53. Geistersprache

Wozu gibt es Gedichte, diese „aparten Ausnahmen“ von der allgemeinen Sprachverwendung, und was verbindet selbst noch ein Gedicht der Gegenwart mit den Ursprüngen dessen, was seit dem 18. Jahrhundert Lyrik heißt? Es ist eine relativ schlichte Frage, die Heinz Schlaffer, emeritierter Literaturprofessor und für seine brillant nüchterne Diktion bekannter Publizist, an den Anfang seiner Untersuchung stellt. …

Dreh- und Angelpunkt seiner Untersuchung ist die These, dass der ursprüngliche Zweck der Lyrik zwar verschwunden ist, das moderne Gedicht aber noch immer „vom Erbe archaischer Funktionen“ zehrt. Ob ägyptische und indische Gebete, hebräische Psalmen, frühgriechische Hymnen und Oden, althochdeutsche Zaubersprüche: die ältesten überlieferten Gedichte bezeugen, dass die komplizierte Form des Sprechens, die wir Lyrik nennen, vor allem einen Zweck hatte, nämlich den, mit den Göttern in Kontakt zu treten.

Auch wenn heute kein Mensch mehr daran glaubt, dass die Poesie die „Muttersprache der Götter“ ist, der man durch geschickte Handhabung nahekommen kann, lebt im Enthusiasmus lyrischen Sprechens etwas vom Wunsch fort, es möge eine Sprache jenseits menschlicher Logik geben. / Meike Feßmann, Tagesspiegel

Heinz Schlaffer: Geistersprache. Zweck und Mittel der Lyrik. Hanser Verlag, München 2012. 208 Seiten, 18,90 €.

Mehr: Jörg Magenau, DLR

21 Comments on “53. Geistersprache

  1. leider fehlt mir im moment die zeit, ihre (plural) vielen anfragen zu beantworten. ich verweise auf meinen letzten kommentar und tue was ich eher hätte tun sollen. hier spricht keiner mehr, nur ich: versprochen.

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  2. Gelernt hab ich, was hab ich gelernt
    Was nicht paßt wird entfernt
    Was entfernt wird paßt
    Ich bitte mich zu entfernen

    auflösung später – ich hab noch zu tun!

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    • hallo herr zensur-behörde!!! ich bitte dann im gegenzug um löschung der ANFÄNGLICHEN beleidigung, die meinen allerersten -antilyrischen- kommentar als „Bandwurmgedicht“ abserviert, oder um rehabilitation meines von dir gelöschten spiegelkommentars, in dem ich auf DEMSELBEN (lediglich entsublimierten!!!!) nichtniveau zurückschlug, um deutlich zu machen, mit welchem unhöflichen, arroganten, selbstherrlichen unterton dieser pimpf sich erdreistet, einen kommentar in gedichtform (für eine lyrik-zeitung! siehe dazu meine vision: „die woche der lyrischen kommentare“) -noch dazu ungefragt- mit seiner vulgären meinung abzuqualifizieren!!!! die löschung MEINES gegenschlags ist ein verdrehen der juristischen situation: daß ICH hier der gedemütigte war und mal wieder dafür bezahlen soll, daß es so unsensible idioten wie den dükotz gibt, der einfach draufhauen darf, ohne daß man seine tarnkappe abreissen darf??? was für ein billiges spiel, was sich hier jetzt schon viel zu oft wiederholt hat! selbst ein armer konstant-inn kapiert die lage nicht und verdreht den sachverhalt. seid ihr alle meschugge????

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      • tom de toys,

        zum bandwurm: das gedicht ist lang und schmal, man muss fuer wenige worte pro zeile sehr viel scrollen: ich hatte mir vorgestellt, wie das aussehen wuerde in einem gedichtband, da lag die assoziation nahe. auch, weil ich das gedicht textlich ermuerbend fand. im nachhinein sehe ich schon ein, dass ich das haette ruhig ausfuehrlicher sagen koennen, auch nicht so ein negativ besetztes wort waehlen koennen, auch wenn es all das beinhaltete, was mich wesentlich am text (am TEXT!, nie an dir) stoerte, neben anderem. ich fand den text also ein unangenehmes leseerlebnis, insgesamt unaesthetisch. und da komme ich auch gleich
        zum „sollte lyrik für dich tatsächlich therapie sein, hab ich eh nichts mehr dazu zu sagen“: das sollte nur sagen, dass ich deine erwartungshaltung akzeptiere, sie aber nicht meiner entspricht, und da dies so ist („ich persönlich erwarte NICHT MEHR von poesie als diesen magischen effekt aufs “ganzheitliche gemüt”…“), mir aber die aesthetik wohl stets im fokus liegt, wie schlecht oder mittelpraechtig oder gut ich mich auch auskennen mag, war eine weitere auseinandersetzung, oder: konfrontation, unnoetig. konnten wir doch nur aneinander vorbeireden.

        haettest du nicht angefangen, mich anzugreifen, dich einfach schnell wieder beruhigen koennen, ohne gleich zurueckzuschlagen (wie bloed auch immer ich mich verhalten haben mag aus deiner sicht, so zeigt es, wie bald dein widerspruch unter all den aeuszerungen meine person betreffend untergehen musste – unter diesem gesichtspunkt hast du deiner sichtweise keinen gefallen getan, wie gerechtfertigt all der aerger auch sein mag), waere das doch sofort vergessen, man haette sich schlicht heinz schlaffers buch und allen verwandten themen angenommen, themen, die dir, wenn ich dich richtig verstanden habe, ja eigentlich am herzen lagen.
        wenn ich tatsaechlich nur ein wichtigtuer bin, der ganz arrogant seine show abziehen will, waere ein ignorieren meiner saetzchens doch die hoechststrafe gewesen, oder?

        alles beste,

        richard.

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    • MEIN ARGUMENT ZUR LÖSCHUNG DER ANFÄNGLICHEN DURAJ-BELEIDIGUNG: ER BEHAUPTET VON SICH:
      >>sollte lyrik für dich tatsächlich therapie sein, hab ich eh nichts mehr dazu zu sagen.<>DIENT DAS DISSOZIA-TIEFE nur als notwendige technik, um überhaupt in das leere der leere vorzustoßen? ganz abgesehen von der schier unlösbaren urfrage, ob es sich hierbei um „literatur“ handeln darf oder lediglich um eine aufgeschriebene selbsterfahrung (esoterik par excellence!).<>diese Hoffnung auf Wahrheit könnte sich im Verlaufe der Geschichte als absurde Selbstlüge erweisen, so daß sich der ganze literarische Entwurf einmal mehr als idiotischer Köder in einem leeren See verrät und mich, den vermeintlichen ‘Autor’, als Scharlatan bloßstellt. (…) Helden, Gewinner, Doppelgänger, Gott, das Ich und der Sinn des Lebens, all das sind pathetische Attribute der Schriftstellerei, die das imaginäre Selbst umkreisen, bevor es implodiert. Was sich jenseits der Literatur auf der anderen Seite des implodierten Dichters befindet, gilt es für mich jetzt zu erkunden. (…) Diese fahrlässige Gleichsetzung des gesamten SELBST (…) mit der “Dichter”-Teilpersönlichkeit -oder positiv ausgedrückt: die Überhöhung des lyrischen Ichs zum kosmischen Kronzeugen des Ontischen- hat in einem bestimmten Entwicklungsstadium von somatoformen Symptomen schlichtweg ausgedient. (…) Übrig bleibt dann ein durch und durch selbstzweifelnder Vergifteter im Sinne Artauds Gesellschaftskritik, der keinem einzigen selbstgedachten Wort mehr trauen mag, solange die psychische HERKUNFT DER WÖRTER ungeklärt scheint.<<
      ZITIERT NACH: "Schreibtherapie: MONSTER ZÄHMEN STATT MYSTIK ZU ZEL(L)EBRIEREN" (4.11.2010)
      https://lyrikzeitung.com/2010/11/04/14-schreibtherapie-monster-zahmen-statt-mystik-zu-zellebrieren/

      DIE FRAGE NACH DER ZEITGEMÄSSEN BEDEUTUNG DES DICHTENS ALS URPOETISCHES SPRECHEN MIT DEN GEISTERN WAR DAMIT LÄNGST ERÖFFNET, UND IN GEWISSER WEISE SOGAR WESENTLICH SELBSTKRITISCHER (WEIL AUF DIE FRAGE NACH EINER URPOETISCHEN DEFINITION DES BEGRIFFS "LITERATUR" GHEMÜNZT) ALS DAS PROFESSORALE BUCH DARÜBER SALOPP ALS HISTORISCHE FAKTIZITÄT PROKLAMIERT!

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    • sorry, aus technischen gründen muß ich meinen letzten beitrag wiederholen (ich bitte den verwirrenden, redundanten erstversuch zu löschen!), da die mathematischen größer/kleiner-anführungszeichen textteile VERSCHLUCKT haben – hier mit korrekten „gänsefüßchen“ der VOLLSTÄNDIGE text:

      MEIN ARGUMENT ZUR LÖSCHUNG DER ANFÄNGLICHEN DURAJ-BELEIDIGUNG: ER BEHAUPTET VON SICH:
      „sollte lyrik für dich tatsächlich therapie sein, hab ich eh nichts mehr dazu zu sagen.“ (17. April 2012 @ 09:12)

      …UND HAT DIE BANDWURMBELEIDIGUNG ABER TROTZEM VERFASST, OBWOHL DER THERAPEUTISCHE NUTZWERT VON LYRIK VON MIR BEREITS SEIT DEM VIERTEN NOVEMBER 2010 ZUR DEBATTE GESTELLT WURDE – ZUM EINEN VON MIR SELBST MIT BEJAHEND BEANTWORTET, ZUM ANDEREN VON MIR SELBST IM WEITEREN VERLAUF KRITISIERT: INWIEFERN ESOTERISCHE TEXTE (DURCH „SELBSTERFAHRUNG“ GEWONNENE GEISTERSPRACHE!) SCHON „LITERATUR“ SIND BZW. WAS (UR)LITERATUR BITTESCHÖN SONST SEIN SOLLTE ALS DURCH TRANCE-ARTIGE DISSOZIATION DESTILLIERTE BEGRIFFLICHKEITEN, DIE SICH ZUR NORMALEN LOGIK OFT QUER BEWEGEN… HIER DIE RELEVANTEN AUSZÜGE AUS DEN BEIDEN HAUPTTICKERN, DIE ANSCHEINEND GAR NICHT IN IHRER BEDEUTUNG BZGL DER JETZT ERST AUF DEM TISCH GELANDETEN „GEISTER“-EBENE GELESEN WURDEN (WEIL DA ERST EIN EMERITIERTER PROFESSOR DAHERKOMMEN MUSS, DAMIT DAS THEMA ERNST GENOMMEN WIRD? DERE LYRIKER SELBST DARF SICH NICHT METAPOETOLOGISCH ÜBER SEINE EIGENEN METHODEN ÄUSSERN?? WAS FÜR EINE PERVERSION UND VERGEUDETE CHANCE – BESONDERS FÜR EINE „LYRIKZEITUNG“!!!):

      „DIENT DAS DISSOZIA-TIEFE nur als notwendige technik, um überhaupt in das leere der leere vorzustoßen? ganz abgesehen von der schier unlösbaren urfrage, ob es sich hierbei um „literatur“ handeln darf oder lediglich um eine aufgeschriebene selbsterfahrung (esoterik par excellence!).“
      ZITIERT NACH: „01.Transklinischer Ticker / Posttraumatische Schreibtherapie: LÄSST SICH DIE MYSTISCHE OZEANIK OHNE NEUROTISCHE STÖRQUELLE AUTOMATISCH ALS „POESIEFREIE PERMAEKSTASE“ PSYCHOSOMATISCH VERKRAFTEN & VERANKERN?“ (16.2.2011)
      https://lyrikzeitung.com/2011/02/16/76-01-transklinischer-ticker-posttraumatische-schreibtherapie-lasst-sich-die-mystische-ozeanik-ohne-neurotische-storquelle-automatisch-als-%E2%80%9Epoesiefreie-permaekstase%E2%80%9C-psychosomatisc/

      „diese Hoffnung auf Wahrheit könnte sich im Verlaufe der Geschichte als absurde Selbstlüge erweisen, so daß sich der ganze literarische Entwurf einmal mehr als idiotischer Köder in einem leeren See verrät und mich, den vermeintlichen ‘Autor’, als Scharlatan bloßstellt. (…) Helden, Gewinner, Doppelgänger, Gott, das Ich und der Sinn des Lebens, all das sind pathetische Attribute der Schriftstellerei, die das imaginäre Selbst umkreisen, bevor es implodiert. Was sich jenseits der Literatur auf der anderen Seite des implodierten Dichters befindet, gilt es für mich jetzt zu erkunden. (…) Diese fahrlässige Gleichsetzung des gesamten SELBST (…) mit der “Dichter”-Teilpersönlichkeit -oder positiv ausgedrückt: die Überhöhung des lyrischen Ichs zum kosmischen Kronzeugen des Ontischen- hat in einem bestimmten Entwicklungsstadium von somatoformen Symptomen schlichtweg ausgedient. (…) Übrig bleibt dann ein durch und durch selbstzweifelnder Vergifteter im Sinne Artauds Gesellschaftskritik, der keinem einzigen selbstgedachten Wort mehr trauen mag, solange die psychische HERKUNFT DER WÖRTER ungeklärt scheint.“
      ZITIERT NACH: „Schreibtherapie: MONSTER ZÄHMEN STATT MYSTIK ZU ZEL(L)EBRIEREN“ (4.11.2010)
      https://lyrikzeitung.com/2010/11/04/14-schreibtherapie-monster-zahmen-statt-mystik-zu-zellebrieren/

      DIE FRAGE NACH DER ZEITGEMÄSSEN BEDEUTUNG DES DICHTENS ALS URPOETISCHES SPRECHEN MIT DEN GEISTERN WAR DAMIT LÄNGST ERÖFFNET, UND IN GEWISSER WEISE SOGAR WESENTLICH SELBSTKRITISCHER (WEIL AUF DIE FRAGE NACH EINER URPOETISCHEN DEFINITION DES BEGRIFFS „LITERATUR“ GHEMÜNZT) ALS DAS PROFESSORALE BUCH DARÜBER SALOPP ALS HISTORISCHE FAKTIZITÄT PROKLAMIERT!

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  3. Ach, Herr Klaus Minusschneider, da wurde wohl justament der Kommentar entfernt, aus dem ich zitierte. Wäre 2 x Lesen völlig unnötig gewesen; hätte 1x Nachdenken gereicht …

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    • daran gedacht hat er, der schneider, sogar der plus äff, ja die ganze zeit, nur er hielt das gleich doppelt für nicht möglich.
      weder ließ der vorherige de Toys tonfall darauf schließen, (bewegte er sich zwischen spott und angehängtem smile
      – aber keine -dirketen, groben – injurien), noch ergab sich der ersichtliche notwendige zusammenhang, davor, zu so einer steigerug …
      gab es davor noch andere passagen, inklusive von richard, die auch noch gelöscht wurden?
      und ich hielt es drittens (!) nicht für wahrscheinlich, dass hier was von meister TdT entfernt wird.

      also muss ich alles bis auf den KdG zurücknehmen;
      auf die richtige, vorausblickende, verwendung der anrede würde ich mein halbes nicht (mehr) existierendes vermögen wetten!

      um solchen missverständnissen & deren folgen vorzubeugen:
      lässt sich so etwas nicht kenntlich machen – z.b. durch die dann (unterbrochene/fehlende) nummerierung der kommentare?

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      • ZUR AUTHENTISCHEN DOKUMENTATION DES WIDERLICHEN ERZSPINNEBÖSEBUBENKOMMENTARS MIT KÜNSTLICHEM DARMAUSGANG HIER DIE VON DER NEOÖSTLICHEN ZENSURBEHÖRDE VERBRANNTE PASSAGE AUS DEM EXTRATERRESTRISCHEN EXIL HEIMGEKEHRT, DORTHIN WO DIE VERBLIEBENE KALTE ASCHE NOCH NACH KRIEG RIECHT, DER NUR VIRTUELL STATTFAND UND KEINE REALEN MENSCHEN TÖTETE:

        >>immerhin ARGUMENTIERE ich, während DU nur nörgelst (was ja viele hier gerne tun und sich dann wundern, wenn man auf IHREM nicht-niveau zurückschießt)! ich biete (gerne) angriffsfläche, aber du mißbrauchst sie dümmlich-demagogisch. allein dein neuer spätpubertärer satz “hab ich eh nichts mehr dazu zu sagen” zeugt von ABSOLUTER IGNORANZ gegenüber genau dem, wovon der artikel überhaupt handelt: dem reden mit den göttern! genau DAS hat immer schon in der menschheitsgeschichte mit selbstheilung durch “magische” erkenntnis zu tun. mit dem finden der (spirituellen) “mitte” (was nicht notgedrungenerweise “religiös” ist). übrigens wer bist du arroganter pimpf eigentlich, daß du glaubst, man wolle von dir “löblich” behandelt werden? welch anmaßung deines feinen jugend – und darüber hinaus: WIE WENIG SPASS DU ANSCHEINEND AM LESEN & SCHREIBEN HAST! ich habe es bereits an anderer stelle betont: der spaßfaktor ist für mich ein hohes kriterium beim schreiben, denn spaß hat mit dem lockern innerer blockaden zu tun, um den ZUGANG ZU SEELISCHEN ABGRÜNDEN zu öffnen. und da sind wir wieder beim sprechen mit den göttern. wahrscheinlich hast du zu viel quantenphysikbegriffe auswendig gelernt anstatt mal c.g.jung und ählnihces tiefenpsychologisches zu lesen, das mit dem artikel in zusammenhang steht. armer trottel, der sich selbst für fein hält, indem er andere dazu provoziert, ihm den spiegel vorzuhalten und dann sein eigenes häßliches gesicht nicht verkraftet!!! und vorallem: LÖSCH DEIN SCHEISSGEDICHT VOM BLOG – ICH BIN GEGEN SCHWURBELLYRIK!!! einen schönen tag noch, ich werd deine pseudokommentare hier nicht weiter verfolgen, sie beinhalten keine neuigkeiten für mich.<<

        DAS WAR DER Kommentar von De Toys — 17. April 2012 @ 10:58
        https://lyrikzeitung.com/2012/04/15/53-geistersprache/#comment-5175

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  4. impatiente patienten streiten unter berufung auf paten und patente … jedem ist gegeben sich so zu mißverstehen, wie er sich gerne auffasst … und dann die anderen so betrachten, wie sie seinen ansichten entsprechen: „hochzeit der geh-danken / hochzeit der b-griffe“ … ja dann … dann geht selbst mir einer ab, im hochgefühl der tiefgründigkeit! … hülsenbecken oder bandwürmer, sie schenken sich nicht viel … so gd8 … die frage die sich stellt ist nur: elitär in hintersten darmtrakt … darmtakt … gekröse mit getöse … auch ein psychosomaticher effekt … fein sublimiert … und wer steckt den kopf / in wessen darm … damm damm … bruch & stücke … aber der peitschenwurm ist da sicher das gegenmittel … zum zweck … wenn das naheliegende so aus sich selbst spricht … satzglied um glied … ein endoparasit sich als wirtstier der sprache begreift … hauptBstandteil statt nur zuBhör der auscheidungen … komponente eher denn komponist … meinetwegen aber extrawurst … wenn jedes leerzeichen eine geheime tempelpforte ins nirwana … und mag sein, es geht nichts über die ganzheitliche gemütlichkeit … 1. wozu noch dieser hypernetick?; 2. dann erst ein künstlicher darmausgang!

    sowie als zugabe noch das selbstbefruchtete kukucksei, weil, sowas geht nicht nur beiden anderen ins hosi/anna:
    allerdings, kommender Konstantin der Große – das was ihr da in anfürhungszeichen setzt, sich in den kampf stürzend eine verteidigungsbresche in den angriff zu schlagen – woher entnehmt ihr es im zitierten wortlaut? (ich musste dafür alles noch 2 x lesen und konnts trotzdem nicht so finden) oder geruht ihr allemal eure (engagierten) interpretationen mit gänsefüßchen zu veredeln & validieren?

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  5. ich finde ganz spannend, den zweck des -hier auch göttlichen sprechens- auszusparen; den redeanlass.
    in der ontologie der sprache UND des sprechens haben wir doch immer zuerst (ACHTUNG!)
    das was gesagt werden muss, im sinne von: auf der zunge liegt oder im kopf rumschwirrt.
    eben jenes dann in einer sprache zu sagen (und sei es die der götter, aphasien oder mathematik)
    ist auch dann noch die halbe miete, sofern nicht bekannt ist WIE es wiederum in dieser sprache gesagt werden kann.
    und hier scheint sich dann der ouroboros abzuzeichnen: indem das inspirierende mit den worten des
    dichters, im sprechen der götter gesagt wird.

    lohnt es sich, dieses buch nun zu kaufen herr G oder eher nicht?

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  6. Ich zitiere mal des Nutzers Tom de Toys Beleidigungen gegenüber einem anderen Nutzer dieser Seite: Richard Duraj

    „dümmlich-demagogisch“; „armer trottel“; „du arroganter pimpf“; „LÖSCH DEIN SCHEISSGEDICHT VOM BLOG“

    Das sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben. Eine Sperrung des Nutzers für Lyrikzeitung.com scheint geboten!

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    • ausgerechent DU kapierst weder, wer das beleidigende feuer (darüber hinaus ungefragt! warum muß herr dureier überhaupt meinen geisterkommentar derart platt borniert abservieren???????) eröffnet hat (oder ist „bandwurmlyrik“ ein feineres wort als „scheissgedicht“???), noch meine beispielhafte anwendung der von mir bereits an MEHRERN stellen der lyrikzeitung bezeichneten methode, diese kleinen arschlochkommentatoren mit IHREN EIGENEN waffen zu schlagen? hier scheinen generell nur SEHR WENIGE zu kapieren, daß die SPIEGELUNG nicht den charakter des spiegelnden sondern des gespiegelten zeigt. ICH VERZICHTE ERST AUF SPIEGELEIER, wenn die gerichtsvollzieher ihre harten eier in der schublade lassen!

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  7. und um zu verstehen, warum sich herr du-reih auf den schlips getreten fühlt von meinem sogenannten bandwurmgedicht (super genre, bitte in den kanon der lyrikgattungen übernehmen!), braucht man nur seinen „brandneuesten“ blogeintrag von vor über 2 jahren zu lesen und siehe da, man staune: er hat ja selbst einen billigbandwurm (nämlich die pseudointellektual-inplizite variante), den er allerdings in typischer jungspuntmanier elitär im hintersten darmtrakt mithilfe fachkundiger bildungsbeweise zu unterdrücken bemüht ist. sowas nenn ich BILDUNGSBANDWURM… ein paar angesagte bücher lesen, fachbegriffe aus anderen disziplinen sammeln, und schwuppdiwupp ist fertig das muh-gedicht. SEHR originell. DAS sollte im nationalbibliothekesselchen unbedingt gedruckt werden:

    – „all die alternativen aber / keine wahl. auch keine ahnung“
    – „verbracht. oder / verbringen. im wein waten, warten“
    – „auf das ende. sitzen / geblieben. und zwischendurch und bald – auf / bald, so in gewissen weisen wieder / in den schlaf. bei vollen dosen (bier, montage- / bändern)“

    zitiert aus: richard duraj, „one – love. and death“ (blogeintrag vom 16.1.2010)

    kein wunder, daß der blog seit 2 jahren verstaubt. wenn ICH DAS geschwurbelt hätte (SCHWURBELLYRIK), würde ich danach auch schweigen, denn DAVON krieg ich magenkrämpfe, während MEIN (expliziter) bandwurm (siehe zur leichteren klassifikation in der publikation: „explitizite und inplizite bandwurmlyrik in der neueren deutschen literatur“ die kriterien zur differenzierung) immerhin einen psychosomatischen rückkopplungseffekt auf mich ausübte und einen gewissen heilsamen effekt auf diverse krankheitssymprome ausübte. ich persönlich erwarte NICHT MEHR von poesie als diesen magischen effekt aufs „ganzheitliche gemüt“…

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    • gebe dir recht, ist kein gutes gedicht, ich würd es kein weiteres mal lesen wollen. warum das der letzte blogeintrag ist: weil ich keine lust aufs bloggen hatte und weiterhin auch keine habe. beides ändert aber nichts an deinem gedicht. sollte lyrik für dich tatsächlich therapie sein, hab ich eh nichts mehr dazu zu sagen. außer: nicht gerade löblich, mit meinem gedicht gegen meine leseweise deines textes zu argumentieren. nicht die feinere art.

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  8. an den antiseptischen asi richard duraj (hühühülsenbeck wär mir hier lieber): DADAS HÄTTEN DIR SOFORT DEN PROZESS GEMACHT !!! (mit leerzeichen) – wer den freien assoziatiefen autOMatischen dänkstrom (der sich normalerweise nur ZWISCHEN den zeilen eines fein sublimierten elitegedichtes versteckt anstatt explizit verraten zu werden) als „bandwurm“ empfindet, tabuisiert das spielerische potenzial des menschlichen bewußtseins schlechthin. nimm deinen eigenen namen mal ernst: RIECH ART ! DU REIH ! kannst du das künstlerische moment deiner seele als dein eigenes du riechen, das alles aneinanderreiht ? der flickenteppich der kybernetischen realität enthält bandwurmlöcher im schwebezustand, jedes leerzeichen dient als geheime tempelpforte ins ins nirvana, jedes leerzeichen geht bedeutungsschwangererererererer… UM… der bibabutzemann… als die wörter drumherum, wenn der geist den mut zur lücke findet 🙂

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  9. „… es möge eine Sprache jenseits menschlicher Logik geben.“
    Nicht auf Sprache“ jenseits menschlicher“, aber außerhalb sprachlicher Logik sind meine Poetry-Texte, die ich bereits seit Jahren in meinen Blogs veröffentliche komprimiert. Damit dürfte diese Lyrik ganz nahe den von Schlaffer beschriebenen Göttern und Geistern kommen. Das Buch könnte ein Schlüssel zum Verständnis solcher experimentellen Kunst/Poesie sein.

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  10. P.S. KLEINE KORREKTUR: „rauscht“ statt „ist“

    (…)
    der hintergrund
    am horizont
    rauscht immer
    HINTER DEM HORIZONT
    das gruseln kennt
    kein ende
    (…)

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  11. Bruno Brachland Nr.50, 15.4.2012 (8-9 Uhr)
    © POEMiE™ @ http://www.WasDenn.de

    MEHR GEDULD!
    (SEELISCHE SEISMOGRAPHIE)

    geduld? warum geduld?
    was ist schon geduld!
    wer ist denn hier geduldig!
    die welt spielt verrückt
    und ich soll mich
    trotzdem in meiner
    eigenen urgeduld üben?
    ich bin geduldig
    du bist geduldig
    he she it is patient
    WIR SIND PATIENTEN
    IHR SEID PATIENTEN
    SIE SIND PATIENTEN
    we are very patient
    wir sind sehr patient
    oh ja wir sind patent
    wir sind kreativ
    kreaTIEF und total high
    ziemlich hoch hinaus
    ohne high-heels don’t
    heal the world
    we heel thru the world
    surrounding the sun
    IN DER NÄHE DER SONNE
    UMGEBEN VON SONNE
    UMGEBEN VON SCHWEIGEN
    KOSMISCHES SCHWEIGEN
    BANALES SCHWEIGEN
    TOTALES SCHWEIGEN
    ABSOLUTES SCHWEIGEN
    DER ABSATZ DES HIMMELS
    AM FUßE DES UNIVERSUMS
    HEIßT ERDE (PLANET)
    HOTTY EARTH
    WEM PASST DER SCHUH
    DER URMUTTER
    WER MÖCHTE TAUSCHEN?
    tao-schen
    dat wär ja ma schän!
    nä wat iset schän!
    wat denn?
    DAS LEBEN…
    OH JA
    ALLES AUF START
    ZURÜCK AUF START
    NACH VORNE AUF
    START AUF AUF !!!
    hier spielt die musik
    hier tanzt der bär
    he dances with the bear
    hü hott das bier
    wird warm wird
    warm and weird:
    my burning brain
    hier dampft mein hirn
    aus sicherer entfernung
    zum surfen freigegeben
    erst ab 12 oder 16
    je nach laune
    der natur
    DAS KIND HAT IMMER RECHT
    und der erwachsene
    ERSTRECHT
    ich mache meine
    täglichen boxübungen
    besiege meinen schatten
    und vertraue mich
    dir an du großer urgott
    hinter dem angeblichen
    normalen gott der bekloppten
    im geiste dieses körpers
    der mich wirklich nervt
    mit seinen tücken
    seinen gedächtnislücken
    in den zellen flit-zen
    mikrowellen ich will
    diese schmer-zen nicht
    mehr spüren
    mehr geduld
    mich gern verlieren:
    SCHATTENBOXEN
    GEGEN LANGEWEILE
    tan-zen mit der hexe
    ich hör schüsse!
    einer stirbt
    der andre bleibt
    und die jahrhunderte
    ziehen langsam aber
    sicher ins landunter
    kopfüber gras drüber
    WIR WACHSEN
    ÜBER UNS HINAUS
    die gräber leuchten
    wie die sterne
    das hat auch
    der präsident
    SEHR GERNE
    neongrün und
    ultraviolett
    der hintergrund
    am horizont
    ist immer
    HINTER DEM HORIZONT
    das gruseln kennt
    kein ende
    die wahrheit durchdringt
    das ganze wie ein…
    stromschlag im pausenmodus
    STELL DIR DAS MAL VOR!!!
    ich übe weiter
    mehr geduld
    noch mehr
    und lege mich
    wieder schlafen
    oder koche
    noch einen kaffee
    DRECKSARBEIT
    VON UNTEN
    UNTERGRUND
    IST ÜBERGRUND
    IST GAR KEIN GRUND
    ich übe weiter
    du hörst zu
    ich übe weiter
    du heiligst
    die mittel
    ich heilige nur
    meine hilflosigkeit
    und übe weiter
    la terre
    laterne
    sonne mond und
    STEINE
    kleingemahlen
    alle zahlen
    von unendlich bis
    unendlich null
    JETZT KOMME ICH
    JETZT KOMMEN WIR
    WIR SIND DAS KOMA
    UND DAS KOMMA
    DIESER SCHLAFENDEN
    NATION
    einen wunderschönen
    guten morgen
    „ja ich will“
    wach werden
    ich will wieder
    weitermachen
    keine sorge
    nur DIE NAHE
    gelegenen sachen
    in der allernächsten
    nähe deiner nähe
    wo der sinn sich
    fassen lässt
    BIST DU
    BIN ICH
    SIND WIR
    we are = WIE „A“
    UND SAGEN „B“
    DAS GANZE ABC
    wird dankbar
    GROß geschrieben
    hochzeit der geh-danken
    hochzeit der b-griffe
    ich B greife
    dich mit meinen
    sinnen binnen
    1 augenblicks
    mit tausend klicks
    i like i love i want
    you now forever
    gold f(or)ever
    wer ist Ewwa?
    wer ist Ernst?
    welcher Ernst?
    ACHTUNG ACHTUNG
    das ist keine…
    KEINE politlyrik
    KEINE liebeslyrik
    KEINE trendlyrik
    KEINE megalyrik
    KEINE luxuslyrik
    KEINE leichte lyrik
    KEINE schwere kost
    ich dichte nur
    oh ja ich dichte
    koste es was es wolle
    MEIN GEHEIMES LEBEN
    MEIN POETISCHES
    ANTIPOETISCHES LEBEN
    hat zwar viele namen
    aber nur 1 nachnamen:
    „NACH(N)AMEN“
    Bitte Nicht Nachahmen.
    Nebenwirkungen…
    SIND AUSGESCHLOSSEN!
    denn ich kaufe
    keine neue domain
    gegen den mainstream
    oder sollte ich
    vielleicht doch:
    „DOMAINSTREAM“ KAUFEN?
    diese domain rangiert heute
    auf platz 7.461.234
    in deutschland
    während do-mainstream
    MIT BINDESTRICH EBEN
    noch frei war bevor
    ich dieses gedicht
    PUBLIZIERTE
    genauso wie flit-Zen
    statt flitzen und
    sämtliche anderen
    b-griffe die sich
    nur an die wahn-
    sinnigen unter
    uns richten aber
    meine leere seele
    kann niemand klauen
    darauf reimt sich nicht
    nur schauen und bauen
    sondern auch alles
    versauen und kurz
    und klein hauen
    obwohl man ja
    „schlagen“
    sagt – manno!
    (SAGT MAN SO)

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