Kategorie: Europa

«Der Dichter, früher orphisch,

/ schlug die Leier an. / Heute steht er – rühmkorfisch – / als Parodist seinen Mann.» / so zitiert Rüdiger Görner in der NZZ v. 20.8.02 Hans-Jürgen Heise. Hans-Jürgen Heise: Gedichte und Prosagedichte 1949-2001. Wallstein-Verlag, Göttingen 2002. 440 S., Fr. 60.-.

Rauhreif-Verlag

Eine Edition für Gedichte und lyrische Prosa will der Rauhreif-Verlag sein, den nun Curt Zimmermann (Nimrod-Literaturverlag) weiterführt. Der idealistische Kleinstverleger startet mit zwei ausserordentlich schön gestalteten Lyrikbänden. Dabei stellen sich zwei Schreibende aus sehr verschiedenen Lebensaltern, Ariane Braml (*1969) und Carlo Gianola (*1924), mit… Continue Reading „Rauhreif-Verlag“

Geheime Gedichte

In der Übersetzung des St. Galler Seferis-Spezialisten Evtichios Vamvas sind «Drei Geheime Gedichte» von Seferis erschienen – ein zyklischer Gesang mit grossem Atem. Urquelle und Schöpfungsgrund dieser Lyrik ist das Meer, das Seferis in immer neuer Gestalt besingt – als Ort der Stille, der… Continue Reading „Geheime Gedichte“

Aphra Behn

Die Weltzeitung FAZ steht der Weltzeitung NYT nicht nach und – porträtiert Aphra Behn, „vorbildliche Spionin, Intellektuelle und Dichterin des 17. Jahrhunderts“. / 18.8.02

Lutz Rathenow

Von einem neuen Buch von Lutz Rathenow und des Dichters 50. Geburtstag lesen wir in der Ostthüringer Zeitung, 17.8.02

Sommernacht der Poesie

Der Lyriker und Kritiker Hauke Hückstädt zum Beispiel verbindet in seinen Erzählgedichten gedankliche Streifzüge mit Bildern von den sperrigen Einzelheiten der Industrielandschaften, mit gesammelten Sprachfetzen und Erinnerungen an seine Kindheit in der DDR. „Drück dich klar aus, aber mach es dir nicht zu leicht“,… Continue Reading „Sommernacht der Poesie“

Erlanger Poetenfest

Über das Erlanger Poetenfest vom 29.8.02 bis 1.9.02 berichten die Nürnberger Nachrichten am 17.8.02. Ein Schwerpunktthema heißt „Junge Lyrik aus Berlin und der Nähe“ mit vielen jungen Autoren und DJ-Begleitung. Info: http://www.poetenfest-erlangen.de.

Julius Mosen

Und noch ein Dichter: An Julius Mosen (1803 – 1867) erinnert die Frankenpost, 16.8.02

Kräfte lassen nach

Sportliches aus Köln: die Kölnische Rundschau berichtet am 16.8.02 über ein Kräftemessen von Lyrikern aus NRW und den Niederlanden. Der Bericht spricht von einer Art Pisa-Schock der Literaturszene: „Wir konnten feststellen, dass es in den letzten Jahren eine Auswanderung nordrhein-westfälischer Autoren gegeben hat. Zwei… Continue Reading „Kräfte lassen nach“

Schloß Wiepersdorf

Über das Jubiläum des Künstlerhauses Schloß Wiepersdorf berichtet der Tagesspiegel am 16.8.02: Die Sonntagsstille hält, staunte die dänische Lyrikerin Inger Christensen, gleich wochenlang an. Ringsum liegen weite Felder, die nächste größere Stadt ist ein gewisses Jüterbog. „Man kann nicht fortgehen“, schrieb Jürgen Becker, „es… Continue Reading „Schloß Wiepersdorf“

Den Fritz-Reuter-Literaturpreis

haben jetzt wieder die Stadt Stavenhagen und deren Fritz-Reuter-Literaturmuseum ausgeschrieben. Wer sich um den mit 1250 Euro dotierten Preis bewerben will, muss dazu bis spätestens 10. September Arbeiten einreichen, die seit Januar 2001 erstmals veröffentlicht wurden. Gefordert sind Lyrik oder Prosa in niederdeutscher Sprache,… Continue Reading „Den Fritz-Reuter-Literaturpreis“

Ver-rückerter Piranesi

Weitgehend ist Rückert ja vergessen, einige Gebildete unter den Mahler-Hörern kennen die Kindertotenlieder,die sind von Rückert, ein halbes Dutzend Stücke, zu Herzen gehend, wunderbar rührend, sehr gute Gedichte auch, es ist leicht und gerecht, sie zu bewundern. Aber vor einigen Jahren hat Wollschläger (einer… Continue Reading „Ver-rückerter Piranesi“

Mysteriös, faszinierendst und unbekanntest

nennt Sabine Franke in der FR vom 15.8.02 die Dichterin Christine Lavant. Christine Lavant: Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus. Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Annette Steinsiek und Ursula A. Schneider. Otto Müller Verlag, Salzburg und Wien 2001, 160 Seiten, 15 .  

Das sechzehnte und letzte Irrenhaussonett

Von Jesse Thor Oh hört: – ein Mensch, wie ihr – zerfallen und im Mark verwest, denk ich noch immer nicht daran, wer meine karge Zeche zahlt. Wenn heute auch der blanke Unfug mein Gedächtnis überstrahlt und stammelnd mir das Vaterunser durch die Backen… Continue Reading „Das sechzehnte und letzte Irrenhaussonett“

Grassens Sonette

Über Günter Grassens politische Sonette schreibt Jan Wagner in der FR vom 15.8.02.