Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ms. Schimmel taught generations of students in a breathtaking style that included lecturing with her eyes closed and reciting long passages of mystical poetry from memory. She spoke Arabic, Farsi, Turkish, Urdu and Punjabi. / NYT 2.2.03 Mehr Nachrufe auf Annemarie Schimmel siehe Ausgabe… Continue Reading „Nachruf auf Annemarie Schimmel“
Diether de la Motte: Gedichte sind Musik. Musikalische Analysen von Gedichten in 800 Jahren. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2002. 202 S., Fr. 31.50. Neue Zürcher Zeitung , 1. Februar 2003
Naturgemäss gibt es Dichter, bei denen die Übersetzer besonders hart an ihre Grenzen stossen: Ein solcher Fall ist Tony Harrison, Poeta doctus aus dem Arbeitermilieu von Leeds, mit seiner erstaunlichen Verbindung vulgärer Kolloquialität mit der handwerklichen Meisterschaft im Gebrauch fester Formen wie des Sonetts.… Continue Reading „So That´s What It´s Like“
Wer die kleine, zarte Gelehrte einmal in ihrer Bonner Wohnung erlebte, umstellt von jenen vielen Büchern, die ihren eigenen Kosmos in die Außenwelt transportierten, war über ihre glühende innere Energie erstaunt. Wer ihren detaillierten Ausführungen über das „schwarze Licht“ lauschte, welches die mittelalterlichen Sufis… Continue Reading „Zum Tod von Annemarie Schimmel“
Das Eröffnungsgedicht, „Der Sinnfuchs“, legt eine klare Fährte mitten in das Zentrum von Dichtung, es beschreibt auf einer knappen Seite das, wozu andere vielleicht eine ausgearbeitete Poetologie benötigen, nämlich den mystischen Entstehungsprozess eines einzelnen Gedichts. „Ein bilde ich mir dieses Mitternachtsmomentes Wald: / Etwas… Continue Reading „Hughes´ Sinnfuchs“
Anläßlich der Neuausgabe seines „Museums der modernen Poesie“ sprach Hans Magnus Enzensberger mit der Märkischen Allgemeinen (29.1.03): Im Nachwort sprechen Sie von „Illusionen und Irrtümern“, denen Sie bei der Erstauflage erlegen gewesen seien. Meinen Sie damit auch Ihren Begriff von der „Weltsprache der modernen… Continue Reading „Museum der halben Weltpoesie“
Nico Bleutge bespricht für die SZ, 29.1.03: RICHARD DOVE: Farbfleck auf einem Mondrian-Bild. Gedichte. Edition Thaleia, St. Ingbert 2002. 184 S., 14 Euro
Sogar die taz kommt uns heute lyrisch: Konsequenterweise ist so mancher Text auch ein Stück erotischer Lyrik: „wo dies so fruchtet; zungenfertig, uns dran säugend,/ wie leib- uns, nahrhaft fassen im anreichern, -schwellen,/ in eignen saft lauthals geraten uns, frisch erzeugend/ zur neige flößen… Continue Reading „elemente, sonette“
am 26. Januar 2003 startete das Internetkulturmagazin satt.org – der bunte Zauberwürfel mit mehr als sechs Seiten – die Gedichtanthologie Lyrik.Log. Die vom Berliner Dichter Ron Winkler herausgegebene Lyriksammlung präsentiert jede Woche jeweils ein Gedicht eines zeitgenössischen Autors (samt kurzen biographischen Angaben). Beiträge zugesagt… Continue Reading „Liebe Welt,“
(25.1.03) In der NZZ: der argentinische Dichter Santiago Kovadloff. – – – In der FAZ stellt Peter von Matt Günter Eichs Gedicht „Latrine“ vor (in dem sich „Hölderlin“ auf „Urin“ reimt). – – – In Rolf Schneiders Berliner Anthologie ein Gedicht von Henryk Bereska… Continue Reading „Gedichte zum Samstag“
Zum 80. Geburtstag von Eva Zeller am 25.1.03 gratulieren die Süddeutsche und die FAZ. – – – Für die SZ-Rubrik „Deutsche Landschaften“ schreibt Lutz Seiler über seine Thüringer Heimatgegend. – – – Die Berliner Zeitung schreibt über das Cellokonzert „Tout un monde lointain“ von… Continue Reading „Eva Zeller 80“
Der Münchner Poet Albert Ostermaier hat einen Gedichtzyklus für ein Streichquartett geschrieben, die couragierte Hamburger Saitenspielformation String Thing hat ihn vertont, und der Regisseur Helmut Danninger, in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Modern String Quartet zum Spezialisten für inszenierte Musik gereift, hat ein Bühnenereignis daraus… Continue Reading „Lemon und Libelle“
Ein repräsentativer Auswahlband liegt unter dem Titel «Einzug in Cremona» nun auch auf Deutsch vor, betreut von Peter Urban, der bereits 1968 in der «Edition Suhrkamp» mehrere Dutzend Gedichte des Serben ediert und übertragen hatte. Einiges wurde wieder aufgegriffen – dabei lassen sich die… Continue Reading „Einzug in Cremona“
„Wooroloo“ ist eine Übung in familiärem Exorzismus. Das geht nicht ohne Paradoxien ab. Am auffälligsten ist die, in der Öffentlichkeit gegen die Öffentlichkeit anzuschreiben. Und doch muss ein Gedicht wie „Leser“ zu denken geben: Ihren eigenen toten Babies wollten sie Leben einhauchen, / Da… Continue Reading „Kein Wunder bei den Eltern:“
Unter der Überschrift „Nachrichten von der Poesie. Neue Gedichte“ präsentiert Joachim Sartorius in der SZ vom 21.1.03 Ulrike Draesner.
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