Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
[Kathrin] Schmidt findet dort bei Heine, Jandl, Claudius, wie in der geformten Sprache überhaupt, Trost und – ein zumindest zeitweise wirksames – Antidot gegen den Tod. Auch deshalb durchziehen durch den Wortspielwolf gedrehte Redensarten ihren neuen Gedichtband „blinde bienen“: Das „heutige haus schlägt drei… Continue Reading „155. Lust am Überfluss“
Nachdem das literarische Werk der 1943 in Auschwitz ermordeten Dichterin Gertrud Kolmar in den Nachkriegsjahren fast in Vergessenheit geraten war, gilt sie inzwischen als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Einem größerem Publikum sind ihr Name und Werk jedoch weitgehend unbekannt. Vom… Continue Reading „154. Weimarer Tagung über Gertrud Kolmar“
„Ich empfinde es als Zumutung, so ein Heft in die Hand gedrückt zu bekommen“, schimpfte Mayer. Darüber hinaus sei es widersprüchlich, Mitglied im „Bündnis gegen Rechts“ zu sein und gleichzeitig eine Broschüre mit einem Gedicht von Eckart zu verteilen. Der im Jahr 1868 in… Continue Reading „150. „Das ist mir entgangen““
«Willkommen und Abschied», «Mailied», «Heideröslein» – unzählige Generationen haben die eigenen Herzens-Angelegenheiten mit Goethes Sesenheimer Liedern verbunden, dem wohl ersten Ausdruck einer neuen, freien und verspielten Herzens-Poesie. Empfinden, Denken und Sprechen fanden da in einer neuen Form zusammen; die Lyrik erhält den Rang einer… Continue Reading „146. Natürliche Reflexion, sprechende Natur“
Erinnerungen an Heinz Erhardt sind seit neuestem im Wittenberger Haus der Geschichte zu erleben / Mitteldeutsche Zeitung
Vier Frauen befreien die Werke etablierter Autorinnen aus ihren verstaubten Kokons der Literaturwissenschaft. Sie geben unbekannten, vergessenen oder angeblich ästhetisch minderwertigen Autorinnen eine neue Wertschätzung – mit Leidenschaft. … Verena Auffermann, Gunhild Kübler, Ursula März und Elke Schmitter stellen in ihrem 650 Seiten starken… Continue Reading „142. Mit Leidenschaft“
Na bitte, geht doch. Wir können uns halt nicht immer um alles kümmern im alltäglichen Ansturm des Angesagten. Also brauchen wir äußere Rahmen. Etwas Außergewöhnliches, ein Jubiläum, ein Unglück, eine Zeremonie. Jetzt ist Schermbeck dran. schreibt die lokale Zeitung und fährt fort: Die Kulturhauptstadt… Continue Reading „141. Ein verbummelter Student wird entdeckt“
Das DKP-Portal „Kommunisten“ berichtet über den Streik gegen den Verkauf des staatlichen Tabakmonopols an einen US-Konzern durch die türkische Regierung, der u.a. eine 50%ige Lohnkürzung mit sich bringen soll. Dabei spielt offenbar ein deutsches Gedicht eine Rolle. Der Gewerkschaftsfunktionär Selahattin Yildirim sagte: Das Gedicht… Continue Reading „140. Alle oder keiner“
Dorothea von Törne bespricht den gelben Akrobat bei Welt online Jeder Autor ist mit einem einzigen Gedicht vertreten. Das schließt das Aufspüren von Entwicklungen innerhalb eines Werkes aus. Die Anthologie bietet lyrische Momentaufnahmen mit dem Charme des Abwegigen, die jeweils mit Kommentaren ergänzt werden.… Continue Reading „135. Heidelberger Ästhetik“
Und mein Erstaunen ist noch nicht vorüber – Der Lyriker und Theaterautor Albert Ostermaier bedankt sich für die Verleihung des Bertolt- Brecht-Preises und sagt unter anderem: Manchmal ist die Liebe grausam, manchmal ist sie kälter als der Tod, manchmal kennt sie keine andere Erlösung… Continue Reading „134. „Legt euch ordentlich ins Zeug““
Gedichte aus der Gegenwart. Hg. von Thomas Geiger. dtv, München. 360 S., 14,90 Euro. Die Anthologie bietet abenteuerlichen Lesegenuss und kluge Unterhaltung Ohne Ausnahme ist alles kompetent ausgewählt und poetisch relevant. Thomas Geiger, Mitarbeiter im Literarischen Colloquium Berlin, präsentiert die besten Poesiebeispiele der vergangenen… Continue Reading „133. Laute Verse“
Die von Wilma Heuken vertonte Lyrik der deutsch-jüdischen Dichterin Mascha Kaléko zieht sich wie ein roter Faden durch die Aufführung. Alltagspoetin, charmant und humorvoll, das schreibende Fräuleinwunder der dreißiger Jahre, deren nie als Lieder konzipierten Gedichte sich in zeitlose musikalische Gesamtkunstwerke verwandeln. Wer Ohren… Continue Reading „126. Three Times A Lady“
Absage Rosa und Beige kommen wieder in Mode? Wie ich Euch hasse mit Hirn und mit Hode! 1969 Aus: Adolf Endler, Der Pudding der Apokalypse. Gedichte 1963 – 1998. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 1999, S. 16. Zuvor in: Adolf Endler, Akte Endler. Gedichte… Continue Reading „125. Meine Anthologie 29: Adolf Endler, Absage“
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