen erforderten eben die klare Formulierung. „Diese direkten… Continue Reading „71. Sucht seit 36 Jahren einen Brecht“

70. Schnelligkeit

Es gibt zwei Raddatze. Diese Schnelligkeit, die ich ja bis zur Absurdität hatte, war entweder der Journalist oder der Herausgeber politischer Bücher. Die rororo-aktuell-Reihe war ja fast wie eine Zeitschrift. Die Logistik von der Textfabrikation – Dutschke musste eingeschlossen werden, damit er etwas zu… Continue Reading „70. Schnelligkeit“

69. März ’15

Wie in jedem zweiten Jahr, schreibt die Stadt Darmstadt für das Jahr 2015 den Leonce-und-Lena-Preis in Höhe von 8.000,00 EUR und die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise in Höhe von insgesamt 8.000,00 EUR für deutschsprachige Lyrik aus. 2015 findet der Literarische März zum 19. Mal statt. In diesem… Continue Reading „69. März ’15“

68. Stadtpoesie

Brünner Internetprojekt verwandelt Polizeiberichte in Gedichte. Beamte und Bürger sind begeistert „Mit einer Flasche in der Hand läuft er unvorsichtig im Zickzack zwischen Autos und Straßenbahnen in der Bahnhofstraße umher“ „Ein unbekannter Mann hielt angeblich Ausschau nach Zügen doch in einem Augenblick legte er… Continue Reading „68. Stadtpoesie“

66. Independentverlag

Der kleine Independentverlag J. Frank betreibt seit zehn Jahren in einem Ladenlokal in Prenzlauer Berg die Repoetisierung der Welt. Man setzt vor allem auf Komplizenschaft mit den Autoren und Konsequenz in der Gestaltung. Eine Strategie, die aufgeht schreibt die taz heute. Zitat aus dem… Continue Reading „66. Independentverlag“