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Dirk Uwe Hansen im beisein eines betrachters auf der fenster bank ein roter fächer schlägt wellen schlägt auf schlägt öffnung in flächen für die ist alles davor und dahinter hat jetzt keine farbe ist durchsichtig erst in zukunft ein raum in dem was entsteht… Continue Reading „was entsteht im beisein eines betrachters“
Hanns Otto Münsterer (* 28. Juli 1900 in Duß, Lothringen; † 30. Oktober 1974 in München) STUFEN Jugend. Zeit der Kantaten. Unter dunklem Balkon nächtliche Serenaden, Waldhorn und Lampion. Verse des Mannes. Klirren der Degen. Haifischschlacht. Lorbeer, Gold und Myrrhen haben sie nicht gebracht.… Continue Reading „Stufen“
Jakob Balde war ein großer deutscher Dichter des 17. Jahrhunderts. Leider schrieb er auf Latein, und so kennen ihn nur wenige Spezialisten. Hier ein Text im Original, die Nachdichtung Herders und darunter eine Prosaübersetzung. Eine neuere, vollständige Übersetzung wäre wünschenswert (aber vielleicht kenne ich… Continue Reading „Unbekannter großer Dichter“
In dem kurzen Leben der Sibylla Schwarz gibt es beide reichlich, Freude („das / was ich lieber hab als Gelt / Ja auch als alle alle Welt“) und Leid (angefangen vom frühen Tod der Mutter), reichlich Auf- und Abschwung. Mehrmals kündigt sie an, das… Continue Reading „Sieh zu, dass du ihr folgen kannst“
Georg Maurer (* 11. März 1907 in Reghin (Sächsisch Regen), Siebenbürgen, Königreich Ungarn; † 4. August 1971 in Potsdam) Vor 50 Jahren, am 4. August 1971, starb der Dichter Georg Maurer. Sein letztes Gedicht schrieb er am 25. Juli 1971. Spätes Aufwachen Mir geht’s… Continue Reading „Vor 50 Jahren gestorben: Georg Maurer“
Robert Reß (* 2. Juni 1871 in Prag; † 9. Februar 1935) In diesem Jahr hätte man seinen 150. Geburtstag begehen können. Seine Gedichte wurden 1899 bei Johann Sassenbach und 2013 bei Reinecke & Voß gedruckt. Hier eins daraus. Wenn ich an sie denke,… Continue Reading „Robert Reß (1871-1935)“
Die Siege der Sorben (Obersorbisches Volkslied)* Es zogen die Sorben gegen die Deutschen, verstanden doch kein Wörtlein deutsch. Sie sattelten ihre Pferde auf, sie legten ihre Sporen an. Sie gürteten ihre Schwerter um, versammelten sich auf ebenem Feld. Zum ersten Mal zogen sie in… Continue Reading „Die Siege der Sorben“
August Stramm (* 29. Juli 1874 in Münster; † 1. September 1915 bei Horodec östlich Kobryn, heute Weißrussland) Wankelmut Mein Suchen sucht! Viel tausend wandeln Ich! Ich taste Ich Und fasse Du Und halte Dich! Versehne Ich! Und Du und Du und Du Viel… Continue Reading „Viel tausend Du“
Ich freue mich sehr, dass gestern gleich drei (die dritte im Kommentar) neue deutsche Versionen von Carles Riba hinzugekommen ist. Heute etwas anderes, Hinweis auf ein neues Heft der Lyrikreihe Poesiealbum, die Nummer 361 schon. Ich hatte das Glück und hab das Alter, die… Continue Reading „Plural von Haiku?“
Andreas Koziol Über die Guten Wo sind die Guten wenn man sie braucht Es heißt sie wären untergetaucht Es heißt sie wurden sich selber zu schwer und wären versunken wie Steine im Meer Alles was gut ist im Grund muß verstehn daß dies ein… Continue Reading „Über die Guten“
Rainer Kirsch (* 17. Juli 1934 in Döbeln/Sachsen; † 4. September 2015 in Berlin) Dieses Gedicht handelt von der DDR-Kulturpolitik, gedruckt wurde es in der BRD. Würdigung Auch die Beamten, hör ich, sind nicht froh Wenn sie uns Balken auf die Köpfe hauen Ja,… Continue Reading „Vom Prügeln“
Àxel Sanjosé Streitigkeiten Neulich warf ich einem wichtigen Herrn einen dort herumliegenden Stein der Weisen an den Kopf. Er war ungehalten und schmiss mir damit das Fenster ein. Jetzt regnet es raus, und die Nachbarn beschweren sich. Aus: Àxel Sanjosé, Gelegentlich Krähen. Gedichte. Weilerswist:… Continue Reading „Streitigkeiten“
Gute Nachricht in eigener … und Sibyllens Sache. Sibyllen Schwarzin, Sibylla Schwarz, deren 400. Geburtstag wir heuer noch das ganze Jahr feiern. Gestern erfuhr ich, dass unser Band 1 in der Paperbackausgabe unter 179 Einsendungen auf die Longlist von 30 Titeln der HOTLIST aus… Continue Reading „Hotlist“
SAID Was, wenn ich deine Hand streicheln würde während du mir den Cognac einschenkst ohne auf deinen Mann zu schauen? Was, wenn ich dich bei der Hand nehmen und ins Schlafzimmer bringen würde ohne mich umzudrehen? Was, wenn ich mich neben dich legen und… Continue Reading „Was wenn“
Klabund (* 4. November 1890 in Crossen an der Oder; † 14. August 1928 in Davos) MAN SOLL IN KEINER STADT Man soll in keiner Stadt länger bleiben als ein halbes Jahr. Wenn man weiß, wie sie wurde und war, wenn man die Männer… Continue Reading „Man soll in keiner Stadt“
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