Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wer kennt nicht den irrlichternden, mondsüchtigen Pierrot mit dem maskenhaft weißen Gesicht? Der belgische Dichter Albert Giraud ließ sich zu Poesien rund um diese entrückte Clownsfigur der Commedia dell’arte inspirieren – und verlieh der Figur eine gewisse Dosis Dekadenz. Die Übersetzung ins Deutsche besorgte… Continue Reading „107. Albert Giraud“
Der bekannte Dürener Schriftsteller Dieter Kühn wird in diesem Jahr 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass planen Henner Schmidt und Oliver Mark als Veranstalter der Konzertreihe Planet Jazz eine Wort-Musik-Kollage, in der Gedichte von Dieter Kühn mit Jazzmusik verbunden werden. 1982 veröffentlichte Kühn einen… Continue Reading „105. Dieter Kühn“
Wie ich erst jetzt erfahre, starb der Schriftsteller und Sprachwissenschaftler Chris Bezzel am 3. Februar in Hannover. Hans Thill nimmt ein Gedicht in eine Bezzel gewidmete Stele im Poetenladen: Chris Bezzel (Wetzhausen 1937 – Hannover 2015) das ist das letzte wort der philosophie: fick… Continue Reading „103. Chris Bezzel (1937-2015)“
Ein Zwischenruf nach 200 Jahren von Raoul Schrott: „Von den Ausländern hat man bestenfalls einen Pound hinter einer Vitrine im Wohnzimmer; die Weinflecken darauf aber rühren meist vom Vorbesitzer her. Sprachen, selbst noch lebende europäische, sind kein Thema: Französisch, Italienisch, Spanisch kennt man vom… Continue Reading „101. Epoche der Weltliteratur?“
In der Siebenbürgischen Zeitung ein Gedicht der jungen Maja Kaiser, die 1945 als 17-Jährige aus Siebenbürgen in die Sowjetunion deportiert wurde und bereits 1947 starb. Sie hatte nicht viel Zeit, sich zu entwickeln. Das Gedicht steht in dem von Ange Stracke herausgegebenen Band „Aus dem Nachlass eines Kindes.… Continue Reading „99. Nachlaß eines Kindes“
Dichter: Man sitzt nicht da und denkt: Schreibe ich nun über Prosa oder Lyrik?“, sagt er. Es sei eine nicht erklärende Unbedingtheit, die einem dazu verleite, Gedichte zu schreiben. „Das ist im Grunde unerklärbar.“ Sender: Während der Wehrdienstzeit bei der nationalen Volksarmee schrieb der… Continue Reading „98. Gespräch“
Jayne-Ann Igel auf Signaturen über das Gedicht Variationen zum grünen zet von Róža Domašcyna, Auszug: In Róža Domašcynas Gedicht verhält sich die Geschichte antizyklisch – während sich Ende 1989 die Grenzen des Landes öffnen, zeitigt diese Öffnung im Innern eine neue Art von Ein-, Aus- und Abgrenzungen.… Continue Reading „96. Róža Domašcyna“
Bücher und Rezensionen, die man nicht verpassen sollte: Kürzlich starb der hochverehrte slowenische Dichter Tomaž Šalamun. Eine wunderbare Hommage an den Dichter gibt es von M. Rinck und N. Broemmer, rezensiert von Meinolf Reul. Eine alte Rezension zu seinem Buch „4 Fragen der Melancholie“ findet sich im Archiv… Continue Reading „95. Neu bei lyrikkritik“
(…) Im fränkischen Zirndorf wurden die zerkleinerten Seiten aus zigtausenden Schnipselsäcken wieder zusammengesetzt. Millionen aus dem Kulturetat wurden dafür aufgewendet. Forscher des Frauenhofer-Instituts haben den »i-Puzzler« entwickelt, mit dem eine neue Epoche digitaler Rekonstruktion anbrechen könnte. Keinem scheint dabei in den Sinn gekommen zu… Continue Reading „94. Stasiakten und Dichter“
LESUNG & GESPRÄCH Literaturwerkstatt Berlin Mi 25.02.2015 – 19:00 Uhr Für die Literaturwerkstatt Berlin wählte die Literaturkritikerin und Alfred-Kerr-Preisträgerin Insa Wilke die für sie besten Lyrikdebüts das Jahres 2014 aus. An diesem Abend stellt sie die Texte und ihre Autoren vor: Sina Kleins (*1983… Continue Reading „93. Die besten Lyrikdebüts 2014“
Ausschreibung Feldkircher Lyrikpreis 2015 Einsendeschluss bis 10. April 2015 Der Feldkircher Lyrikpreis wird im Jahr 2015 wiederum zu einem Thema ausgeschrieben. Dieses wird vom letztjährigen Preisträger Axel Görlach gestellt. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Autorinnen und Autoren, die sich in ihrer Lyrik mit diesem… Continue Reading „91. Feldkircher Lyrikpreis“
… hier kommt wirklich einmal zusammen, was zusammengehört. Insofern braucht man sich – wie im zitierten Fall – nicht zu wundern, wenn ein Sympathisant solcherart Textarbeit, der aus Güstrow stammende Dichter Bertram Reinecke, in seinem »Grußwort« zu diesem Band bemerkt: »Man könnte einwenden, es handele sich hier nicht… Continue Reading „87. Vermintes Feld“
Am Anfang steht das A. Und am Ende das O. Zumindest im griechischen Alphabet. Und in dem Gedicht von Konrad Bayer, das lediglich aus „a“s und gelegentlich eingestreuten „o“s besteht. Lautmalerisch steht das Ensemble in Herbert Fritschs neuestem und möglicherweise letztem Streich an der… Continue Reading „86. Die „das Abendland untergehn lassen“ wollten“
ja oder nein, zustimmen oder ablehnen, leben oder geldmachen – du, eingepfercht zwischen lauter Gegensätzen Hansjürgen Bulkowski
Die Autorin beobachtet, im Zug sitzend (wo im übrigen etliche der Passagen des Bändchens entstanden sind), wie jedes passive sich bewegen lassen auch den Körper und das Körperinnere in Bewegungen versetzt, sie initiiert, etwa bei einer Neigung des Zuges in der Kurve. Und aus… Continue Reading „83. Sitzen“
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