„Der Überpop mit Überschall führt zum großen Überknall !!“

Tom de Toys

ZITAT GEFUNDEN HIER

(Sebastian Nutzlos, G&GN-Vorsitzender, 19.4.2000: „GENERATION Ü“)

Betr. das wort ÜBERPOP – bitte zur kollegialen kenntnisnahme !!!

UNTER: www.KuenstlerNetz-NeuKoelln.de

SIEHE: http://knk.punapau.dyndns.org/publisher/site/knk/public/obj/page.php?obj=3785

= KunstSparten / Literatur / Tom de Toys / NEUROPOETISCHES GESAMTWERK 1986-2006 (Titel) / 1.TITEL-Verzeichnis (alphabethisch) / –> De Toys: 197 Titelanfänge ÜBER…

Bisher wurden in der Buchstaben-Rubrik Ü 197 Gedichte erfaßt, deren Titel mit dem Wort „ÜBER“ beginnt…

–> z.B. das Gedicht (genauer: E.C. = Experimenteller Chanson) vom 15.7.2000: „ÜBERPOP“

–> publiziert im G&GN-Heft „ICH FORDERE DIE LIEBE MIT GEBRÜLL“ anläßlich der damaligen lesung in der galerie Meinblau (pfefferberg) und vertont hier

–> 4. ÜBERPOP(PEN)

Genre: Acid online seit: 19.01.2003

Dateiformat: MP3 Spielzeit: 07:03 min

Qualität: 128 kbps Dateigrösse: 6,46 MB

DRUM’N’JAZZ-POEMIE-TOURHIT / Der Ernst des Lebens ist nicht mehr ideal sondern integral ! Aufgrund der bissigen bis brutalen Intonation schwankt der Text zwischen Romantik und Perversion: der umgangssprachliche Ausdruck „Ficken“ könnte hier sowohl Heiratsantrag als auch Morddrohung sein und mutiert dadurch zur schillernden Metapher für die zwangsneurotische Sexsucht unserer Gesellschaft, die das Körperlich-Erotische gleichzeitig idealisiert (Pop) und tabuisiert (Poppen). Je kommunikationsunfähiger Menschen verfloskeln desto deckungsgleicher werden oberflächliche Intimität und existenzielle Isolation – bis zum anti-humanistischen Horrorszenario einer angeblich total freien, aber in echt völlig (selbst-)entfremdeten Massenmedienorgie. Insofern möchte dieser DRUM’N’JAZZ-Song beides, nämlich nicht nur einen kritischen Schreck einjagen sondern auch den Mut zur ehrlichen, direkten Sehnsucht wecken – ich hoffe, daß sich dabei Provokation und Inspiration die Waage halten…

UNTER „HOLZHUND“ AUCH AUF DEM KNK-PORTAL GELISTET:

http://knk.punapau.dyndns.org/publisher/site/knk/public/obj/page.php?obj=3413

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HAT ES EIN DICHTER VOM RANGE EINES HERRN HAHAHAMANN NÖTIG, SICH MIT FREMDEN FEDERN ZU SCHMÜCKEN ???

meine wortschöpfung (insofern sie ÜBERhaupt meine ist, falls sie also nicht schon VOR dem jahre 2000 irgendwo benutzt wurde: wer hat davon eine ahnung??? google leider nicht!!!) geht auf ein massenmediales phänomen zurück: im jahre 2000 betrieb das stadtmagazin zitty einen gradezu satirischen inflationären gebrauch des wortes „pop“ mit jeweils wechselnden ergänzungen, wie z.B. mega-pop, hyper-pop, super-pop, ultrapop etc pp, um einzelne live-acts von poppigen bands in berlin als tagestips anzukündigen. aber anscheinend (siehe google!!) ist das ü-wort mittlerweile zum „echten“ GENRE-begriff emporgestiegen – unglaublich! journalisten fressen echt alles, wenn sie keine worte mehr finden, weil sie sowieso nur von mogelpackungen (luftnahrung) umgeben sind, die erst durch einen begriff überhaupt erst konsumierbar werden!!!! sogar auf englisch- und französischsprachigen domains findet man das deutsche wort „überpop“ übernommen. klingt toll…

zur wiedergutmachung des geistigen diebstahls (die ÜBER-tradition beim G&GN-institut sollte eigentlich szene-bekannt sein, natürlich nicht bei ignoranten jung-elitären kuhligkschikanern) wäre es eine feine gelegenheit, wenn herr hamann (den ich persönlich als eher bescheiden auftretend schätzen lernte, als er unser gast bei der „literaTÜRsprecherei“ auf dem 5.ilb war: als wolf im schafspelz?) meinen gleichnamigen holzhündischen NEUROKINSKISCHEN elektro-sprechgesang in seiner dj-show präsentiert und in der presse auf dessen urheber hinweist. das wäre doch mal ein netter paukenschlag! ein zeichen gegen die scheuklappen des eigenen establishments!!!!!!!

DAS wäre eine durchaus versöhnliche geste und würde das G&GN-institut repräsentativ dafür entschädigen, daß seit unserer gründung (1990) ZAHLREICHE wortschöpfungen aus unserem hause von medien & marken stillschweigend übernommen wurden, ohne auf uns hinzuweisen geschweige denn VON ALLEINE selbstauferlegte lizenzgebühren anständigerweise an uns abzutreten. da das G&GN ökonomisch permament „knietief im dispo“ (zitat: Fehlfarben) steckt, können wir nicht jedes wort patentamtlich schützen lassen, um dem respektlosen trend zur ausbeutung fremder kreativität vorzubeugen. selbst unsere hausmarke und einzige seit 2001 teuer rechtlich gesicherte trademark „POEMiE“ wäre fast in fremden händen gelandet, weil Ralf Schmerberg damals seinen cocacola-lyrik-kinofilm „Poem…“ gerne umgenannt hätte, als er das erste poemie-produkt auf seinem schreibtisch vorfand – wir die freigabe aber höflich ablehnten.

erinnert sei hier auch noch einmal an den vorfall auf der kunstausstellung fraktale 2002, wo Bernhard Draz (ironischerweise auch noch selber der Meinblau-betreiber) die zweite methode der quantenlyrik für eine lichtinstallation anwendete, uns aber erst im nachhinein seine PLAGIATUR mit einem breiten zynischen grinsen OFFEN gestand (die emailkorrespondenz wurde im G&GN-institut archiviert!!!), SIEHE: „[rohrpost] G&GN-SKANDAL: Scharlatan „Fraktale3″-Chef DRAZ !“

–> http://amsterdam.nettime.org/Lists-Archives/rohrpost-0211/msg00071.html

es geht ein extatischer ekel durch deutschland! (ja: extase mit X gibts auch schon seit 1997 dank G&GN, aber vermutlich haben WIR das X von Timothy Learyx gestohlen) wir brauchen kein kulturministerium solange es an kultivierten übermenschen mangelt!!!

in was für einer welt leben wir eigentlich, wo sogar in der kunst & literatur das schnelle kontextlose rumjonglieren mit schlagwörtern & schlagbildern aus jeder authentischen, spirituellen schöpfung eine hohle phrase, aus jeder metapher eine antischamanistische imitation macht – respektloses, seelenbetäubendes desinteresse an existenziellen, mantrisch-intuitiven wertigkeiten zeichnet diese fastfood-kultur aus! fastfooddichter, fastfoodmaler, fastfoodmusiker – und nur daß es gesagt sei: den begriff der „fastfoodliteratur“ (ebenso den der „live-literatur“ bereits 1994, man höre und staune! und gehe dann wieder in die 60er [!!!] zu jazz+poesie zurück) prägte niemand anders als das G&GN-institut 1995 in köln anläßlich des 1.off-lyrik-festivals (mit protagonisten wie z.b. stan lafleur & dirk hülstrunk) in der presse-erklärung von Samuel Lépo. übrigens wurde der begriff der „off-lyrik“ auch damals durch diesen event (dort konkret zur abgrenzung von performance-lyrikern vom social-beat-hipe) von uns eingeführt.

und das plötzliche trendy rote AUSRUFEZEICHEN STATT KLEINEM “ i “ hat hugendubel für seine werbung 1 zu 1 mitsamt dem layout übernommen von einem konzept, das ursprünglich – ach, ihr dichterdiebe, recherchiert doch einfach mal korrekt anstatt euch nachträglich der peinlichkeit auszusetZen!!!!!!!!!!!!!!

kulturfunktionäre wie politiker! alles dasselbe pack! beklaut das volk! und nennts das eigene!!!

germanisten seid wachsam! glaubt nicht den medien! sucht selbst nach den wURzeln!!!!!!!!!!!!!

wir, wir ziehen die konsequenZen (na, welche firma, welche aGENtour entdeckt nun den Zen der sprache? aber es sei verraten: das große Z gibts bei G&GN ebenfalls schon seit jahren, TROTZ fehlender vermarktung durch dumont oder suhrkamp!): wir treten ab. ja, ABTRETEN heißt die devise. wir treten unser vermögen ab. wir vermögen nichts mehr auszurichten gegen den untergang der wAHrhaftigkeit. nach 20 jahren. unser rückzug wird schön geordnet vonstatten gehen, wie im krieg. die truppen werden nach und nach ins eigene land zurückbefördert. manche noch bevor sie ausgesandt wurden, damit sie nicht auch noch zum opfer der legalen feinstofflichen folter werden.

das innere exil liegt neuerdings in der totalen gegenwart.

wir danken für ihr verständnis.

man sieht sich – irgendwo im raumschiff….

gez. der letzte deutsche dichterfürst REinkarniert aus dem 23.jahrhundert

P.S. und schonmal im hinterkopf rattern lassen:

das duo De Toys (neuropoet mit „JA(hrhundert“-gedichten) & Ton (elektromusiker des labels Schaltkreis) nennt sich seit der neulichen weltpremiere im kölner café Storch (20.11.05) nun: “ Ü B E R H A U (P) T “ – wer findets zuerst auf hochglanz geklaut? wir spielen im frühling wieder in köln: im künstlerkiez ehrenfeld – möcht jemand darÜBER informiert werden??? 🙂

P.P.S. und sollte das G&GN der hochstaplerei bezichtigt werden können, so bitten wir „SEHR“ (Zitat: Kurt Schwitters über August Stramm) über die nötigen quellenangaben der EIGENTLICHEN urheber der vermeintlichen G&GN-prägungen für eine detaillierte gegendarstellung!!!

ACH JA: und ein buchtip: Martin Büsser: „ANTIPOP – Essays und Reportagen zur Popkultur in den Neunzigern…“

–> Pop ist inzwischen zur Modefloskel geworden. In der zornigen Einleitung fragt Martin Büsser nach, ob Popkultur in unserer Zeit überhaupt noch Inhalte transportiert oder nur noch zur Werbung ihrer selbst geworden ist. Einzelne Essays, Interviews und Glossen zeigen auf, wie Popkultur sich seit den sechziger Jahren von einer rebellischen Kultur in eine pluralistisch bunte, häufig inhaltsleere Blase verwandelt hat, die beliebig mit „Sinn“ gefüllt werden kann.

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