Kategorie: Deutschland

Julius Mosen

Und noch ein Dichter: An Julius Mosen (1803 – 1867) erinnert die Frankenpost, 16.8.02

Kräfte lassen nach

Sportliches aus Köln: die Kölnische Rundschau berichtet am 16.8.02 über ein Kräftemessen von Lyrikern aus NRW und den Niederlanden. Der Bericht spricht von einer Art Pisa-Schock der Literaturszene: „Wir konnten feststellen, dass es in den letzten Jahren eine Auswanderung nordrhein-westfälischer Autoren gegeben hat. Zwei… Continue Reading „Kräfte lassen nach“

Schloß Wiepersdorf

Über das Jubiläum des Künstlerhauses Schloß Wiepersdorf berichtet der Tagesspiegel am 16.8.02: Die Sonntagsstille hält, staunte die dänische Lyrikerin Inger Christensen, gleich wochenlang an. Ringsum liegen weite Felder, die nächste größere Stadt ist ein gewisses Jüterbog. „Man kann nicht fortgehen“, schrieb Jürgen Becker, „es… Continue Reading „Schloß Wiepersdorf“

Den Fritz-Reuter-Literaturpreis

haben jetzt wieder die Stadt Stavenhagen und deren Fritz-Reuter-Literaturmuseum ausgeschrieben. Wer sich um den mit 1250 Euro dotierten Preis bewerben will, muss dazu bis spätestens 10. September Arbeiten einreichen, die seit Januar 2001 erstmals veröffentlicht wurden. Gefordert sind Lyrik oder Prosa in niederdeutscher Sprache,… Continue Reading „Den Fritz-Reuter-Literaturpreis“

Ver-rückerter Piranesi

Weitgehend ist Rückert ja vergessen, einige Gebildete unter den Mahler-Hörern kennen die Kindertotenlieder,die sind von Rückert, ein halbes Dutzend Stücke, zu Herzen gehend, wunderbar rührend, sehr gute Gedichte auch, es ist leicht und gerecht, sie zu bewundern. Aber vor einigen Jahren hat Wollschläger (einer… Continue Reading „Ver-rückerter Piranesi“

Das sechzehnte und letzte Irrenhaussonett

Von Jesse Thor Oh hört: – ein Mensch, wie ihr – zerfallen und im Mark verwest, denk ich noch immer nicht daran, wer meine karge Zeche zahlt. Wenn heute auch der blanke Unfug mein Gedächtnis überstrahlt und stammelnd mir das Vaterunser durch die Backen… Continue Reading „Das sechzehnte und letzte Irrenhaussonett“

Grassens Sonette

Über Günter Grassens politische Sonette schreibt Jan Wagner in der FR vom 15.8.02.

Lyrikstreit

Der Schriftsteller Günter Kunert hat die Zusage zum Nachdruck seiner Gedichte in einem Band der «DDR-Bibliothek» des Leipziger Verlages Faber & Faber zurückgezogen. Er habe «keine Lust, mit Stasi-Spitzeln in einem Band vereinigt zu sein», sagte Kunert dem Hörfunksender MDR Kultur. Nach Angaben des… Continue Reading „Lyrikstreit“

Poesie des Korans

In der 112. Sure, «al-Ichlâs», ist das Einheitsbekenntnis zu einer Formel von grosser sprachlicher Eleganz verdichtet: Qul huwa allâhu ahad / Allâhu samad / lam yalid wa-lam yûlad / wa-lam yakun lahû kufûwan ahad. «Sprich: Gott ist Einer, / Ein ewig reiner, / Hat… Continue Reading „Poesie des Korans“

Brecht

In der NZZ vom 10.8.02 schreibt Hannelore Schlaffer über die „sperrigen und widerständigen“ Aspekte in Brechts früher und später Lyrik: Nicht das mittlere Tempo der Empfindsamkeit also, wie es der Vortrag traditioneller lyrischer Formen erfordert, macht Brechts Gedichte schön, sondern die schleppende Deklamation der… Continue Reading „Brecht“

Nachrichten

Die FAZ erinnert am 10.8.02 an die 1952 hingerichteten jüdischen Intellektuellen in der Sowjetunion. – In der Washington Post bespricht Rafael Campo am 11.8. neue Übersetzungen von Garcia Lorca, Rafael Alberti, Drummond de Andrade und Ketschua-Lyrik. – Alle schreiben über Nikolaus Lenaus 200. Geburtstag… Continue Reading „Nachrichten“

orten vernähte alphabetien

Das Dafürhalten im Ende Wars das? Ich sprach die Worte wie Butterbrot. Unterlegte dem Fett das Ende, umspähtes Reimen, meine Manie. Ists das? Mich verlegte aufs Brett die Wende, geblähtes Aller Anfang ist Zeremonie! Wirds das? Ich verdorrte, bin wach und war tot. Mich… Continue Reading „orten vernähte alphabetien“

Auf der lyrischen Baustelle

wird momentan wacker gearbeitet. – meint Sibylle Birrer in einer Zeitschriftenkritik, NZZ 5.8.02 Zitat (über „Drehpunkt“): War die letzte Nummer erstübersetzten Miniaturen von Henri Michaux (1899-1984) gewidmet, so erinnert die jüngste Ausgabe an die 1984 verstorbene Schweizer Autorin Gertrud Wilker. Eingeleitet werden die grossteils… Continue Reading „Auf der lyrischen Baustelle“

Strafstoßschießer

Seine Heimat ist Hasborn, nah bei Wittlich in der Eifel gelegen, wie das sächsische Klipphausen die des anderen Dorflyrikers Wulf Kirsten ist. Aber während Kirsten das alte Dorf mit seinen vergehenden Wörtern für vergangenes Gerät fast wie in einem Krampf des Gedächtnisses bewahren will,… Continue Reading „Strafstoßschießer“

Begriff Lyrik

Die Welt (5.8.02) klärt uns über den Begriff Lyrik auf: Vor den Bildern des Leipziger Malers Neo Rauch werden Kritiker zu Lyrikern, die eine Welt erdichten wollen, die es nicht gibt.