Kategorie: Deutsch

17. Gedichte von Jan Wagner in einem Chemnitzer Lyrikheft

Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt jetzt in Berlin und ist unterwegs in der Welt. Und was er sieht, verwandelt er in Poesie. Zwölf seiner Gedichte vereint das achte Lyrik-Heft aus der Chemnitzer Sonnenberg-Presse. Jan Wagner, formsicher in freien und gebundenen Versen, schaut… Continue Reading „17. Gedichte von Jan Wagner in einem Chemnitzer Lyrikheft“

16. „Na gut, ich bin halt kein Dichter“

Er erhielt den „Stern der Satire“ des Deutschen Kabarettarchivs – eine Auszeichnung, die den „Universal-Dilettanten“, wie er sich selbst bezeichnet, durchaus freut. Denn er hat vieles in seinem Leben versucht, sich in vielem ausprobiert und ist auch immer wieder gescheitert. Allerdings, meint Werner Schneyder,… Continue Reading „16. „Na gut, ich bin halt kein Dichter““

14. Verluste

In äußerst konzentrierter Form widersetzt sich das lyrische Ich darin dem immer häufiger aufkommenden Schmerz des Verlustes von Freunden und Seelenverwandten. Im Fall des 2009 verstorbenen Dichterfreundes Gert F. Jonke heißt es: „ich traf zuletzt ihn in der Strasze, er/ war in Eile, eilte… Continue Reading „14. Verluste“

13. Ruhrgebietspoesie

Krimis, Kinderbücher und Komik: Wenn von Literatur aus dem Ruhrgebiet die Rede ist, geht es selten um Gedichte. Auch das soll sich im Kulturhauptstadt-Jahr ändern. Im Klartextverlag erscheint dazu ein Sammelband mit Ruhrgebietspoesie. Die Zeit ist reif für einen „Stimmenwechsel”: Unter diesem Titel erscheint… Continue Reading „13. Ruhrgebietspoesie“

10. Konkreter Krimi

Mit großem Spaß liest man in „Der Pass des Vergessens“ (Matthias Biskupek) von einem DDR-Dichter, der sich mit „konkreter Lyrik“ durchs zensierende System schummelt und sogar die Genehmigung für eine Westreise bekommt, bei der er mit einem schottischen Kollegen den Pass tauscht. Nicht etwa,… Continue Reading „10. Konkreter Krimi“

6. Kempners Vorsprung

Gewiss zeugen ihre Platitüden, ihre selbstgemachten Gemeinplätzchen zum Tee, ihre Liederkränzchen, zeugt ihr naiv-komisches Pathos von wesentlich höherer Gesinnung als literarischer Qualität, aber: Entwaffnend ehrlich war sie doch. Sogar zu wahrhaftig, als dass sie bewusst Kitsch erzeugt hätte. Und eben dieses entscheidende Quäntchen hat… Continue Reading „6. Kempners Vorsprung“

2. Klebspuren

Ernst Jünger war ein leidenschaftlicher Jäger und Sammler. In seine Manuskripte hat er vielfach Pflanzen und Insekten eingeklebt. Nun droht der Klebstoff die Papiere zu zerstören. Restauratoren im Deutschen Literaturarchiv Marbach suchen nach einer Lösung. / Gunnar von der Geest, NZZ 30.12.

1. Hochstapler

«Hochstapler gab es immer, Menschen, die unter der Vorspiegelung, mehr zu sein, anderes zu sein, als sie tatsächlich waren, vom Schein lebten.» Mit diesem Satz eröffnet Albert Ehrenstein 1925 sein Vorwort zu Thomas Schrameks authentischer Hochstaplergeschichte «Freiherr von Egloffstein». Sie erschien in der Reihe… Continue Reading „1. Hochstapler“

186. Pferde-Lyrik

„Nathan Who?“, fragen die Kritiker, als Nathan Niedlich bei der Verleihung des renommierten Italo-Svevo-Preises die Bühne betritt. „Nie gehört“, sagen kopfschüttelnd auch die geladenen Lektoren und warten auf die literarische Prominenz des Abends. Niedlich, Autor von acht Romanen, Bachmann-Preisträger und Villa-Massimo-Stipendiat, ist solche Demütigungen… Continue Reading „186. Pferde-Lyrik“

185. Poesie zum Ökumenischen Kirchentag

Zum ökumenischen Kirchentag in München 2010 plant der Lyriker und Verleger Anton G. Leitner die Aktion „Ein Tag, ein Gedicht“. Ab dem 1. Januar soll im Internet jeden Tag ein Gedicht veröffentlicht werden. Bis zum Abschluss des Kirchentages Mitte Mai soll so eine Sammlung… Continue Reading „185. Poesie zum Ökumenischen Kirchentag“

184. Gerd Gaiser

Der thematische Schwerpunkt des Jahresbandes aber ist dem Leben und Werk des Reutlinger Schriftstellers Gerd Gaiser gewidmet, der im Jahr 2008 100 Jahre alt geworden wäre. Gaiser zählte zu den profiliertesten deutschen Autoren der frühen Nachkriegszeit, war aber wegen seiner im Nationalsozialismus veröffentlichten Propaganda-Lyrik… Continue Reading „184. Gerd Gaiser“

183. Meine Anthologie: Schuldspruch

Volker Braun Schuldspruch Der siebenbürgische Dichter DU HAST MICH VERFÜHRT Mit meinen ersten Versen, den Sozialismus zu glauben. Hätte er weitergelesen … Kann ich dafür Daß er sitzenbleibt in meiner Schule. Ich habe genug zu tun mit meiner eigenen Dummheit Und kauen wir nicht… Continue Reading „183. Meine Anthologie: Schuldspruch“

179. Kaser elementar

Bereits die ersten literarischen Zeugnisse des zwanzigjährigen Hilfslehrers Kaser geben den melancholischen Grundton der Sammlung vor, sprechen von seinen Ängsten, von seiner inneren Zerrissenheit, die ihn als Mensch und als Künstler sein Leben lang begleiten werden: „Nun bin ich der Fremdling meiner selbst, der… Continue Reading „179. Kaser elementar“

178. Berlin-Ode

Sagen wir es einmal klipp und klar: Berlin hat den großartigsten, vielfältigsten, in jeder Hinsicht attraktivsten Lesebetrieb der Bundesrepublik. Es ist ein alter Topos, dass es hier alles gibt – und von allem auch das Gegenteil: Nobelpreisträger und Debütanten, hoch artistische Höhenkamm-Lyrik und wilde,… Continue Reading „178. Berlin-Ode“

177. „Unangetastet von Verstehen“?

Sehr merkwürdig: Alle Leser, Dichterkollegen und Literaturkritiker, die sich über die Gedichte Friederike Mayröckers geäußert haben, sind begeistert und hingerissen, aber sie sind zugleich zutiefst irritiert. Sie bewundern und lieben ihre Gedichte und bekennen doch zugleich, dass sie sie überhaupt nicht oder allenfalls nur… Continue Reading „177. „Unangetastet von Verstehen“?“