Kategorie: Deutschland

104. Helga M. Novak

Zu Unrecht gehört sie zu den weniger bekannten Autoren Deutschlands. Ihr Revier war die Spreewelt rund um Erkner. Deren herber Glanz findet sich in ihren schönsten Gedichten. Nun ist Helga M. Novak „äußerster Gewalt“ gewichen. Ein Nachruf von Gert Loschütz, FAZ.net 26.12. Dass sie… Continue Reading „104. Helga M. Novak“

98. Das Feuer machte ihm keiner nach

Versuch über Thomas Böhme ‚Das Feuer machte ihm keiner nach‘ (1) und ich will sehen woher der Rauch kommt über Leipzig – der ehemaligen Kohlestadt. Irgendwo muss er sein, der ‚alte Schnakenhascher‘ (2) und ich folge dem Ruß auf den Wegen dorthin. Hinter einer… Continue Reading „98. Das Feuer machte ihm keiner nach“

97. Wortlos

Über den Essayisten, Herausgeber und unermüdlichen Chronisten wird unter den Kurz­sichtigen des Betriebs der vielseitige Lyriker Theo Breuer, dessen erstes Gedichtbuch 1988 erschien, gelegentlich gern übersehen. »Wortlos und andere Ge­dichte« heißt, programmatisch, das 2009 erschienene Ly­rikbuch, in dem sich ne­ben neuen Gedichten auch bereits… Continue Reading „97. Wortlos“

95. Helga M. Novak †

Die Schriftstellerin Helga M. Novak ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Novak sei an Heiligabend in Rüdersdorf bei Berlin einem langen Leiden erlegen, teilte der Verlag Schöffling in Frankfurt mit. Für ihre Werke erhielt Novak, die in der DDR aufwuchs und später nach… Continue Reading „95. Helga M. Novak †“

94. Die Nacht

24. Dezember 1828: Der fünfzehnjährige Georg Büchner widmet seinen «guten Eltern» das Gedicht «Die Nacht». Sein «kleines Weihnachtsgeschenk» in Schülerschönschrift hat Trennungsschnörkel zwischen den Strophen. Es beginnt mit den Zeilen: «Niedersinkt des Tages goldner Wagen, / Und die stille Nacht schwebt leis‘ herauf, /… Continue Reading „94. Die Nacht“

92. Komparativst

Hilft nix, ich muß noch mal Titanic zitieren: Neinnein, FAZ.net! Du hattest schon ganz recht, die Megadiva Madonna qua Schlagzeile als »bestbezahlteste Musikerin« der Welt zu bezeichnen. Und es war völlig unnötig, diese Überschrift nach geschätzten zehn Minuten Onlinezeit von den kleinkarierten Germanistengreisen aus… Continue Reading „92. Komparativst“

90. Deutschest

Ein paar schöne Beispiele für Superlative (siehe hier) hat Titanic ausgegraben: „Wenn wir den Krieg gewonnen hätten, / mit Wogenprall und Sturmgebraus, / dann wäre Deutschland nicht zu retten / und gliche einem Irrenhaus.“ Kästner, 1930 Wie sowieso aus Sicht der guten Deutschen, die… Continue Reading „90. Deutschest“

89. Schönheit des Wassers

Nicht von ungefähr scheint die elementare Gewalt des Wassers gleich im ersten Zyklus auf. Und zugleich taucht mit der Namensgebung des Zyklus (Opheliate) auch das Motiv der Opheliengestalt auf, die seit ihrem Auftritt in Shakespeares Hamlet zu einem Mythos verklärt worden ist, auf den sich insbesondere… Continue Reading „89. Schönheit des Wassers“

87. Poetopie

wer’s auch immer gezeugt, von wem auch für sich beansprucht – am Dienstagabend, wenn die Marktplage vorbei ist, freuen wir uns doch über unser gemeinsames Kind Hansjürgen Bulkowski

86. „Lyriker“

Schöne Stellen aus dem und über das 19. Jahrhundert zum (verächtlichen)  Status von Lyrik, Lyrikern oder Literaten hat Florian Voß ausgegraben: Verbotene Zone Blog von Florian Voß Anders stand es bei der Lyrik – sie war auch für Leihbüchereien kein attraktiver Geschäftsgegenstand, und es… Continue Reading „86. „Lyriker““

85. Hüter

DIE JOURNALISTEN spotten gern über DIE DICHTER. Wahrscheinlich nach dem Motto: Wer im Glashaus sitzt, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Auf der der Wahrheit verpflichtetsten (sic) Seite der taz räsoniert Peter Köhler: Die Dichter sind die Hüter der Sprache, die Schatzmeister des… Continue Reading „85. Hüter“

83. Erwartbarkeit

Die größte Achtung, die ein Autor für sein Publikum haben kann, ist, daß er niemals bringt, was man erwartet, sondern was er selbst auf der jedesmaligen Stufe eigner und fremder Bildung für recht und nützlich hält. Goethe: Maximen und Reflexionen. Dritten Bandes erstes Heft (1821). Eigenes und Angeeignetes… Continue Reading „83. Erwartbarkeit“

81. Lateinischer Dichter gegen Hitler

Schon als Schüler und später auch als Student hatte sich Weller an lateinischen Gedichten versucht. In Ellwangen aber fand er endlich die Zeit, sich intensiv damit zu beschäftigen. Seit 1915 nahm er fast jedes Jahr am „Certamen Hoeufftianum“ teil, einem lateinischen Dichterwettbewerb in den… Continue Reading „81. Lateinischer Dichter gegen Hitler“

80. Ausgepackt

und das Prüfen kann beginnen! Poesiealbum 309: Hilde Domin. Auswahl Klaus Siblewski, Grafik Cy Twombly. 32 S., 4€. Mehr Poesiealbum 310: Friederike Mayröcker. Auswahl Sonja Harter. Grafik Max Ernst. 32 S., 4€. Mara Genschel: Referenzfläche 3# 8/50 Mara Genschel: Referenzfläche 3# 10/50 (Foto s. unten) Lettre… Continue Reading „80. Ausgepackt“

79. Klavki am Telefon

An der Jahreswende 2013/2014 präsentiert das Kieler Literaturtelefon unter 0431/901-1156 und http://www.literaturtelefon-online.de den lyrischen Prosatext „Letzte Fragen an das Jahr – oder: In der Atemlosigkeit des Denkens“ des Kieler Dichters Klavki, dessen 5. Todestag wir am 4.4.2014 begehen. Klavki, aka Oliver Eufinger, geb. Fischer,… Continue Reading „79. Klavki am Telefon“