Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die Berliner Zeitung schreibt über den DDR-Kulturpolitiker Alexander Abusch, der in den 50er Jahren auch seinen Freund Johannes R. Becher heimlich attackierte: Lilly Becher [Bechers Witwe] … verwahrte in einem Tresor Gedichte aus den Jahren 1956/57, die Bechers tiefe Resignation in Gleichnissen ausdrücken. Sie… Continue Reading „Der Jäger“
Nach der 1999 von ihrem Hausverlag spendierten bibliophilen Werkausgabe gibt es nun von Sarah Kirsch neue Kurzgedichte, noch kürzere als die 1996 in dem Band «Bodenlos» erschienenen, keines länger als zehn Zeilen. Es sind staunenswerte Epiphanien und kleine lyrische Wunder an sprachlicher Präzision, so… Continue Reading „Drei-Worte-Gedicht“
Auf der Bühne im Central-Theater sind an einem mannshohen Gestänge Gongs und Klanghölzer aufgehängt, große Pauken und Saiteninstrumente, die Monochorde, haben Besitz vom Raum ergriffen. Ganz vorn steht winzig ein halb volles Glas mit Wasser, so spröde und leise wie die Lyrik Paul Celans… Continue Reading „Lyrik-Performance zu Paul Celan“
Johann Lippet hat sich vom legendären «alphabet» seiner dänischen Kollegin Inger Christensen inspirieren lassen. Dass beim Vagabundieren in Wörterbüchern enorme poetische Sprachenergien freigesetzt werden können, demonstriert nun sein «Banater Alphabet». Der zentrale Schauplatz dieser poetischen Sehnsuchtsreise ist das ungarische Grenzstädtchen Hegyeshalom, ein Ort, der… Continue Reading „Banater Alphabet“
Zwanzig Jahre hatte er an einer deutschen Version der «Divina Comedia» (immer unterschied er an der ungewohnten, aber historisch korrekten Schreibung des Wortes mit einem m den Kundigen vom Ahnungslosen) gearbeitet, mit der er nicht etwa Dante ins Deutsche hatte übersetzen, sondern die literarhistorische… Continue Reading „Borchardt im Dienste Dantes“
In Steffen Jacobs Gedichte-Kolumne diesmal ein Gedicht von Robert Gernhardt, dessen erste Zeile lautet: Das ist der Nebel, aus dem Zombies steigen. / Die Welt 2.2.02
In der „Welt“ plädiert Bernd Wagner für Skepsis gegen literarisches Vereinswesen, indem er auch an seine DDR-Lehrjahre erinnert: Was habe ich nicht für Wege zurückgelegt, um Gespräche führen zu können, die über das stets etwas Konspirative des kleinen Kreises hinausgingen. Verbände und Vereine sind… Continue Reading „Bernd Wagner für Skepsis gegen literarisches Vereinswesen“
In der NZZ-Reihe Kleines Glossar des Verschwindens schreibt Thomas Kling über die Totenrede. / NZZ 2.2.02
„Als ginge es um eine Wette, / wie lange man noch vorhanden“ – mit diesen Worten beschrieb Karl Krolow, was ihm gegen Ende seines Lebens geschah: Bis kurz vor seinem Tod am 21. Juni 1999 schrieb er oft mehrere Gedichte an einem Tag, über… Continue Reading „Die tägliche Buchung“
“ Die Gazette “ v. 31.1.02 veröffentlicht das Gedicht „Maconas“ von Gerburg Garmann mit Autorkommentar: Die Maconas waren ein Teil der Inkakultur. Als erwählte „heilige“ Frauen lebten sie auf dem Machu Pichu nahe dem Sonnentempel. Ihre Aufgaben umfaßten das Weben von Gewändern, generell die… Continue Reading „Maconas“
Die NZZ druckt ein Gedicht von Fouad el-Auwad – wie immer – online! – ohne Verseinteilung, falls es denn welche hat. Aber wer das wissen will, muß die Zeitung kaufen. (Wer die sogenannte Druckerausgabe benutzt, dem wird gar der Autor vorenthalten). Der Autor stammt… Continue Reading „Fouad el-Auwad“
Stuttgart. DPA/ BaZ . Die weltgrösste Sammlung von Handschriften Friedrich Hölderlins (1770-1843) in Stuttgart ist um eine Attraktion reicher. Ein amerikanischer Privatbesitzer hat der Württembergischen Landbibliothek die vollständige 17-seitige Niederschrift des Hölderlin-Hymnus “ Der Archipelagus “ aus dem Jahr 1800 geschenkt, wie die Bibliothek… Continue Reading „Hölderlin-Sammlung erhält wertvolle Handschrift“
Andere Gedichte sind weit hermetischer. «Aus dem Glossar der Prostitution in Algier» etwa spult einen vielzüngigen Kanon von Namen, Imperativen oder, wer weiss: Stellungen, Produktbezeichnungen, Flüchen ab, der die harte Kunstwelt nordafrikanischer Bordelle suggeriert, käuflich offen und letztlich geschlossen wie der Raum des Gedichts.… Continue Reading „Gedichte von Joachim Sartorius“
Carl Zuckmayers Geheimbericht in der FAZ, heute: Erich Kästner . /FAZ 23.1.02
Vor 22 Jahren verließ Hamid Jassim Al-Khakani den Irak. Als regimekritischer Journalist musste er vor den Polizisten Saddam Husseins fliehen und hat seine Heimat seither nicht wiedergesehen. Seit 1980 lebt er in Halle, lehrt an der Universität moderne arabische Literatur und islamische Mystik –… Continue Reading „Hamid Jassim Al-Khakani“
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