Kategorie: Europa

27. Act loco

Denke global, handle „verrückt“ (wie wir Lateiner sagen). Folgende Nachricht erreicht mich: am freitag, also heute, wird um 20 oder 21 uhr (genaueres auf dem fleischervorstadt-blog) eine aktion am ajz-ground-zero stattfinden. unter der losung „kulturelle raumerhaltung ist unsere art von stadtverwaltung“ oder so ähnlich… Continue Reading „27. Act loco“

26. Tod des Dichters

Was sich beim Tod von Rimbauds Körper abspielt, ist keineswegs, wie Claudel kleinlicherweise glaubte, eine klerikale Frage. Es handelt sich um pure Christologie: „Was er spricht, sind Träume“, notiert noch einmal die weibliche Hälfte, die schwesterliche Hälfte Rimbauds, der Teil Rimbauds, der Schwester war.… Continue Reading „26. Tod des Dichters“

25. Ihre Gedichte leuchten

Für Laudatorin Petra Ganglbauer sind die Gedichte von Silke Peters „aufgeladen; knisternde, kurze Stücke, die Zeit lassen, die Raum lassen für ihre Fortschreibung im Kopf des Lesers oder der Leserin“. Sie seien geheimnisvoll, „mit ungewöhnlichen Fährten und bewusst gesetzten Entgleisungen ausgestattet“. Ihre Gedichte „schillern… Continue Reading „25. Ihre Gedichte leuchten“

24. Poesie lebt

… so auch in Greifswald, Domstraße Ecke Hirtenstraße. Nicht nur weil dort im Torbogen immer noch in Kreide die Namen 1933 verbrannter Autoren angeschrieben stehen, die auf Initiative von Angelika Janz im Frühjahr bei einer Gedenkaktion im Stadtbild verteilt wurden. Als ich heute im… Continue Reading „24. Poesie lebt“

23. Swantje Lichtenstein in der Lettrétage

Samstag, 5. Dezember 2009, 20:00 Uhr, Eintritt: 5,- Euro Swantje Lichtenstein: Landen Lesung der Autorin, in Zusammenarbeit mit der lyrikedition 2000 Mit der Liebe zu den Nelken, an den Quellen des Grüns sammeln sie die Beeren und sinken an den Rand des Feuers von… Continue Reading „23. Swantje Lichtenstein in der Lettrétage“

22. Szene-Beschreibung

Die Literaturszene ist riesig in Berlin, sagt er, „aber leider auch stark fragmentiert“. Hier die jungen Autoren und Verlagsmenschen aus Prenzlauer Berg und Mitte, da die „etwas reifere Szene im Westteil der Stadt, die sich immer noch in der Paris Bar trifft“. / Tagesspiegel… Continue Reading „22. Szene-Beschreibung“

21. Literaturpreis Ohrenschmaus

Wien. Gestern Abend wurde im  Museumsquartier zum dritten Mal der „Literaturpreis Ohrenschmaus“  in den Kategorien Lyrik, Prosa und Lebensberichte vergeben. „Die  Texte der lernbehinderten AutorInnen geben ungewöhnliche Einblicke  in ihre Lebenswelt und zeigen ein anderes Bild von behinderten  Menschen, wie es sonst gerade in… Continue Reading „21. Literaturpreis Ohrenschmaus“

19. Poetikdozent

Dann aber trat der neue Poetikdozent, der Lyriker Durs Grünbein, ans Pult. Er sagte: „Willkommen in der Eissporthalle.“ Er wollte gleich beim Namen genannt haben, dass man sich hier (direkt neben dem Poelzigbau, einst Zentrale der am organisierten Tod in der NS-Zeit beteiligten IG… Continue Reading „19. Poetikdozent“

18. «I cha nid rappe»

Den neuen Kutti-MC-Song «I cha nid rappe, Bob Dylan nid singe»  gibt’s zur Feier des 2. Dezembers gratis hier zum downloaden: http://www.xmascalendar.ch/ Und wer sich auch für Jürg Halter interessiert: Seit dem 10. Oktober 2009 erscheint im «Tages-Anzeiger» jeden zweiten Samstag eine Kolumne von… Continue Reading „18. «I cha nid rappe»“

17. „Licht ins Dunkel bringen“

Wer die Geschichte von Sandra M. (Name von der Redaktion geändert) aus Simmern liest, der fragt sich „Wieviel Leid erträgt eine Seele?“ Ihre Hölle, sagt sie, begann im Alter von viereinhalb. Über Jahre hinweg sei sie genötigt und misshandelt worden. Sie schwieg, blieb stumm,… Continue Reading „17. „Licht ins Dunkel bringen““

16. Wirklichkeitsverdichter

Von den Dichtern können wir etwas über die Präzisierung des Blicks lernen. Sie zeigen uns kleine Sprünge in der Wirklichkeit und eröffnen damit eine Genauigkeit, die nur durch das Schauen erwirkt werden kann. Philippe Jaccottet, der 1925 im schweizerischen Waadtland zur Welt kam, ist… Continue Reading „16. Wirklichkeitsverdichter“

15. Geld

10 Euro für den lebenden Dichter, 775.000 für den toten: soviel wurde in Paris für eine Ausgabe von Baudelaires Fleurs du Mal gezahlt. / sfr

14. Prix Goncourt

Der Goncourt-Preis für Lyrik 2009 geht an den marokkanischen Lyriker Abdellatif Laâbi  für sein Gesamtwerk, teilte die Akademie Goncourt mit. Abdellatif Laâbi, 67, schreibt in französischer Sprache. Er hat zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht, ebenso Romane und Theaterstücke sowie Übersetzungen arabischer Dichter ins Französische. In den… Continue Reading „14. Prix Goncourt“

13. Meine Anthologie: Vokale

Während des Textenet-Festivals habe ich mich mehrfach mit dem Thema beschäftigt. 95. Draesners Sprachmusik 123. Gedächtniszeilen 126. Mischsprache 133. Überraschungsgast 134. Zeilen Just da saß ich in einem Wartezimmer, wartend und lesend. Ich hatte ein robustes Taschenbuch eingesteckt, ein Suhrkamp-Taschenbuch (Mann kann es in einer Hosentasche tragen, der Arzt… Continue Reading „13. Meine Anthologie: Vokale“

12. Faßbuller

sagten wir als Kinder (das war im Mitteldeutschen, wo man Hart- und Weich-B nicht so genau unterscheidet). Einer dieser Typen hat ein Gedicht für einen anderen geschrieben, oder gesprochen, und die FAZ hat es ein schlechtes Gedicht genannt, und alle anderen schreiben auch darüber… Continue Reading „12. Faßbuller“