Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
– so höre ich den deutschen Außenminister im Radio – würde jetzt über Leistungen für Hartz-IV-Empfänger diskutiert, statt über Steuererleichterungen für Leistungsträger. Allein für dieses Wort gehört der Typ öffentlich geohrfeigt, was hiermit geschehen ist. (Und die seiner Wähler, die nicht Hotelbesitzer sind, gleich… Continue Reading „59. Reflexartig“
Der Verlag Beltz & Gelberg und die Stadt Weinheim laden wieder Autorinnen und Autoren ein, sich mit einem bisher unveröffentlichten Text um den Peter-Härtling-Preis 2011 zu bewerben. Gesucht werden laut einer Mitteilung des Verlags Manuskripte für ein Kinder- oder Jugendbuch in deutscher Sprache für… Continue Reading „57. Keine Gedichte o.ä.“
Drei Monate vor dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München ist eine Lyrikanthologie zu dem Großereignis erschienen. Der Band mit dem Titel «Die Hoffnung fährt schwarz» vereint 74 Gedichte von Autoren aus drei Generationen, darunter Matthias Politycki, Gerhard Rühm, Said und Erika Burkart. Leitgedanke der… Continue Reading „53. Hoffnungspoesie“
Die Welt fragt die „17jährige Starautorin Helene Hegemann“, warum sie denn keine Revolution darstelle. Die wiederum weiß, daß auch andere geklaut haben: Brecht Goethe Shakespeare.
Bereits zur Buchmesse durfte Liao Yiwu nicht ausreisen, jetzt wird ihm der Besuch der „lit.Cologne“ in Köln verwehrt. Der Frankfurter Fischer Verlag hat den Offenen Brief des chinesischen Schriftstellers an Angela Merkel weitergeleitet. Liao Yiwu appelliert darin an die Bundeskanzlerin, ihren Einfluss geltend zu… Continue Reading „48. Brief an die Kanzlerin“
Eßlingen ehrt Kurt Leonhard, und die Eßlinger Zeitung bleibt am Ball. Hier zum Dritten: An Beispielen aus der Lyrik Leonhards wies Ringleben nach, wie der erklärte Agnostiker die Spur des göttlichen Logos – der Sinnhaftigkeit des platonischen Kosmos – im Werden der Sprache gewahrt.… Continue Reading „47. Leere Fläche“
Nach dem Schwabenkrieg hat sich die Schweiz von Deutschland losgesagt und eine eigene Identität entwickelt, zum Beispiel in Bezug auf die Sprache. Dennoch: Dass in Schweizer Grossunternehmen immer mehr Deutsche tätig sind, die schneller reden und wortgewandter sind als wir, verunsichert viele Schweizer. Nein,… Continue Reading „46. Nach dem Schwabenkrieg“
Max Bense, der Stuttgarter Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, dessen Geburtstag sich am 7. Februar zum hundertsten Male jährt, galt zu Lebzeiten als das Enfant terrible seiner Zeit. Nach einer offenen Gesellschaft strebend, bekämpfte er die »metaphysische Gemütlichkeit« der Deutschen. Mit Elisabeth Walther gründete er 1955… Continue Reading „45. Max Bense 100“
Im Februar 1930 druckte die Chemnitzer sozialdemokratische Tageszeitung „Volksstimme“ ein Gedicht mit dem Titel „Nie wieder Krieg!“. Verfasser: Helmut Flieg, 16 Jahre, Gymnasiast, Sohn einer deutsch-jüdischen Unternehmerfamilie. Die Verse gelten heute als die früheste Veröffentlichung des später international erfolgreichen Schriftstellers und Chemnitzer Ehrenbürgers Stefan… Continue Reading „44. Anfang“
Gehörte ich als Berliner Student zu denen, die in der Zeitschrift „Neue Deutsche Literatur“ die ersten dort gedruckten Gedichte der Strittmatter nicht nur mit glühenden Ohren lasen, sondern sie auch mit Durchschlägen abtippten, mit ihnen Freunde zu erfreuen, bekam diese frühe Begeisterung einen Dämpfer,… Continue Reading „43. Eva Strittmatter zum 80.“
Am Sonntag wurde im Hamburger Thalia Theater der Lessing-Preis an Klaus Harpprecht vergeben. Das Stipendium des Lessing-Preises 2009 erhielt der 1971 in Hamburg geborene Schriftsteller Jan Wagner. Er gehöre zu den begabtesten jüngeren Lyrikern in Deutschland, arbeite mit professioneller Ernsthaftigkeit, beherrsche souverän die Formen… Continue Reading „41. Jan Wagner ausgezeichnet“
Der Literatur- und Politikwissenschaftler Thomas Wild, Jahrgang 1973, hat nun … zum ersten Mal systematisch untersucht, welches enge Verhältnis namhafte deutschsprachige Schriftsteller der nachgeborenen Generation zu [Hannah] Arendt unterhielten. In einer Folge von ausgezeichnet lesbaren Einzelessays beschäftigt er sich mit Hilde Domin und ihren… Continue Reading „40. Nach dem Geschichtsbruch“
Es fällt auf, wie gern der Lyriker Kurt Leonhard mit Gedankenketten und Reihungen gearbeitet hat: Zeichen für die intellektuelle Kraft, die in ihm steckte, und für die Vielzahl seiner Überlegungen, die er für seine Gedichte bändigen musste. Aber auch Hinweis darauf, wie er seine… Continue Reading „38. Primäre Silbenmusik“
Bereits im ersten Gedicht dieses Bandes, auf der zweiten Zeile, fällt eher beiläufig der anspielungsreiche Satz «alles was ich / bin verdank ich der syntax». Dieses «Ich», das Ulf Stolterfoht in Kleinbuchstaben sprechen lässt, könnte natürlich er selber sein, der Lyriker, aber ebenso gut… Continue Reading „37. Stolterfohts Gedichte“
Deswegen ist für Albert Ostermaier die „Tragödie des Teufels“ auch eine „Tragödie des Menschen“, der das Böse in sich selbst vorfinde. Damit bringt der 1967 geborene Lyriker und Dramatiker die neueste Oper des bedeutenden ungarischen Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös auf dem Punkt. „Die… Continue Reading „34. Tragödie des Teufels“
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