Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In der Wiener Zeitung bespricht Andreas Wirthensohn übersetzte Bücher von John Burnside, Simon Armitage und Eugenijus Ališanka und findet: Kein Zweifel: Die Lyrik dieser drei Dichter kann durchaus für sich bestehen, aber deutlich mehr Lesefreude hat man, wenn einem zumindest die ein oder andere helfende Krücke gereicht… Continue Reading „98. Mehr Nachworte“
Die Stadt Baltimore wird dem Edgar Allan Poe Haus auch dieses Jahr keine finanzielle Unterstützung zukommen lassen. Das Haus, in dem Poe mit seiner Familie lebte und in welchem er 1849 starb, gehört der Stadt und erhielt bis 2010 jährlich 85000 Dollar. Nun wird… Continue Reading „72. Keine Knete“
Christopher Schmidt sprach mit dem Shakespeare-Übersetzer Frank Günther (Süddeutsche Zeitung 6.8.): Günther: Die kanonisierte Übersetzung ist die von Schlegel, die ebenso wenig aussterben wird wie die Luther-Bibel. Das hat einen bestimmten Ton, den man mit Shakespeare identifiziert, das ist die Benchmark. Gleichzeitig gibt es… Continue Reading „54. Mehrwert des Blankverses“
Der Titel der Biennale „A Terrible Beauty is Born“ bezieht sich auf ein Gedicht des irischen Dichters William Butler Yeats. Mit diesem Gedicht hat Yeats ein wichtiges historisches Ereignis analysiert. Es handelt von der Osterrevolution in Dublin 1916, bei der hunderte Iren für die… Continue Reading „101. Terrible beauty“
Mit „Drums Between The Bells“ unternimmt Brian Eno nun den Versuch, Gedichte des modernen Lyrikers Rick Holland so in Klang zu betten, dass eine Einheit entsteht – obwohl die Gedichte als gesprochenes Wort erhalten bleiben. Ein fast unmögliches Unterfangen, ziehen Gedichte doch eigentlich alle… Continue Reading „63. Drums Between The Bells“
Von Felix Philipp Ingold Ein Leben Shakespeares, nachgedichtet von Armin Senser „William Shakespeare“, so kann man es in Wikipedia und auch anderswo lesen, „war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler (1564-1616). Er gehört zu den bedeutendsten und am meisten aufgeführten und verfilmten Dramatikern der… Continue Reading „55. Lyrische Bruderschaft“
Wo soll man diese Gedichte lesen? Winters etwa im Dienstabteil eines fahrenden Fernzugs, zur Zeit besser nackt auf einer Brandmauer hoch über der Stadt. Oder auf der Straße vor einem Knast. Der Verfasser war Bewährungshelfer. Vielleicht ist es die aufgeschnappte Beobachtung eines Klienten, daß… Continue Reading „37. „Nichts als Worte, / beteuere ich““
Er sei, schreibt Armitage einmal, Lyriker geworden, weil das mit dem Rockstar nicht geklappt habe. Dahinter steckt vergleichsweise wenig Koketterie, denn Armitage ist auch ein Sänger der im Norden recht bekannten Band Scaremongers. Seine Frau, Speedy Sue, ist mit dabei: ‚Less is more‘ heißt… Continue Reading „136. Weil das mit dem Rockstar nicht geklappt hat“
Die Schriftsteller John Burnside und Florjan Lipuš bekommen den mit 20.000 Euro dotierten Petrarca-Preis. Sie werden „für ihre herausragenden und bedeutsamen Werke“ ausgezeichnet, wie die Hubert-Burda-Stiftung, die den Preis vergibt, am Donnerstag in München mitteilte. Die Juroren um Peter Handke und Michael Krüger hätten sich einstimmig… Continue Reading „88. Petrarca-Preis geht an John Burnside und Florjan Lipuš“
Burnside ist Romancier, gewiss, doch dringlicher ist er Lyriker. In all seinen Werken findet man Gestaltwandler der dunkleren und dunkelsten Spielart. Auch in „Lügen über meinen Vater“ taucht ein solches Wesen auf. Es hat zwei Beine, nicht zwei Füße; es fällt mit „harten, blitzenden… Continue Reading „87. Gestaltwandler“
Ob es einem gefällt oder nicht, das Englische war über Jahrhunderte das Hauptmedium der irischen Kultur und die Iren hatten das Glück, von einem Volk mit einer verdammt guten Sprache kolonisiert worden zu sein. Um auf Heaney zurückzukommen, so lag seine Inspiration wohl teilweise… Continue Reading „68. Kehrseite“
Vieles vom besten Britischen ist irisch, ob in Literatur, Kunst oder Popmusik. Andersherum auch. 1983 veröffentlichte Seamus Heaney ein Gedicht in Form eines politischen Pamphlets namens Ein offener Brief. Er reagierte darauf, daß er unfreiwillig in das Penguin Book of Contemporary British Poetry aufgenommen… Continue Reading „67. Grüner Paß“
Dass das Lesen längst nicht tot ist im Land Shakespeares, zeigt die empörte öffentliche Reaktion auf die drohende Schliessung von achthundert Bibliotheken. Die geplante Massnahme löste teilweise heftige Reaktionen unter britischen Schriftstellern aus: Philip Pullman unterstellte David Cameron und Nick Clegg, vermutlich nie eine… Continue Reading „48. Leseland“
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 15.000 Euro dotierten Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung an Frank Günther für seine Shakespeare-Übertragungen ins Deutsche. Den Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland erhält der katalanische Übersetzer und Lyriker Feliu Formosa. Der Preis ist… Continue Reading „46. Akademie ehrt Übersetzer“
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