Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Einzinger ist ein Heimatdichter, wenn auch in einem etwas anderen Sinn als der Stelzhamer Franzl. Die Dinge in seinen Gedichten kennen wir, befremdlich werden sie erst durch die lyrischen Arrangements. Das wirkt irritierend, stört eingefahrene Sichtweisen und wirkt bisweilen auch urkomisch. Lachen ist bei… Continue Reading „67. Heimatdichter in anderem Sinn“
Zwei schmale Bändchen Lyrik liegen nur mehr vor, geschrieben in Deutsch und tödlich erstaunt über das Deutschwort. In vertrackter Sprache und angereichert mit Wortneuschöpfungen in willkürliche Form gebrachte Kürzestprosa nur scheinbar. Denn schon vor dem zweiten Hinsehen erkennbar die Genauigkeit der Gefühle und eine Seelentiefe, wie… Continue Reading „65. Deutschwort“
Mit seiner immoralistisch-zeitkritischen Mixtur aus Frank Wedekind und Rammstein besitzt der Dichter Florian Voß innerhalb der heutigen Lyrik fast schon so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Blickt man mal genau auf seine bisherigen lyrischen Publikationen „Das Rauschen am Ende des Farbfilms“, „Schattenbildwerfer“ und jetzt „Datenschatten… Continue Reading „63. Immoralistisch-zeitkritisch“
Helwig Brunner und Stefan Schmitzer lesen aus und sprechen zu »gemacht | gedicht | gefunden. über lyrik streiten« (literaturverlag droschl). In diesem Buch »geht es darum, die Praxis des Schreibens und Lesens mit dem Gespräch über die Praxis in eine Beziehung zu setzen. Verhandelt… Continue Reading „62. Über Lyrik streiten“
Axel Kutsch RHEINLAND ERWACHE Pappnasiges Sauf gesülze Möhnengekläff Rülpsendes Brauchtum Jetzthaunwir Joviale Politikervisagen Jetzthaunwir Jetzthaunwiraber Kalender exzeß Kotzender Frohsinn AufdiePaukediePauke Schnapskadaver Ent hemmte Bürovorsteher Augen aufschlag Schlag auf die Augen Blaulichtorgien Schamlippennacht Bismorgenfrüh Bums
Der internationale Lyrikpreis Argana wurde am Sonntag im marokkanischen Casablanca an die amerikanische Lyrikerin Marilyn Hacker vergeben. Der vom Bayt Achiîr (Haus der Poesie) vergebene Preis wurde ihr in Anwesenheit der Minister für Kultur und für Bildung und Wissenschaft und „einer Elite von Intellektuellen und marokkanischen… Continue Reading „59. Marokkanischer Preis für Marilyn Hacker“
Der in Düren geborenen und heute in Berlin lebenden Schriftsteller Michael Lentz wird den mit 20 000 Euro dotierte Walter Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen 2012 erhalten. Dies gab Dr. Jürgen Egyptien, Vorsitzender der Walter-Hasenclever-Gesellschaft, heute bekannt. Die Verleihung des Walter Hasenclever-Literaturpreises findet am 4.… Continue Reading „58. Walter Hasenclever-Literaturpreis für Michael Lentz“
Der Lyriker, Aktionskünstler und Mitbegründer der Schule für Dichtung in Wien Christian Ide Hintze ist 58-jährig verstorben Wien – In der Rubrik „Einflüsse“ führt Christian Ide Hintze auf seiner Homepage www.ide7fold.net unter anderem die Gedichte Sapphos, die „Seherbriefe“ Rimbauds, Sprechakttheorien von John Searle, die Songs von Dylan,… Continue Reading „57. Christian Ide Hintze verstorben“
Es gibt für mich keine Zitate, sondern die wenigen Stellen in der Literatur, die mich immer aufgeregt haben, die sind für mich das Leben. Und es sind keine Sätze, die ich zitiere, weil sie mir so sehr gefallen haben, weil sie schön sind oder… Continue Reading „56. Zitate“
Nun ja, sagt Claes Oldenburg, das sei ja nun etwas heftig zu sagen, die Kunst sei wie etwas, das im Maul eines Hundes steckt, der vom Dach eines fünfgeschossigen Hauses fällt. Zumindest sei es nicht gerade nett dem Hund gegenüber. Aber man müsse doch… Continue Reading „54. Eher ein Gedicht“
Geld, Geld, Geld, Geld, Geld! Wenn das so weiter geht, werde ich als Gegenreaktion bald über das Versmaß experimenteller Lyrik schreiben. Nach Jahrzehnten des verschwiegenen Umgangs mit Einkommen und Honoraren, in denen es in Wien leichter war, Auskünfte über das Sexualleben eines Bekannten zu… Continue Reading „53. Geld, Geld, Geld, Geld, Geld!“
Dabei langweilen mich Gedichte meistens, ich lese fast keine mehr, hier und da erinnre ich mich an eine früh gehörte Zeile, an einen Ausdruck, und wenn mir etwas sehr gefällt, wenn ich meine, es müsse „gerettet“ werden, dann verwende oder variiere ich einen Ausdruck,… Continue Reading „52. Arbeitsverhältnis“
Der kleine Dichter kratzt sich am Kopf. Stadt schön machen? Viele Rezepte, keines ernst zu nehmen, und alle irgendwie bescheuert. Da sitze ich also, im Englischen Garten, trinke, weil durstig, endlich ein Spaten, spiele Schafkopf mit speckigen Karten, betrachte, wie Kinder Drachen, wendige, starten,… Continue Reading „51. Basst scho“
Das Gedicht «Vom armen B. B.», am Ende der ebenso berühmten «Hauspostille», wird seit je als lyrische Autobiografie gehandelt. Noch zu Brechts 50. Todestag wurde es auf BBC verlesen, um einem weltweiten Publikum nahezubringen, wer Bertolt Brecht war. Näher besehen, ist es eine einzige… Continue Reading „50. Vom armen B. B.“
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