Kategorie: Deutschland

86. Schattenseiten

Peter Bürger, engagierter Heimatforscher aus Düsseldorf, macht sich für die Umbennung von Straßennamen stark. Die WAZ sprach mit ihm: Ich beschäftige mich seit 27 Jahren mit sauerländischer Regionalforschung. Was ich in den Archiven entdeckt habe, war oft eine braune Sauce, vor allem was die… Continue Reading „86. Schattenseiten“

85. Frischzellen

Münster-Roxel – Die 25 Fünftklässler der Sekundarschule wirkten motiviert und gut vorbereitet: Christoph Wenzel (34), Autor und Herausgeber aus Aachen, las im Rahmen des münsterischen Lyrikertreffens aus seinem dichterischen Werk. „Gedichte sind Frischzellen fürs Gehirn“, unterstrich der studierte Germanist und mehrfache Preisträger. Lyrik ermögliche Kindern… Continue Reading „85. Frischzellen“

83. Spuren

Jan Kuhlbrodt Zu: Thomas Brasch Die nennen das Schrei. Gesammelte Gedichte (Gesendet am 24.5. auf Radio 98,1) Am 20. Mai erschienen im Suhrkamp Verlag die gesammelten Gedichte von Thomas Brasch. Ein Ereignis. Zumindest für mich. Der folgende Text wird aus Thesen bestehen, denn abschließend… Continue Reading „83. Spuren“

82. Neue Lyrik aus Berlin

Wann: (war schon) Wo: Literaturwerkstatt Berlin Knaackstr. 97(Kulturbrauerei) 10435 Berlin Veranstalter: Literaturwerkstatt Berlin In Lesung und Gespräch: Nico Bleutge (Autor, Berlin) und Björn Kuhligk (Autor, Berlin) Moderation: Meike Feßmann (Literaturkritikerin und Autorin, Berlin) Wie kann man heute über Landschaft schreiben? Die Berliner Dichter Nico… Continue Reading „82. Neue Lyrik aus Berlin“

81. Baaders Macht

2 Sätze aus einem Text von Ina Kutulas über Matthias Baader-Holst: Unser Brautmantelkleid war, ist die Decke, unter der die Herbeigerufenen nach wie vor stecken, Gelittene und Untragbare, Verzagte und Verdammte, gut ausgestattet mit diesem Crazy Baader Holst Patchwork – zu werden ein Patchword:… Continue Reading „81. Baaders Macht“

80. Mächtig

Sarah Kirsch begann mit dem Gedichteschreiben in einer Zeit, in der Lyrik in Deutschland vielleicht zum allerletzten Mal Macht hatte. Eine Macht über die Leser, die in ihren Bann geschlagen wurden. Und eine reale Macht, die allein darin bestand, dass die politischen Machthaber ihr… Continue Reading „80. Mächtig“

79. Unnötiger Respekt

Gersheim. Mit Gedichten verbinden viele Leute unverständliche Zeilen, deren Sinn sich beim besten Willen nicht erschließen will, oder ellenlange Aneinanderreihungen von Versen, die man auswendig lernen und aufsagen muss. Dass dies nicht die einzigen Merkmale von Gedichten sind und dass man an ihnen sogar Vergnügen… Continue Reading „79. Unnötiger Respekt“

78. Leben in Absetzbewegung

Sarah Kirsch bezieht Position nicht nur im platt politischen Sinne, sondern in einem mimetischen, das heißt, sie verleiht dem, was sie bewahren will, Stimme und Form. Die Natur findet sich auf der einen Seite in ihrem Hervorbringen des Lebens und die menschliche Gesellschaft im… Continue Reading „78. Leben in Absetzbewegung“

76. Klagruf

Sarah Kirsch (1935-2013 ) Zwei Gedichte Klagruf Weh mein schneeweißer Traber Mit den Steinkohlenaugen Der perlendurchflochtenen Mähne Den sehr weichen Nüstern Dem schöngewaltigen Schatten Ging durch! Lief Drei Abende weit war nicht zu bewegen Heimzukehren. Nahm das Heu nicht Wahllos fraß er die Spreu… Continue Reading „76. Klagruf“

72. Walter Höllerer 1922-2003

Nach seinem Debüt 1952 mit dem Gedicht-Band „Der andere Gast“ setzte sich Walter Höllerer auch für die Lyrik anderer Autoren ein, gab zum Beispiel 1956 die laut Untertitel als „Lyrikbuch der Jahrhundertmitte“ angelegte Anthologie „Transit“ heraus. Warum Lyrik? „Ich versuche mit meinen Gedichten das… Continue Reading „72. Walter Höllerer 1922-2003“

71. Luft und Worte

In der Arbeit von Gabrielle Hattensen löst sich das Gedicht des englischen Lyrikers Percy Bysshe Shelley (1792-1822) beinahe auf, der Druck auf Japanpapier und die Präsentation auf transparenten Ebenen machen es „durchsichtig“, es wird zu Luft und Worten. Von dort ist es nur ein… Continue Reading „71. Luft und Worte“

70. Poetopie

als unsere Katze starb, geschah uns, wozu sie nicht fähig war – wir haben geweint Hansjürgen Bulkowski

69. Vorteil der Lyrik

Ich verließ mich auf die Wiederholung im Unterricht. Zwei Wochen vor meiner ersten Abi-Klausur begann ich, alles Nötige zusammenzufassen. Das war schnell erledigt, was auch daran lag, dass ich „auf Lücke“ lernte. Das heißt, für meinen Deutsch-Leistungskurs beschränkte ich mich nur auf eins von… Continue Reading „69. Vorteil der Lyrik“

67. Theo Breuer

Hellmuth Opitz schreibt auf Fixpoetry über den Essayisten Es sind wertvolle Bestandsaufnahmen, die nicht nur die Beletage der feuilletongeherzten und preisgekrönten Dichter und Dichterinnen im Auge haben, sondern vor allem den „lyrischen Mittelstand“ (nicht zu verwechseln mit Mittelmaß!) mit seinen versteckten und unterschätzten Qualitäten… Continue Reading „67. Theo Breuer“

64. Auch Hitler mochte die Winterreise

So gewinnen gerade die Passagen an Farbe, wo Privates und Intimes in den Fokus geraten: Wenn der Leser Stötzer beim Nachspionieren der rätselhaften Barbara aus Halle-Neustadt zuschauen darf oder der Dichter beim Dichten von diversen Störungen heimgesucht wird. „Und meine jüngere Tochter wirft der… Continue Reading „64. Auch Hitler mochte die Winterreise“