Kategorie: Österreich

61. Arsch

Einmal hat Evelyn Schlag gedichtet, wie das so ist, wenn Frauen Fußball im TV schauen. Es geht so: „Ich finde, bringen tut’s der Arsch. Wenn er sich bückt, / Wenn er den Ball hinlegt. Moment, die Nudeln kochen.“ / kurier.at

48. Jandl-Bibliografie

relevant.at veröffentlicht ohne weitere Erklärungen (jedenfalls finde ich keine) eine Reihe von Bibliografien von Klassikern der neueren deutschen Literatur (wie Arno Schmidt, Wolfgang Koeppen, Peter Weiss, Gerhart Hauptmann, Ingeborg Bachmann, Peter Rühmkorf, Peter Huchel…). Nützlich eine von Ernst Jandl, mit langer Liste von Veröffentlichungen… Continue Reading „48. Jandl-Bibliografie“

39. Soll Weinheber bleiben?

Er war ein populärer Dichter, vor allem dank seines Mundart-Zyklus „Wien wörtlich“, beherrschte aber auch die poetische Hochsprache eines Rilke oder Anton Wildgans. Seine Position im Nationalsozialismus – er pries Hitler – ist schon lange ein Stein des Anstoßes: Nun gibt es eine neue… Continue Reading „39. Soll Weinheber bleiben?“

33. Lyrisches Gedächtnis

Adlers «Gesammelte Gedichte» liegen nun erstmals vollständig in einer mustergültigen Edition vor. Sie gelten Hauptmotiven wie dem Blick, den Jahreszeiten, dem «Gedächtnis». Diese Gedichte sind lyrisches Gedächtnis. Mnemosyne, nach Hesiod die Mutter der Musen, stand Pate, Gedicht um Gedicht. «Scharf hinzuhören in die Muschel… Continue Reading „33. Lyrisches Gedächtnis“

29. Schlagabtausch

In der „Welt“ kann man heute unter der Überschrift „Der Schlagabtausch“ einen Literaturkrimi zwischen Karl Kraus und Franz Werfel lesen: sehr empfohlen! Kostpröbchen: Verehrtester Herr, erlauben Sie, das ich Ihnen für die Ehre und Freude vielmals danke, die Sie mir durch die Veröffentlichung meiner… Continue Reading „29. Schlagabtausch“

24. Steinbachers Labyrinthe

Christian Steinbacher ist ein Wortakrobat, wie man ihn sich schöner kaum vorstellen könnte. Nichts wäre seinen Gedichten fremder als simple Einfühlung oder gar ein kruder Realismus. Vielmehr gilt: «Hier lebt kein Eindruck, nur Verflochtenheit.» Es sind kleine Labyrinthe, die den Leser immer wieder in… Continue Reading „24. Steinbachers Labyrinthe“

21. Sprechgedichte

aus Lyrikwiki Labor Sprechgedicht  Ein 1957 von Ernst Jandl geprägtes Wort für eine neue Art Gedichte, die „erst durch lautes lesen wirksam“ werden. Jandl, der 1956 in dem Gedichtband „Andere Augen“ relativ konventionelle Gedichte veröffentlicht hatte, begann 1956 unter dem Einfluß der amerikanischen Dichterin… Continue Reading „21. Sprechgedichte“

10. Rainers Wirkung

Nichts habe ich in der Schule mehr gehasst als Gedichte. Richtige Männer können mit Reimen über Blümchen und Bächlein nichts anfangen. Trotzdem kann ich noch heute meinen Rainer Maria Rilke auswendig. „Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn, wirf mir die Ohren… Continue Reading „10. Rainers Wirkung“

5. Nicolas-Born-Preis für Peter Waterhouse

Mit dem 15.000 Euro dotierten Nicolas-Born-Preis wird der Autor Peter Waterhouse, der während seiner Schulzeit in Niedersachsen gelebt hat, geehrt. (Klingt ein bißchen so, als erhielte er ihn dafür) Sabrina Janesch, Absolventin des Hildesheimer Studiengangs Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, wird mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet.… Continue Reading „5. Nicolas-Born-Preis für Peter Waterhouse“

78. Prægnarien

Ein Formerfinder trifft auf einen Allegorienschöpfer. Als gegenseitig befruchtender Dialog zwischen bildender und lyrischer Kunst sollte man das neue Künstlerbuch »Prægnarien« verstehen. Hieß es früher „Wer nicht hören will, muss fühlen.“, könnte man jetzt einfach behaupten „Wer nicht fühlend sehen will, muss lesen.“ …… Continue Reading „78. Prægnarien“

72. World Poetry Movement

Die Poesie als weltverändernde, revolutionäre Kraft: Dieses Ziel verfolgen 37 poetische Vereinigungen, die in der Vorwoche auf dem 21. Poesiefestival im kolumbianischen Medellin das Manifest „World Poetry Movement“ unterzeichnet haben. Aus Österreich mit von der Partie: Die Wiener Schule der Dichtung von Ide Hintze.… Continue Reading „72. World Poetry Movement“

65. Weltliteratin

Längst hat sich Friederike Mayröcker den Ruf einer „Weltliteratin“ erschrieben, ihre eigene Gattung geschaffen, die keine Grenzen kennt und alle Dimensionen sprengt: Identität, Zeit, Raum – was andere nötig haben für Halt und Orientierung, darüber setzt sie sich so selbstverständlich wie folgerichtig hinweg, um… Continue Reading „65. Weltliteratin“

57. Jury sucht den Superautor

Wie die Zeitung heißt, erfährt man nicht, nur den Namen der Website, „westen.de“. Merkwürdig eigentlich, ist das geheim? Aber sie müssens selber wissen. Ein Artikel von Daniel Hadrys stellt die Jurymitglieder vom Bachmannpreis einzeln vor, seiner Meinung nach lässt sich die Jury in bestimmte Typen… Continue Reading „57. Jury sucht den Superautor“

40. Maja Haderlap

Die Kärnter Slowenin Maja Haderlap hat am Sonntag mit einem Auszug aus ihrem Romanerstling „Engel des Vergessens“ den Ingeborg-Bachmann-Preis bei den 35. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt gewonnen. Die zweisprachige Autorin, die bisher vor allem mit Lyrik-Veröffentlichungen von sich reden machte, hat ihr… Continue Reading „40. Maja Haderlap“

35. Teufelsküche

WAWERZINEK: Wir haben uns geeinigt, dass ich der Feingeist bin. KRAMPITZ: Und ich der Agitator. Der waren Sie auch, als Sie sich im Vorjahr das Jörg-Haider-Gästebuch aus dem Bergbaumuseum mitgenommen haben. Haben Sie mit diesem Skandal gerechnet? KRAMPITZ: Nein. Ich hatte den Auftrag für… Continue Reading „35. Teufelsküche“