Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wenn man aber geduldig (und ohne Furcht, den Boden unter den Füssen zu verlieren) in dieser riesigen Fundgrube gräbt, dann stösst man auf Verse, die nachhallen: «Als Gott den Menschen schuf / mit leichter Hand und schrägem Blick / gab er ihm auch einen… Continue Reading „Thomas Brasch: Nachlaß“
Günter Kunert befreit sich unentwegt von seinem leicht entfessselbaren Gedächtnis. Mit seinem Verstummen kann nur rechnen, wer ihm vorschnell*) die letzte Altersstufe als Fatalist zuschreibt. Günter Kunert ist davon weit entfernt. Die benachbarte Sarah Kirsch erfährt den Dichterfreund alltäglich und entlastet uns von aller… Continue Reading „Das Leben ist schön“
Den Förderpreis zum Hugo-Ball-Preis der Stadt Pirmasens (3 750 Euro) erhält der Lyriker Steffen Jacobs. / Pirmasenser Zeitung 13.11.02
In der NZZ bespricht Stefan Breuer eine amerikanische Georgebiographie , in der ihm Homosexualität offenbar endgültig nachgewiesen wird (so what?) – und mehr: Norton spricht zwar nicht geradezu von Präfaschismus, lässt aber seine Leserschaft nicht im Unklaren darüber, dass er im George-Kreis eine der… Continue Reading „Georgebiographie“
… an: Nürnberg hat damit begonnen, den in Schwabach geborenen Dichter Gerhard Falkner zu ehren, berichten die Nürnberger Nachrichten , 11.11.
Noch einmal Provinz und Welt: Über einen Lyriker aus Zaire (DR Kongo) berichtet der Reutlinger General-Anzeiger, 11.11.02: [Biko Jon’s alias Soso] Malila, der 1993 von Zaire nach Metzingen kam, hat bereits in seiner Heimat drei Zyklen verfasst. Veröffentlich hat er sie bisher noch nicht:… Continue Reading „Biko Jon“
(sic) druckt Auszüge aus einer Lobrede Michael Brauns auf Michael Donhauser (zur Verleihung des Christian-Wagner-Preises ): Denn es gibt etwas, was diese Lesart (der Naturmagie, d. Red.) stört, etwas, das nicht aufgeht in der unio mystica zwischen Dichter und Naturding. Es ist das zögerliche,… Continue Reading „Die Leonberger Kreiszeitung“
– wenn es nach Enzensberger geht. Der nämlich fordert in der FAZ vernünftige Preise für seine Gedichte: Die Buchproduktion ist, soweit ich sehen kann, die einzige Branche, bei der – um im Bild zu bleiben – ein Hamburger genausoviel kostet wie ein Tournedos und… Continue Reading „Schlechtere Zeiten für Lyrik“
Frankfurter Anthologie der FAZ (9.11.02): Peter Huchel, Späte Zeit (Jürgen Busche).
In den Tagen nach dem 11. September sagte der Dichter Gunter [sic!] Kunert im deutschen Fernsehen, er wolle um Gottes Willen nichts gegen seine türkischen Mitbürger sagen. Doch leider hätten sie nun einmal ein anderes Verhältnis zur Gewalt. „Wenn sie einem Katholiken sagen: ,Geh… Continue Reading „Navid Kermani: Grassierende Islamfeindlichkeit“
Ein Artikel der Süddeutschen präsentiert den 20jährigen Kanonier Rudolf Augstein als Lyriker und Verschwörer (8.11.02): „O Gott, ich habe das Große gewollt, / Ich wollte den Himmel offenbaren…“ Kein gemeiner Soldat, sondern ein Dichter wollte er werden, und Expressionismus lag damals in der Luft.… Continue Reading „Rudolf Augstein“
In der Zeit beschreibt der amerikanische Lyriker C.K. Williams die Deutschen als (durch die Judenvernichtung des „dritten Reiches“ dazu gewordenes) symbolisches Volk – wie die Juden. / Zeit 46/2002
„Du bist wie eine Blume“ wurde ausreichend oft in Musik gesetzt – rund 400 mal, sagt die Liedvertonungsbilanz. Man kann es immer wieder neu versuchen, sagte sich der Komponist Wilhelm Killmayer Mitte der Neunziger. Und verwandelte gleich drei Dutzend Heine- Gedichte erneut in Klavier-Tenor-Miniaturen.… Continue Reading „Heinrich Heines Gedicht“
Der Urgrund dieser Poesie ist magisch, und er ist mündlich. Die blutrote Schrift ist nur ihre behelfsweise Notation; um wirksam zu sein, müssen die Fluch- und Segensformeln gesprochen und gesungen werden. Wie in seinem letzten Gedichtband hat Kling also auch jetzt, zeitgemäß modifiziert und… Continue Reading „Fluch- und Segensformeln“
Weniger Behagliches widerfährt dagegen Franz Josef Czernin im Gespräch mit dem Germanisten Sebastian Kiefer, zumal der Poetik-Unterredung Kiefers semantische Analyse und Interpretation von Czernins «elemente, sonette» vorangestellt sind. Der Lyriker gerät als Folge davon in die paradoxe Situation, die Reflexion seines Schaffens auf den… Continue Reading „Babylonisch“
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