Kategorie: Deutsch

Nebenstundenpoesie

Verse des alten Gleim in der Süddeutschen: Man braucht keine Gelehrsamkeit, um an den anakreontischen Liedern noch Freude zu haben. Wie in den reimlosen Kurzzeilen über den Westwind Zefir die vernünftige Leidenschaft des Enthüllens besungen wird, muss uns frischer erscheinen als noch vor 100… Continue Reading „Nebenstundenpoesie“

Gattung Dichterwitwe

Ein ganzes Dossier widmet die Süddeutsche am 15.02.03 der Gattung Dichterwitwe: Caroline Pross über die Frauen Bertolt Brechts , Hilmar Klute über Irmgard Born , Witwe von Nicolas Born, Thomas Steinfeld über Ilse Benn.

sagen die richtigen/ zeitgemäßen

Wo Rimbaud mit Verlaine die blutige „Neckarschlacht“ begann, wo die „Stiftsköpfe“ Kepler, Hegel, Schelling, Hölderlin, Mörike, Vischer, Strauss Mußestunden suchten und fanden, wo heute Abertausende Touristen den genius loci tot trampeln, da wohnt Eva Christina Zeller und macht die Augen auf und dichtet: „Stiftsgarten,… Continue Reading „sagen die richtigen/ zeitgemäßen“

SMS-Lyrik

Der neuen Gattung der SMS-Lyrik stellt sich Detlev Kuhlbrodt in der taz vom 10.2.03

Deutsche Lyrik gegen Blödheit

Der Fotograf und Lyrik-Autodidakt Ralf Schmerberg erläutert in der Berliner Morgenpost (8.2.03) , wie er zu seinem Film Poem kam Sein Film „Poem“ erlebt heute in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz seine Uraufführung. Wiederholung: Sonntag, 16 Uhr, Volksbühne (Tickets sind nur für die Wiederholung erhältlich)

Gedichte zum Sonnabend

Klaus Merz, NZZ 8.2.03 – – – Stéphane Mallarmé , ebd . – – – Friedrich Schiller, FAZ 8.2.03

Orangenkalzit

In der Textgalerie des Freitag vom 7.2.03 stellt Michael Braun ein Gedicht von Ralf Rothmann vor: Das schöne Rätsel dieses Gedichts beginnt schon im ersten Vers, mit einem Wunschbild des Dichters. An wen ist es adressiert? Ist es eine Bitte, die hier vorgetragen wird,… Continue Reading „Orangenkalzit“

Nationalbibliothek?

Kreativ-Schreiber, stille Poeten und – sollte es sie noch geben – Genies will die Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes mit einem Wettbewerb entdecken. Zum sechsten Mal schreibt sie einen Gedichtwettbewerb aus. Es gibt Geld- und Sachpreise in Höhe von insgesamt 6000 Euro zu gewinnen. Zudem… Continue Reading „Nationalbibliothek?“

Mein Armloch

Im titel -magazin bespricht Klaus Hübner, 4.2.03 Rosa von Praunheim: Mein Armloch. Martin Schmitz Verlag. 2002. Broschur. 120 Seiten. € 14,50. ISBN 3-927795-36-4

Nachruf auf Annemarie Schimmel

Ms. Schimmel taught generations of students in a breathtaking style that included lecturing with her eyes closed and reciting long passages of mystical poetry from memory. She spoke Arabic, Farsi, Turkish, Urdu and Punjabi. / NYT 2.2.03 Mehr Nachrufe auf Annemarie Schimmel siehe Ausgabe… Continue Reading „Nachruf auf Annemarie Schimmel“

Gedichte sind Musik

Diether de la Motte: Gedichte sind Musik. Musikalische Analysen von Gedichten in 800 Jahren. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2002. 202 S., Fr. 31.50. Neue Zürcher Zeitung , 1. Februar 2003

Zum Tod von Annemarie Schimmel

Wer die kleine, zarte Gelehrte einmal in ihrer Bonner Wohnung erlebte, umstellt von jenen vielen Büchern, die ihren eigenen Kosmos in die Außenwelt transportierten, war über ihre glühende innere Energie erstaunt. Wer ihren detaillierten Ausführungen über das „schwarze Licht“ lauschte, welches die mittelalterlichen Sufis… Continue Reading „Zum Tod von Annemarie Schimmel“

Museum der halben Weltpoesie

Anläßlich der Neuausgabe seines „Museums der modernen Poesie“ sprach Hans Magnus Enzensberger mit der Märkischen Allgemeinen (29.1.03): Im Nachwort sprechen Sie von „Illusionen und Irrtümern“, denen Sie bei der Erstauflage erlegen gewesen seien. Meinen Sie damit auch Ihren Begriff von der „Weltsprache der modernen… Continue Reading „Museum der halben Weltpoesie“

Farbfleck auf einem Mondrian-Bild

Nico Bleutge bespricht für die SZ, 29.1.03: RICHARD DOVE: Farbfleck auf einem Mondrian-Bild. Gedichte. Edition Thaleia, St. Ingbert 2002. 184 S., 14 Euro

elemente, sonette

Sogar die taz kommt uns heute lyrisch: Konsequenterweise ist so mancher Text auch ein Stück erotischer Lyrik: „wo dies so fruchtet; zungenfertig, uns dran säugend,/ wie leib- uns, nahrhaft fassen im anreichern, -schwellen,/ in eignen saft lauthals geraten uns, frisch erzeugend/ zur neige flößen… Continue Reading „elemente, sonette“