Kategorie: Deutschland

Günter Kunert

Rolf Schneiders Berliner Anthologie: Günter Kunert, Berlin, Berliner Morgenpost 16.11.03

Wörtertreiben

Die geheime Sehnsucht der (meisten) Germanisten: selber schreiben, hat sich jetzt auch Karl Otto Conrady erfüllt, berichtet die Kölnische Rundschau am 12.11.03 Karl Otto Conrady: „Wörtertreiben“ Landpresse-Verlag ISBN 3-935221-19-3, 18 Euro

Dylan 2: The loon.

In dem viel gescholtenen Büchlein, in dem Wolf Biermann Bob Dylans Poem Eleven outlined epitaphs übersetzt hat, erzählt der wegen seiner demonstrativen Eitelkeit geschmähte Biermann die Geschichte, wie ihm die schöne Deborah die Sache mit dem Loon erklärt. Der Loon, eine bessere Ente, ist… Continue Reading „Dylan 2: The loon.“

Dada-Baroness

Sie schrieb kryptische, erotisch aufgeladene Gedichte, die in der Literaturzeitschrift «Little Review» damals für mehr Aufsehen sorgten als die zeitgleich publizierte Prosa aus dem «Ulysses». / Jürgen Bräunlein, NZZ 8.11.03 Irene Gammel: Baroness Elsa. Gender, dada, and everyday modernity. A cultural biography. Massachusetts Institute… Continue Reading „Dada-Baroness“

„Der Neubau“

Für die Frankfurter Anthologie interpretiert Wulf Segebrecht ein (relativ frühes) Gedicht von Günter Grass – „Der Neubau“ / FAZ 8.11.03

Der Beat hört nicht auf zu hämmern

Unter dem Titel „Der Beat hört nicht auf zu hämmern“ lesen die Dichter Peter Rühmkorf und Günter Grass am 26. November im Greifswalder Dom aus ihren Werken, teilt das Koeppenhaus mit. / OZ 29.10.03

Zum Tode des Lyrikers Heinz Piontek

Heinz Piontek beginnt seinen autobiografischen Roman „Dichterleben“ mit dem Satz „Der Winter begann wie ein Vergnügen“. Da ahnt der Leser, dass dieses Dichterleben sich schnell dem „Winter unsers Missvergnügens“ nähert. Nun sind alle seine Jahre, geträumt und wahr, versunken. Heinz Piontek ist am Sonntag… Continue Reading „Zum Tode des Lyrikers Heinz Piontek“

Celan ohne Kommentar

Der Verzicht der Herausgeber auf Kommentare, die erst nach Abschluß der gesamten Textedition in gesonderten Bänden erscheinen sollen, wirkt vor dem Anschwellen der biographisch-positivistischen Celan-Exegese wohltuend und korrespondiert mit Celans poetologischer Absicht, biographische Spuren und konkrete Bezüge aus seinem Werk zu tilgen und ein… Continue Reading „Celan ohne Kommentar“

Tierblut

In seiner Berliner Anthologie kommentiert Rolf Schneider ein Gedicht des (West-)Berliners Michael Wildenhain über den (Ost-)Berliner Bahnhof Ostkreuz und den dortigen, ehemaligen Zentralviehhof: Das von Wildenhain evozierte Gebiet des Zentralviehhofs, einer Schlachtfabrik für viele Generationen von Berliner Metzgern, wurde inzwischen durch andere, weniger blutige… Continue Reading „Tierblut“

Peter Rühmkorf

(Jahrgang 1929) gehört zu der zarten Handvoll Autoren, die dem lesenden Volk immer wieder Ohrwürmer schenken: „Bleib erschütterbar und widersteh“, „In meinen Kopf passen viele Widersprüche“, „Die schönsten Verse der Menschen/ Na finden Sie schon einen Reim/ Das sind die Gottfried Bennschen/ Hirn, Lernäischer… Continue Reading „Peter Rühmkorf“

Nur zwei Dinge

In der NZZ vom 25.10.03 interpretiert Gernot Böhme Gottfried Benns Gedicht „Nur zwei Dinge“ – im Lichte Nietzsches: Vor fünfzig Jahren hat Gottfried Benn ein Gedicht veröffentlicht, das man als die entmythologisierte Version von Goethes «Urworte. Orphisch» ansehen kann. Hier wie dort geht es… Continue Reading „Nur zwei Dinge“

Haiku in Wien?

Das nimmt Berlin nicht kampflos hin: Erst vor ein paar Wochen fiel mir Uli Beckers Asphalthaikusammlung „Fallende Groschen“ in die Hände, ein Bändchen, das schon 1993 bei Maro erschien, in der von Armin Abmeier herausgegebenen Reihe „Die tollen Bücher“, prachtvoll illustriert von Henning Wagenbreth.… Continue Reading „Haiku in Wien?“

Lesetip

Mirana Zuschke schreibt in Sorbisch und in Deutsch. Mittlerweile hat sie einen eigenen Lyrikband veröffentlicht („Jaskrawe jasle“, Domowina-Verlag, Bautzen 2000) und ist mit ihren Gedichten in Anthologien und Zeitschriften vertreten. Die sorbische Sprache ist für sie die weitaus poetischere und klangvollere. „Im Sorbischen finden… Continue Reading „Lesetip“

Raymond Queneau, Stilübungen

46 Werke von berühmten Künstlern aus der ganzen Welt, die zu diesen Variationen ihre Bilder zeichneten, präsentiert seit Mittwoch das Institut Francais. In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Nicaise in Paris wurde es ermöglicht, diese zu Raymond Queneaus 100. Geburtstages konzipierte Ausstellung an die Warnow… Continue Reading „Raymond Queneau, Stilübungen“

Der lag besonders mühelos am Rand

Hans Christophs Buch über Walter Höllerers Gedicht „Der lag besonders mühelos am Rand“, FAZ 18.10.03