Kategorie: Deutsch

65. Hermann Hesse

Ja, Lyriker, denn obwohl ihn seine Romane berühmt gemacht haben bis zum Nobelpreis, haben Hesse selbst seine Gedichte immer näher gestanden. Etwa 1400 hat er geschrieben und damit auch so etwas wie ein poetisches Tagebuch hinterlassen. / Deutschland today

64. Wilhelm Busch

Ein großer Maler wollte Wilhelm Busch (1832 – 1908) werden, doch weltberühmt haben ihn die Bildergeschichten von „Max und Moritz“ oder „Die fromme Helene“ gemacht. Später schrieb er auch Prosa und Gedichte, die ihn als Meister der Sprache ausweisen: Wie viele Künstler schaffen es… Continue Reading „64. Wilhelm Busch“

60. Gebrumme und Pfeifen und Zwischentöne

Offenbar inspiriert von den vier „o“ des Wortes Honigprotokolle schmückt Ulrich Rüdenauer seine Rezension mit einer beeindruckenden Vier-V-Treppe, die fast perfekt wär, wäre da nicht ihre Superlativitis. Gern schlüge ich vor, Superlative mal zur Probe für  zwei Jahre aus Rezensionen zu verbannen oder sie… Continue Reading „60. Gebrumme und Pfeifen und Zwischentöne“

58. Salat

Calwer Hermann-Hesse-Übersetzerpreis 2012Der Klang der Sprache Die amerikanische Übersetzerin Susan Bernofsky hat Hermann Hesses Erzählung Siddhartha ins Englische übersetzt. Außerdem hat sie unter anderem Paul Celan und Robert Walser ins Deutsche übertragen. Ihre Übersetzungen folgten der Musikalität der Ausgangstexte, heißt es in der Begründung… Continue Reading „58. Salat“

55. Feuilleton

Seeßlen formuliert es so: “Es sind immer weniger Menschen, die gegenüber einer immer größeren ästhetischen und diskursiven Produktion entscheiden, was verhandelbar ist und was nicht. Und diese wenigen Menschen achten viel weniger darauf, was in der Welt los ist, als darauf, was die Konkurrenz… Continue Reading „55. Feuilleton“

54. Konrad-Bayer-Dossier

Nie zuvor hat das „Schreibheft“ so viel Sorgfalt und Mühe auf die bio­grafische Erschlie­ßung eines Schrift­steller­lebens verwendet. Frühere Hefte konzen­trierten sich auf kühle literatur­theoretische Exegesen und streng philo­logische An­nähe­rungen. Das Konrad-Bayer-Dossier trägt nun in seiner Collage persön­licher Dokumente, Erin­nerungen und Bild­zeug­nisse fast hagio­grafische Züge.… Continue Reading „54. Konrad-Bayer-Dossier“

53. Chinesische Flöte

(…) 1907, erschien im Insel Verlag Hans Bethges Buch »Die chinesische Flöte« mit Nachdichtungen chinesischer Lyrik. Sowohl Walter Braunfels‘ »Drei chinesische Gesänge« als auch Egon Wellesz‘ »Lieder aus der Fremde« schöpfen aus Bethges Nachdichtungen. Neben diesen beiden Liederzyklen trägt die chinesische Sopranistin Fan LinLin… Continue Reading „53. Chinesische Flöte“

52. Königslyrik

Der Riedenburger Komponist Franz Hummel hat aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Kelheimer Befreiungshalle eine Kantate geschrieben. Das Werk erlebt am 26. Januar nächsten Jahres in Kelheim seine Uraufführung. Die etwa halbstündige Kantate für Bariton und Blechbläser beruht auf Gedichten von König Ludwig I.,… Continue Reading „52. Königslyrik“

50. „Die eigene Rede des anderen …“

Unter der Leitfrage „Gibt es ein Gedicht, das einen so über die Maßen mitgenommen hat, dass man es im Kopf immer bei sich trägt, das einen nicht in Ruhe lässt?“ haben Jürgen Krätzer und Kerstin Preiwuß in „Dichter über Dichter“ eine „Privatgalerie poetologischer (Selbst)Auskünfte“… Continue Reading „50. „Die eigene Rede des anderen …““

49. Norbert Langes Kunstkammer

Kunstkammern, wie sie in der Renaissance entstanden, waren Universalsammlungen, die nicht nur Artefakte präsentierten, sondern auch Alltagsobjekte und exotische Materialien. Die „Kunstkammer“ des Dichters Norbert Lange folgt einem ähnlichen Konzept. Sie versammelt in drei Abteilungen nicht nur Gedichttypen, Schreibweisen und Tonarten, sondern sucht in… Continue Reading „49. Norbert Langes Kunstkammer“

48. „mein therapeut heißt sprache“

Als Gewährsmann wählt Preiwuß Stéphane Mallarmé, der mit seiner ‚poésie pure‘ dem Realismus entkommen wollte, da er ihn für unzulänglich hielt, menschliches Sein zu ergründen. Preiwuß zitiert eingangs Mallarmés Diagnose des ’nicht zu verleugnenden Strebens meiner Zeit‘, nämlich ‚den doppelten Status der Rede auseinanderzuhalten,… Continue Reading „48. „mein therapeut heißt sprache““

46. Lyrik zum Sekt

Im Soda-Club lesen Berliner Autoren Lyrik zum Sekt, meldet die Berliner Morgenpost. Mehr nur für Abonnenten.

45. Lyrische Protokolle

Mittlerweile hat der unermüdliche Herausgeber Helmuth A. Niederle einen weiteren Band mit Gedichten Davids ediert: „spurenelemente“. Wie viele Texte in Davids Gesamtwerk umschreiben und umkreisen diese 24 Gedichte eine Wahrnehmung der Welt, die aus kontemplativer Ruhe und klarer Beobachtung des Bewusstseins gespeist wird. Vier… Continue Reading „45. Lyrische Protokolle“

44. Sprachlabor

Da sitzt ein sehr ernsthafter Mensch, denkt man sich, einer der sich sicherlich jede Zeile, die er schreibt, genau überlegt. Und als er ankündigt, 430 Gedichte lesen zu wollen, in einer Stunde, mit einer Pause dazwischen wegen der Kirchenglocken, die in Pöcking jeden Abend läuten, geht… Continue Reading „44. Sprachlabor“

43. Wie man

… selbst einen Text über Rolf Dieter Brinkmann mit einem Reich-Ranicki*-Zitat beginnen kann? Lesen Sie in der „Welt“ (allmählich die meistzitierte Zeitung hier, eh?)! Marcel Reich-Ranicki hat einmal über ihn gesagt: „Von Anfang an ging er rücksichtslos aufs Ganze.“ Gemeint ist der deutsche Schriftsteller… Continue Reading „43. Wie man“