Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Trashpool, genauer betrachtet „]trash[pool – Zeitschrift für Literatur und Kunst“ heißt die Tübinger Antwort auf die verwandten Magazine Edit (Literaturinstitut* Leipzig) und Bellatriste (Hildesheim). Das Heft besticht durch eine ambitionierte Gestaltung mit graphischen Hinguckern. Hinter ihrem surrealistischen Cover präsentiert die aktuelle Ausgabe zahlreiche Texte… Continue Reading „93. ]trash[pool“
Noch einmal wird hier die vergangene Symbolik des sozialistischen Jahrhunderts ausgekostet und die Geliebte als Trösterin und Heizung: „Hab ich dich federnd aufgefangen/ Wie eine Flocke mit dem Mund? Das Licht lag weiß auf deinen Wangen./ So still die Nacht, so weich und rund.“… Continue Reading „91. Seltsam konservativ“
Man kann sich die Begegnung dieser beiden Dichterschamanen als ein lichterlohes Feuerwerk der Synapsen vorstellen: Mit dem im letzten Jahr überraschend verstorbenen Frankfurter Publizisten, Poeten, 68er Aktivisten und Imam Hadayatullah Hübsch und dem Schweizer Ira-Cohen-Übersetzer und Herausgeber unzähliger Underground-Lyrikbände, Florian Vetsch, scheinen tatsächlich zwei… Continue Reading „88. Zwei Dichterschamanen“
In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts sind in Österreich zwei Dichter gestorben, von denen man erwartet und gewünscht hätte, dass sie ihr Werk, das sich in den jeweiligen Konturen allerdings längst erkennen liess, noch um den einen oder anderen Aspekt bereichern. Die Rede ist… Continue Reading „87. Überraschende Textgebilde“
Reinecke setzt die verdienstvolle Arbeit Stefan Sienerths fort, der schon 1983 mit großem persönlichem Risiko in Bukarest den ersten Gedichtband Georg Hoprichs „Gedichte“ herausgebracht hat. Sienerth gelang es trotz schwieriger Umstände ein erstaunlich komplexes Bild des Dichters entstehen zu lassen. Hier knüpft Reinecke an… Continue Reading „84. Hoprichs Methode des literarischen „Risses““
Den Gedichten sieht man den Feinschliff an. Sie machen einem den Einstieg mitunter nicht leicht. Wenn man zu schnell liest, dann holpern die Verse, dann ist da kein Ton und kein Rhythmus, bis man etwas auffängt – ein Bild, eine Formulierung – an dem… Continue Reading „83. Fasernackte Verse“
In einem offenen Brief an das Schweizer Festival „usinesonore“ hat der Komponist Mathias Spahlinger begründet, warum er auf das Honorar für seine Auftragskomposition „off“ (1993/2011) verzichtet, die im März im Rahmen des Festivals uraufgeführt wird. / neue musikzeitung (Mehr zum Thema unter dem Tag… Continue Reading „80. Kulturförderung“
Nur wenige Lyrikdebüts erscheinen im Jahr, und ich verwalte sie.* Hugh! Voilà, Originalmeldung literaturwerkstatt: Die wichtigsten Lyrikdebüts 2011 Donnerstag, 23. Februar 2012 20:00 bis 23:00 Mit Andrea Grill (Wien), Alexander Gumz (Berlin), Dana Ranga (Bukarest), Asmus Trautsch (Kiel) Kurator und Moderator: Christian Döring (Lektor,… Continue Reading „79. Kult der kleinen Zahl“
Zum Schluss sei noch auf die erste Ausgabe der neuen europäischen Poesiezeitschrift „Limen“ verwiesen, die wohl hoffnungsvollste Zeitschriften-Neugründung dieser Tage. Das erste Heft versammelt jeweils zweisprachig Gedichte und poetologische Notizen von Dichtern aus Deutschland, Frankreich und Italien. „sist zappenduster in diesem gedicht, welche sprache es… Continue Reading „78. Europäische Poesiezeitschrift“
Gleichzeitig berief sich die literarische Emigration auf den Dichter, der in der Zeit des Nationalsozialismus beispielhaft ein anderes Deutschland repräsentieren konnte. Auch der jüdische Literaturwissenschafter Jonas Fränkel positionierte sich auf dieser Seite, als er in Emil Oprechts Verlag sein Buch «Gottfried Kellers politische Sendung»… Continue Reading „77. Hebräische Bosheit“
Keller liess sein Testament im Januar 1890 notariell beglaubigen. Ein halbes Jahr später starb er. Die Überraschung bei der Testamentseröffnung war perfekt. Der Dichter hatte den Grossteil seines Vermögens und alle «aus dem Verlagsrechte meiner litterarischen Werke herfliessenden Einkünfte» dem Hochschulfonds des Kantons Zürich… Continue Reading „76. Streit um Keller“
Mag sein, dass die intensive Beschäftigung mit Musik, die ja nur sehr eingeschränkt über eine Semantik verfügt, Rühms Literaturauffassung geprägt hat, und es versteht sich, dass er auch auf dem Gebiet eine Vorliebe hat für konstruktivistische Tendenzen. Sein Lehrer war Josef Matthias Hauer, der… Continue Reading „75. Potenzial rationalen Denkens“
Eine wesentlich konturiertere Ästhetik der Dissidenz finden wir in der vierten Ausgabe des Literaturheftes „randnummer“. Hier kann man kleine Meisterstücke entdecken, etwa die „bildgebenden verfahren“ des Dichters Nicolai Kobus, eine kleine, artistisch gefügte Kollektion von Gemäldegedichten. Der verstörendste Text des Heftes ist freilich eine… Continue Reading „74. Ästhetik der Dissidenz“
Schon mit 14 Jahren beteiligte er sich an Demonstrationen, später wurde er zum Revolutionär. Sein Temperament färbte auch auf seine Gedichte ab. Eine neue Sprache zu schaffen – das war sein unbescheidenes Ziel. / mehr
Neueste Kommentare