76. 01.Transklinischer Ticker / Posttraumatische Schreibtherapie: LÄSST SICH DIE MYSTISCHE OZEANIK OHNE NEUROTISCHE STÖRQUELLE AUTOMATISCH ALS „POESIEFREIE PERMAEKSTASE“ PSYCHOSOMATISCH VERKRAFTEN & VERANKERN?

G&GN-INSTITUT NEUKÖLLE ALAAF / Das fragt sich der „ehemalige“ Dichter Herr De Toys im 14.Teil seines Therapietrip-Tagebuchblogs (www.Schmer-Zen.de) nach 7-wöchiger Analyse seiner somatoformen Symptome in einer Spezialklinik, als er sich über sein eigenes „trivial-esoterisches“ Gedicht ‘ANKUNFT’ aus dem Jahre 1991 wundert – und kommt zu folgenden Kurzschlussfragen:

„(…) DIENT DAS DISSOZIA-TIEFE nur als notwendige technik, um überhaupt in das leere der leere vorzustoßen? ganz abgesehen von der schier unlösbaren urfrage, ob es sich hierbei um „literatur“ handeln darf oder lediglich um eine aufgeschriebene selbsterfahrung (esoterik par excellence!). ist DAS womöglich der unterschied zwischen somatoformer und anti-neurotischer (desublimierter „direkter“) bewußtseinsaktivität: NICHT das totale ausblenden der mystischen leere an sich sondern die FREIGESETZTE FÄHIGKEIT, dieses schockierende kosmologische loch NICHT MEHR BESCHREIBEN zu müssen (um sich doch wieder an einen als worthülse verpackten GEDANKEN ÜBER DAS GESICHTSLOSE metaphorisch zu klammern -wie der falsche nihilist an das wortwörtlich nichtssagende wörtchen „nichts“ [dessen wahre natur transdualistisch OHNE das antipodische „alles“ gemeint ist, weil es wie das tao BEIDE SEITEN DER MEDAILLE AUF DERSELBEN „GROßEN“ SEITE der leeren unendlichkeit enthält {ein koan: stell dir das ganze sein als gigantische goldmünze mit nur 1 einzigen seite vor, auf der in geheimschrift eingestanzt zu lesen steht: „KEIN WORT HAT GÜLTIGKEIT – SELBST DIESER SATZ NICHT!“}]-, weil die aus dem loch resultierende Grundlose Inwesenheit als unerträgliches schleudertrauma auf die noch-neurotisch „entwurzelte“ psyche wirkt) sondern „es“ einfach nur im bewußtsein zu integrieren, es permaekstatisch zu verankern in einem der vielen noch ungenutzten hirnräume im hintersten winkel der schaltkreislabyrinthe. und dann ist da ja außerdem noch der LESER: je nachdem, ob er beim „lyrischen“ lesen in einem stabilen persönlichkeitskern ruht („stabil“ kann hier groteskerweise beides bedeuten: sowohl unneurotisch offen als auch genügend dicht sublimiert – welch ironie des schicksals!) oder selbst sowieso schon wegzufliegen droht, kann die lektüre für ihn entweder befreiend (bestätigend) oder beunruhigend (beängstigend) wirken, schlimmstenfalls sogar denselben „mystisch-psychotischen“ schub auslösen, der zur niederschrift führte? ich habe keine ahnung, ob lyrik „an sich“ solch eine macht auf die wahrnehmung ausüben kann. liegt die macht alleine beim leser oder zieht der text wie eine getarnte zauberformel den leser in seinen bodenlosen bann? ich würde spontan behaupten, daß beides stimmt und abhängig ist von der jeweiligen bewußtseinsverfassung beim lesen, WIE eigenmächtig ein leser sich des textes „bemächtigen“ kann oder/und ihm ausgeliefert ist. (…)“

DER GANZE TRIP: http://www.TherapieTRIP.de/
(incl. Festrede für den verabschiedeten Chefarzt)

2 Comments on “76. 01.Transklinischer Ticker / Posttraumatische Schreibtherapie: LÄSST SICH DIE MYSTISCHE OZEANIK OHNE NEUROTISCHE STÖRQUELLE AUTOMATISCH ALS „POESIEFREIE PERMAEKSTASE“ PSYCHOSOMATISCH VERKRAFTEN & VERANKERN?

  1. …und kurz vor sowie kurz nach dem „mystischen moment“ entsteht der reine pathos der realität:
    http://poemie.jimdo.com/fotos-bilder/definitiv-ddorf/s%C3%BCdsonne/
    (mein 54.poem „SÜDSONNE“ im weglaufenden jahr)

    in diesem sinne ist lyrik wohl noch immer der beste kompromiss gegen das totale „nichts-sagen-zu-haben“, und: mystik kann nicht politisch sein, denn sobald sie spricht, ist sie keine mystik mehr sondern lyrik! und DIE ist dementsprechend immer MEHR ODER WENIGER politisch, soll heißen: weder so noch so sondern (modern dualistisch) sondern sowohl als auch (postmodern kybernetisch): die prozentanteile machen es aus!!! die PROZENTE im text!!! wieviel prozent reinstes gefühl und wieviel prozent rustikale gegenständlichkeit…

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  2. „MEHR JETZT“ – Psychophilosophische Metadiagnosen eines somatoform Gestörten 2010-2013: DAS EXPOSÉ !! Leseprobe mit den besten Auszügen aus allen 3 Metatherapietrips zur Theorie der urschizophrenen OBJEKTKULTUR als Einstieg in die sOMatoform-Blogs – inkl. zwei Texten zur Theorie des METASKEPTIZISMUS und einer Patientenrede!

    PDF-Download @ http://www.METADIAGNOSE.de

    Als „somatoformer Schmerzpatient“ stürzt sich der Autor, nachdem er zwei Jahrzehnte lang als Live-Lyrik-Performer bekannt war, in ein therapeutisches Abenteuer ohne Hoffnung auf Heilung! Aus der Verzweiflung über das Ohnmachtsgefühl gegenüber den Krankheitssymptomen schöpft er die radikale Freiheit seiner Gedanken, mit denen er um die ältesten philosophischen und psychologischen Fragen der Menschheit kreist, die als unlösbar gelten. Mit dem Mut eines Versagers, der sich nicht damit abfindet, verloren zu haben, bäumt sich der Autor gegen all jene traditionellen Meinungen auf, die dem Gesundwerden im Wege stehen und räumt dabei Tabus aus dem Weg, um einen neurosoziologischen Blick auf die „letzten Dinge“ zu wagen: das ICH, GOTT, die MATERIE und den SINN des Lebens jenseits von Religion und Psychiatrie. Auf seiner Odyssee bei Orthopäden und Internisten mußte er jahrelang darauf warten, von einem Allgemeinmediziner auf dem neuesten Stand der Wissenschaft ganzheitlich wahrgenommen zu werden – anstatt Sprüche zu ertragen wie: „Warum denn gleich zum Schmerztherapeut? So schlimm wirds ja wohl nicht sein!“ Keine Untersuchung führte zu organischen Diagnosen, so daß nur die Angst übrig blieb, lebenslänglich von Symptomen geplagt zu sein und sich die Schmerzen womöglich nur einzubilden. Aber nach drei Jahren auf Therapietrip geschah dann das Wunder: seitdem die traumatischen Ursachen für neurotische Muster gelöst wurden, verschwinden die schlimmsten Symptome wie ein böser Spuk! Diese Tagebuchnotizen sind weder esoterischer Lebensratgeber noch trockener Patientenbericht sondern die schockierende Enthüllungsgeschichte eines Künstlers, der unter den Selbstlügen der Gesellschaft so leidet, daß er bereit ist, sich alles einzugestehen, was nötig ist, um sich davon zu befreien!

    „Manchmal wache ich auf und habe einfach keine lust, krank zu sein. Dann springe ich aus dem bett, als ob nichts wäre, und beginne den tag ohne übungen.“ (Tom de Toys, 14.11.2010)

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