Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Literaturkaffee Vor leeren Tischen oder Schalen braun, lumpig und langhaarig, klumpig geknäult und paarig. Eben aus dem Bette. Blaß wie ein Klaun. Wollen Sie meine Bilder .. Sie haben von mir noch nicht .. Sahen sie mein Gedicht .. Sie müssen bei mir den… Continue Reading „Café 2: Oskar Kanehl“
Im Café, an der Gedächtniskirche, sitzen auch zuweilen junge Dichter, und herumgebaut Judenmädchen oder -mütter. Manche haben Zitzen, manche auch nur Pickel auf der Haut. Aus den Dichtern, wenn sie das Verhältnis finden zu den Zitzen oder Pickeln, wird auch mal ein Buch. Die… Continue Reading „Café 1: Paul Zech“
Apropos Geburtsort: Über das zweite Robert-Burns-Festival (3.-11. Mai) im schottischen Ayr berichtet die FR am 19.4.03 – mit Anreiseinformationen, wer´s kann.
Anläßlich der Auktion ist ab Dezember 2002 vor allem in den USA und in Frankreich eine Vielzahl von Petitionen, Protestschreiben, Flugblättern usw. erschienen. Allen diesen Pubkationen gemeinsam ist ein z.T. beinahe entsetztes Bedauern darüber, daß Bretons Sammlungen in alle Welt zerstreut werden sollten, sowie… Continue Reading „Pro und Kontra“
Einen würdigen Platz im Pantheon der deutschen Dichter hat der König der Romantik, bei aller Verehrung, allerdings nie so recht gefunden. Eine vollständige Ausgabe seiner Werke kam nicht zustande; die vor knapp zwanzig Jahren mit erheblichem Aufwand von Suhrkamps Deutschem Klassiker Verlag begonnene Edition… Continue Reading „Toter König. Ludwig Tieck starb vor 150 Jahren“
The usual pack of grave-robbers expects the sale to top $40 million, but the pathetic bankruptcy of this enterprise should be obvious to those who know thta surrealism can no more be bought and sold than can love, imagination, or freedom. The breaking-up of… Continue Reading „Grabräuber“
Neun Jahre lang hatte die Wohnung von André Breton leer gestanden. Das Ensemble blieb unangetastet, bis der Vermieter die Tür zur Rue Fontaine 42 gewaltsam öffnen ließ. Nach französischem Recht ist leer stehender Mietraum wieder nutzbar zu machen. Als sich die Tochter darüber hinaus… Continue Reading „Bretons Tür eingetreten, so was!“
Man sollte vielleicht vorab klar machen, daß hier nicht von einem x-Beliebigen, von einem der vielen mehr oder weniger Großen der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts die Rede ist; deshalb ein Zitat: „Ich stelle ihn auf eine Stufe mit Einstein, Freud, Jung oder Kafka. Mit… Continue Reading „Who is who?“
Im Saal ist das nächste Stück dran: ein eingerissenes Blatt Papier mit einer Zeichnung von „Nadja“. Das war jene Geliebte des Herbstes 1927, die wenig später in einer Nervenklinik verschwand. Sie stand dem Surrealisten Patin für seine gleichnamige Erzählung. / taz 16.4.03 **** Statt… Continue Reading „Splitter“
In der FAZ stellt am gleichen Tag (16.4.03) ein anderer in Deutschland lebender Iraker, der Dichter und Verleger Khalid al-Maaly, Überlegungen zum Wiederaufbau seines Landes an: Ich wünsche mir – nein, mehr als das, ich fordere, noch bevor Verträge unterzeichnet werden, dass Deutschland sich… Continue Reading „Goethe-Institut in Bagdad?“
Diese naive und vage Vorstellung von Modernität ist der grösste Bremsklotz bei der Erneuerung der arabisch-islamischen Gesellschaften. Als im vorigen Jahrhundert der liberale ägyptische Gelehrte Rifa al-Tahtawi Paris besuchte, schrieb er einen Satz, der berühmt werden sollte: «In Frankreich sah ich einen Islam ohne… Continue Reading „Demokratie und Islam“
Al-Maaly: For us, Lebanon is the country we dream of. Every Arab writer or artist used to fantasise about living and working in Lebanon, because there was a certain amount of freedom there before the invasion. And there still is, despite all the new… Continue Reading „Beck & Celan arabisch“
Seit dem 6. April, dem 125. Geburtstag Erich Mühsams, regiert das Schwarz-Rot des Anarchismus im 1. Stock des ehrwürdigen Bürgerhauses in der Lübecker Mengstrasse 4. Unter dem Motto «Sich fügen heisst lügen» werden dort Leben und Werk des rebellischen Sohnes der Stadt vorgestellt. /… Continue Reading „Rebellisches Rot in Lübeck“
Berlin, Prenzlauer Berg, Dezember 1981, Adolf Endler notiert in seinen Sudelblättern: „Lesung mit Erich Arendt, der jetzt achtundsiebzig Jahre alt ist und rätselhaft wie eh und je: Es leuchtet durchaus ein – obwohl es das Werk Arendts nur partiell trifft –, wenn ein junger… Continue Reading „Opiumladen Arendt“
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