Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
„Altklug“ kann nämlich immer auch „frühreif“ bedeuten, und von solcher frühen Reife legen Filips ‚ Gedichte Zeugnis ab. Nicht, dass immer alles gelungen wäre, nein, aber Zeilen wie „Die Zeit ist lang. Du brauchst sie nicht zu hetzen“ lassen einen plötzlich innehalten und werden… Continue Reading „Schluck Auf Stein“
Gespenst in Deutschland“ schrieb der Schriftsteller und Lyriker Matthias Kneip, der jetzt auf einer Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft im Universitätsclub Bonn unter dem Titel „Spaziergang eines Deutschen durch Polen – Gedichte und Essays zwischen Deutschland und Polen“ Exempel seiner Poesie und Prosa vorstellte. Ganz… Continue Reading „„Polen ist ein trauriges“
Seine neueren Lieder sind deswegen keineswegs schwächer oder harmloser, und immer noch besticht die Intensität und Kraft seiner Lyrik, die, was viel zu wenig gewürdigt wird, seit jeher kongenial musikalisch verpackt wird. / schreibt der Donaukurier über Wolf Biermanns Auftritt bei den diesjährigen Ingolstädter… Continue Reading „kongenial musikalisch verpackt“
In der „Welt“ schreibt Wolf Biermann über den Dichter Moses Rosenkranz aus Czernowitz: Für mich sind diese acht Zeilen (s.u.) ein großes Gedicht, geschrieben von einem kaum bekannten Dichter aus Czernowitz in der Bukowina. Moses (ursprünglich: Edmund) Rosenkranz wurde am Anfang des letzten Jahrhunderts… Continue Reading „Des Bauern Tod“
Zunächst der heimliche, dann mit der Preisverleihung des (seriösen) „Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung“ am Sonntag auch öffentliche Star der Buchmesse war der sympathisch-ironische serbische Prosaist und Lyriker Bora Cosic (Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution – den Anerkennungspreis erhielt der tschechische Autor… Continue Reading „Ostig-schnuckelige Messe“
Die Leipziger Volkszeitung berichtet u.a. dies von Lyriklesungen im Gohliser Schlößchen in Leipzig: Dicht auf den Versen folgte ihm [Rosenlöcher] der 27-jährige Berliner Björn Kuhligk, der leider mit „erotischen Liebesgedichten“ angekündigt wurde. Statt platter Provokation gelingen dem als „Asphalt-Rimbaud“ gefeierten Dichter kraftvolle Bilder: „…… Continue Reading „Lyriklesungen im Gohliser Schlößchen“
Even more disappointing were the final stanzas of legendary wordsmiths the likes of Lord Byron and Johann Wolfgang von Goethe. Byron couldn’t be bothered to work up a decent rhyme. „Now I shall go to sleep. Good night.“ While Goethe’s last words were so… Continue Reading „Letzte Worte“
Nach ihrem Selbstmord am 1. Juni 1966 verschwand Inge Müller umgehend aus den Annalen der DDR-Literaturgeschichte. Kurz nach ihrem Tod hatte der Aufbau Verlag den vergeblichen Versuch unternommen, ihre seit 1957/58 entstandenen Gedichte in einer Ausgabe vorzustellen. Für die paranoiden Literaturpolitiker der DDR bedeutete… Continue Reading „Dann fiel auf einmal der Himmel um“
Und beide beharren auf einem Trotzdem des Gedichts: Das titelgebende Schlussgedicht Erklärte Nacht hebt bei Grünbein mit dem Understatement an: Oder Dichtung, was war das noch? Entführung in alte Gefühle. / Stimmenfang, Silbenzauber, ars magna im elaboriertesten Stil. / Die Kälte der Selbstbegegnung, ein… Continue Reading „Neue Lyrikbände von Drawert und Grünbein“
Bert Papenfuß: Christa Wolf hat mir immer ihre Bücher gegeben, hat aber immer dazu gesagt, dass ich sie nicht lesen brauche. Ich habe mich weitestgehend daran gehalten. Karl Mickel hat mich mal auf eine Stelle in „Nachdenken über Christa T.“ aufmerksam gemacht, an der,… Continue Reading „Lyriker, prosalesend“
Marcel Beyer schreibt Gedichte, die nicht von der Fremdheit der Phänomene erlösen, sondern … mitten in ihr „Geheimnis“ hinein führen. Hier wird in großer Eindringlichkeit über Geschichte gesprochen – in Gedichten, die gleichermaßen aus benennen und Verschweigen bestehen. / Michael Braun, FR 20.3.02 Marcel… Continue Reading „Benennen und Verschweigen“
Die NZZ zitiert Luise Rinsers selbstgeschriebenen Nachruf von 1992: «Sie hat ihre Aufgabe als Störfaktor bis zum letzten Atemzug erfüllt. Jetzt hat und gibt sie (hoffentlich) Ruhe für eine Weile.» / NZZ 19.3.02 Weitere Nachrufe: Die Welt 19.3.02 / FAZ 19.3. (Walter Hinck) /… Continue Reading „Zum Tod von Luise Rinser“
Im April wird Franz Hodjak für ein halbes Jahr nach Dresden kommen – als neuer Stadtschreiber. Seit 1996 sponsert die Stiftung Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Dresden dieses Amt. Hodjak tritt die Nachfolge von José F.A. Oliver an und von Christoph Geiser, Wulf Kirsten… Continue Reading „Franz Hodjak wird Dresdner Stadtschreiber“
Das alte „Neue Deutschland“ hat was übrig für Dissidenten und lobt Fritz Mierau, der ohne Zweifel Lob verdient. / ND 16.3.02 Fritz Mierau: Mein russisches Jahrhundert. Autobiografie. Edition Nautilus. 320 Seiten, gebunden, 19,90 EUR.
«Will Hofmannsthal Goethes Entwicklung begleiten, / so wirkt es noch bis in die fernsten Zeiten. / Was immer auch dieser jenem leiht, / es reicht für beider Unsterblichkeit. / Müssen die, die späterhin beide lesen, / denn wissen, welcher der Ältre gewesen? / Die… Continue Reading „Spottvers von Karl Kraus“
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