Giovanni Santi malt eine Fliege

Gerd Sonntag

GIOVANNI SANTI MALT EINE FLIEGE

Siehe, ein Paar entfaltete Hände:
Giovanni wischt sie von der Wange
und malt den Erlöser, von zwei Engeln gestützt;
er sitzt auf seinem Sarg und zeigt die Wunden,

doch wichtig ist die Fliege auf der Brust.
Sie malt er zuletzt, und rasch,
kaum kann dem Tändelflug das Auge folgen,
zu Bader, Schinder und von Robespierres

zum abgetrennten Schweinekopf.
Ob auf dem weißen Elefanten oder dir,
Fliegen kennen keine Auren.
Jede Entität ist eine Sitzgelegenheit.

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