Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Manche mögen nur den einen und verachten den andern, oder umgekehrt. Manche hassen beide. Ich liebe beide, so wie beide Brecht und Villon liebten. Wie auch sonst. Biermann, Villon und Degenhardt müssen es mit mir aushalten. Der eine ist gestern gestorben, der andere feierte… Continue Reading „65. Der große Bruder Franz Villon“
Wolf Biermann im Gespräch mit dpa aus Anlaß seines 75. Geburtstages, Berliner Kurier: Wie konnte es eigentlich überhaupt so weit kommen? Immerhin waren Sie Regieassistent am renommierten Berliner Ensemble und hatten prominente Förderer. Das „Unglück“ in den Augen der Politbürokraten begann 1962 mit einer von… Continue Reading „63. Wie es dazu kam“
Der Liedermacher und Schriftsteller Franz Josef Degenhardt ist am Montag im Alter von 79 Jahren am Wohnort der Familie in Quickborn (Schleswig-Holstein) gestorben. Dies bestätigte seine Familie am Montagabend mehreren Nachrichtenagenturen. … Degenhardt etablierte sich in der Folge zu einem der bekanntesten Liedermacher der… Continue Reading „61. Franz Josef Degenhardt gestorben“
… familiäre Devotionalien wie das „schlampig geführte Reichsarbeitsbuch des Großvaters“ ebenso wie die eigene Person betreffende Unterlagen und „Mitgliedsausweise verschiedener Massenorganisationen“ – der „Ausweis der Freien Deutschen Jugend“, der „Ausweis der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ und andere, jeweils ohne das herausgerissene Passbild, das für… Continue Reading „59. Zentralantiquariat“
Der sächsische Lyriker Andreas Altmann erhält heute [Sonnabend] um 19 Uhr in Weimar die mit 5000 Euro dotierte Manfred-Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. Altmann beschreibe Natur und Landschaften in magischen und eigensinnigen Bildern, so die Begründung der Jury. Seine Gedichte ermöglichten einen anderen Blick auf… Continue Reading „58. Ausgezeichnet“
Goethe taucht an den Schulen kaum noch auf, aber auch Reiners ewiger Brunnen ist den meisten Kindern unbekannt. Sie kennen die Gedichte der klassischen deutschen Literatur nicht mehr, nicht im Herbst und nicht in anderen Jahreszeiten. Sie kennen keinen Rilke mehr („Herr, es ist… Continue Reading „56. Keine Gedichte mehr“
Chemnitz, 15. November 20.00 Uhr Theater, Zieschestr. 11 Bertram Reinecke bei Turboprop Literatur vermittelt bereits im 8. Jahr in Folge junge deutschsprachige Literatur und das Wichtigste aus dem Literaturbetrieb. Gespickt mit einer großen Menge Beiwerk, wie Live-Lektorat, Filmchen, Quiz, Schreibpreisausschreiben, Torte, Bücher und ähnlich… Continue Reading „54. Wichtige Nützlichkeiten“
Seit Jahren gehört zu jedem Pausengeplauder beim open-mike-Wettbewerb die etwas abgewetzte Behauptung, dass die vorgetragene Lyrik der Prosa meilenweit vorauslaufe. Für die wie verlangsamt tastenden Metamorphosen in den Gedichten des Lyrik-Preisträgers Sebastian Unger, Jahrgang 1978, mochte das stimmen. Vielleicht hat die immerzu allgemein erhobene… Continue Reading „52. Müdigkeit und Neugier“
Christoph Meckels Erinnerungsbuch an die Nachkriegszeit in der „Russischen Zone“ ist keine der üblichen Autobiografien. … Meckels Buch ist frei von Larmoyanz und Verbitterung gegen die Russen. Und das Kind, das unter den Bedingungen der Besatzung, trotz innerer Bereitschaft, kein Russisch erlernen sollte, wird… Continue Reading „50. Meckels Erinnerungsbuch“
… denn heute ist es soweit: Am Freitag, 11. November, feiert der Leipziger Dichter Andreas Reimann nicht nur seinen 65. Geburtstag. Im Haus des Buches wird gleichzeitig der erste Band einer Andreas-Reimann-Werkausgabe vorgestellt. „Die Weisheit des Fleischs“ heißt der. Er erschien 1975 in der… Continue Reading „48. Warten lohnt“
Die Deutsche Presse-Agentur hat Kurator Politycki mit den Worten zitiert, er spreche sich für eine „neue Unlesbarkeit“ der deutschen Gegenwartsliteratur aus, die nicht jeden „Tausendsassa, die jetzt auch noch ein Buch schreibt“ im Club der Schriftsteller willkommen heißt. / fabmuc.de Autoren antworten, darunter Andreas Heidtmann: Es mag… Continue Reading „44. Paradigmenwechsel in München?“
Die in Gedichtform gegossenen Sedativa von befindlichkeitsfixierten Momentaufnahmen werden wohl niemanden aus der Siesta reißen. … Obwohl Hummelts Texte vor allem die gediegene Ruhe von »pans stunde« wieder in die Lyrik bringen wollen, erahnt man noch den Versuch, Unruhe zu stiften, Widerspruch, Panik. Die… Continue Reading „41. Keine Panik“
„Was ist das eigentlich, was Du schreibst?“ haben wir Wolfram Lotz gefragt, nachdem wir seinen Text das erste Mal gelesen hatten. Es ist in einem Zwischenbereich von Lyrik und Prosa angesiedelt und trägt jetzt den UntertitelListe, der am treffendsten beschreibt, was der Wahl-Leipziger macht. Eine Liste… Continue Reading „40. Fusseln“
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