Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die Debatte um ein spätes Gedicht von Günter Grass bringt auch einiges Gute zutage. Soviel Beschäftigung mit Lyrik war nie, sagen wir fast nie. Soviel Debatte um Antisemitismus ist auch selten. Zwar wird nicht unbedingt genaues Hinsehen und Unterscheiden gefördert, dafür Glaubensstärke und Gefühl.… Continue Reading „47. „Broder ist böse zu uns““
Reineckes Rezeptionslyrik führt darüber hinaus zu merkwürdigen Rückkopplungen auf die Deutung von Künstlern, von Einzelwerken oder von Kunststilen, er übernimmt künstlerische Einfälle, Werkformen und Stile vergangener Kunstepochen und untermischt sie seinen Cento-, Cut-up- und Montagetechniken. Dabei gelingen ihm überraschende, weil nicht einzuordnende Konglomerate aus… Continue Reading „46. Beinahe alchemistisch“
Bedeutungsdifferenzierung ist unser Metier, denke ich oft, sogenannte Debatten belehren mich immer wieder eines Schlechteren. Was ist der Unterschied zwischen 1. Tacheles reden 2. Sagen was gesagt werden muß 3. Deutsch reden? Ein anderes Thema, aber ebenso endlos: Über Tacheles reden. Auch in 11… Continue Reading „44. Tacheles reden“
Die Badische Zeitung klärt auf. So einfach wie die Leute, die Grass‘ Gedicht schlecht finden, kann man es sich nicht machen: Grass spricht zwar im Hier-stehe-ich-und-kann-nichts-anders-Modus, doch nicht als lyrisches Ich. Aber das aus tiefster Seele um Ausdruck ringende Subjekt ist eh schon lange… Continue Reading „43. Lyrik und Mainstream“
Am 6. Juni wird zum ersten Mal der Lyrikpreis „Orphil“ vergeben. Das kündigt Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz an. Gestiftet wird der Preis von Ilse Konell, Witwe des 1991 verstorbenen Dichters George Konell, der viele Jahre seines Lebens in Wiesbaden verbrachte. Der Preis ist mit 10.000… Continue Reading „41. Lyrikpreis „Orphil““
»Was es ist wenn es ist, was es scheint und ob es erkennbar ist in diesem Bannkreis ohne befassbare Mechanik aus uns / für uns sprechend sollen wir Gräber oder Tempel graben oder aufrichten, oder einander die Horizontale vorschlagen um der Vernichtung Herr zu… Continue Reading „40. Golems Totems“
Die Welt als Fragment und Collage: Michael Fiedlers „Geometrie und Fertigteile“ – Leipziger Internet Zeitung http://www.l-iz.de Der Leipziger Poetenladen, der schon mit mehreren beherzten Veröffentlichungen dazu beigetragen hat, die Lyrikszene in der Region populärer zu machen, hat jetzt eine eigene Lyrikreihe gestartet mit dem… Continue Reading „38. Eine Facebook-Debatte“
Poesie ist marktfähig! Mit dem großen Lyrikmarkt lädt das poesiefestival berlin ein zum Schmökern und Stöbern, am 9.6.2012 auf dem Gelände vor der Akademie der Künste, Hanseatenweg. Ausgewählte Verlage, Antiquariate und Buchhändler für Lyrik bieten poetische Neuerscheinungen, Fundstücke und Raritäten. Mit dabei sind u.a.… Continue Reading „35. Der große Lyrikmarkt des poesiefestival berlin“
Der mit 5.000 Euro dotierte ver.di-Literaturpreis Berlin-Brandenburg für das Jahr 2011 geht an die Berliner Autorin Saskia Fischer für ihren Lyrikband »Scharmützelwetter«. Die Jury, der die Brandenburger Autorin Ingeborg Arlt, der Berliner Autor Michael Wildenhain sowie die Leiterin des ver.di-Landesbezirks Berlin-Brandenburg Susanne Stumpenhusen angehörten,… Continue Reading „34. Saskia Fischer erhält den ver.di-Literaturpreis 2011“
Die Autorin gehört mit zu den bekanntesten deutschen Lyrikerinnen der Gegenwart. In dem vorliegenden Geschenkband sind die beliebtesten und erfolgreichsten Gedichte der Autorin zusammengestellt. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes als Dank und Anerkennung für eine Lyrik, die Menschen Rückhalt und Zuversicht geschenkt hat, gehört für… Continue Reading „33. Elli Michler“
Der deutsche Lyriker und [Drehbuchautor] Heinz Kahlau ist tot. Er starb am 6. April im Alter von 81 Jahren, wie seine Witwe gestern in Gummlin bestätigte. Er sei an Herzschwäche gestorben. Einen Termin für die Beisetzung gebe es noch nicht. Kahlau soll auf dem… Continue Reading „32. Heinz Kahlau gestorben“
Also geb ich nach und schreib am populärsten Thema weiter: Reich-Ranicki: ekelhaft Biermann: stümperhaft (er nennt das auch „dumpfbackigen Polit-Kitsch“ und „literarische Todsünde“) Hochhuth: anmaßend Westerwelle: absurd (der Außenminister spricht ebenfalls von einer „literarischen Todsünde“) Die Wiener Presse meint: Meinungsmacher mögen angewidert sein von… Continue Reading „31. Adjektive“
… wäre einzigartig in Deutschland, würde Aufgaben von gesamtstaatlichem, nationalem Interesse erfüllen, über die Grenzen unseres Landes hinaus sofort wahrgenommen und begrüßt werden und sich einreihen in den Verbund von Poesiezentren in aller Welt. Es würde unmittelbar als deutliches Zeichen verstanden werden und eine… Continue Reading „28. „Das Deutsche Zentrum für Poesie““
Günter Herburger wurde berühmt als Kinderbuchautor, gehasst als DKP-Mitglied, er schrieb Lyrik, die seine Prosa spiegelt und Romane übers Laufen. Am 6. April wird er 80 … Er schrieb Dogmatisches über Gedichte gegen die „blattvergoldeten Worte“ der Wortsoßendichter und Saisonelegiker und veröffentlichte Lyrik, die… Continue Reading „22. Günter Herburger 80“
von marius hulpe Ich bin ein junger – jung, so wünsche ich, noch etwas länger – Mensch, der manchmal schreibt, und das, was so geschieht, aufnimmt, nicht beobachtet, nur aufnimmt, samt der Fußnoten der Toten, und der auch die Lebendigen schätzt, gerade sie, und… Continue Reading „20. Nichts sagen“
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