Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Am Anfang war der Zauberspruch: „Eiris sazun idisi,…..sazun hera duoder,/ suma hapt heptidun, …..suma heri lezidun,/ suma clubodun….. umbi cuoniowidi:/ insprinc haptbandun, …..invar vigandun.“ …: „Einst sassen frauen …..sassen frauen hier und dort. / Einige hefteten stricke…..einige hinderten’s heer, / einige fingerten …..an fesseln:… Continue Reading „Sprachspeicher“
Nach der 1999 von ihrem Hausverlag spendierten bibliophilen Werkausgabe gibt es nun von Sarah Kirsch neue Kurzgedichte, noch kürzere als die 1996 in dem Band «Bodenlos» erschienenen, keines länger als zehn Zeilen. Es sind staunenswerte Epiphanien und kleine lyrische Wunder an sprachlicher Präzision, so… Continue Reading „Drei-Worte-Gedicht“
Auf der Bühne im Central-Theater sind an einem mannshohen Gestänge Gongs und Klanghölzer aufgehängt, große Pauken und Saiteninstrumente, die Monochorde, haben Besitz vom Raum ergriffen. Ganz vorn steht winzig ein halb volles Glas mit Wasser, so spröde und leise wie die Lyrik Paul Celans… Continue Reading „Lyrik-Performance zu Paul Celan“
«Hott’z Mülleinnnijomm pegunnen, mörrckstde auchch nüxx mööhr darvunnen.» So dichtet Matthias Koeppel; andere anders in: Axel Kutsch und Anton G.Leitner (Hrsg.): Unterwegs ins Offene. Erste Gedichte aus einem neuen Jahrtausend. Verlag Landpresse, Weilerswist 2000. 118S., Fr. 35.-. Neue Zürcher Zeitung , 9.Februar 2002
In der „Welt“ bittet Franzobel die Venezianer, den Karneval nicht abzuschaffen, und definiert Rausch und Lyrik zugleich: Der Rausch ist eine wunderbare Sache, das Desaster des Daseins zu vergessen, sich selber zu entfremden, sich erst zu erkennen, Lyrik. Der Rausch, dessen Zustand in manchen… Continue Reading „Rausch und Lyrik“
Es sah einmal so aus, als schriebe Andreas Okopenko seine Lyrik für eine kleine Minderheit. Als 1980 im Verlag Jugend & Volk Okopenkos Gesammelte Lyrik erschien, war das ein Unterfangen, das erhebliche Widerstände überwinden musste. Nie hatte sich Okopenko in den Vordergrund gedrängt, nie… Continue Reading „Trakl-Preis an Andreas Okopenko“
Zwanzig Jahre hatte er an einer deutschen Version der «Divina Comedia» (immer unterschied er an der ungewohnten, aber historisch korrekten Schreibung des Wortes mit einem m den Kundigen vom Ahnungslosen) gearbeitet, mit der er nicht etwa Dante ins Deutsche hatte übersetzen, sondern die literarhistorische… Continue Reading „Borchardt im Dienste Dantes“
I wish I’d been on the street in Madrid on that night in 1934 when Pablo Neruda, who was then Chile’s consul to Spain, told Miguel Hernández that he had never heard a nightingale. It is too cold for nightingales to survive in Chile. Hernández grew… Continue Reading „„two nightingales dueling““
In Steffen Jacobs Gedichte-Kolumne diesmal ein Gedicht von Robert Gernhardt, dessen erste Zeile lautet: Das ist der Nebel, aus dem Zombies steigen. / Die Welt 2.2.02
In der „Welt“ plädiert Bernd Wagner für Skepsis gegen literarisches Vereinswesen, indem er auch an seine DDR-Lehrjahre erinnert: Was habe ich nicht für Wege zurückgelegt, um Gespräche führen zu können, die über das stets etwas Konspirative des kleinen Kreises hinausgingen. Verbände und Vereine sind… Continue Reading „Bernd Wagner für Skepsis gegen literarisches Vereinswesen“
In der Mitte standen Holligers Trakl-Lieder, deren viertes, „Trompeten“ uraufgeführt wurde. Holliger vertont weniger Gedichte als gewissermaßen Dichter: Er sucht für seine Zyklen gern eine repräsentative Auswahl aus der stilistischen Vielfalt eines Schriftstellers. Dem entsprechen dann auch die Kompositionsstrategien: „Ein Winterabend“ ist seiner strophischen… Continue Reading „Holliger vertont Trakl“
In der NZZ-Reihe Kleines Glossar des Verschwindens schreibt Thomas Kling über die Totenrede. / NZZ 2.2.02
„Als ginge es um eine Wette, / wie lange man noch vorhanden“ – mit diesen Worten beschrieb Karl Krolow, was ihm gegen Ende seines Lebens geschah: Bis kurz vor seinem Tod am 21. Juni 1999 schrieb er oft mehrere Gedichte an einem Tag, über… Continue Reading „Die tägliche Buchung“
Unter dieser sprechenden Überschrift bespricht Christiane Zintzen „Fragwürdige Publikationen nach dem Tode Ernst Jandls“ / NZZ 31.1.02
“ Die Gazette “ v. 31.1.02 veröffentlicht das Gedicht „Maconas“ von Gerburg Garmann mit Autorkommentar: Die Maconas waren ein Teil der Inkakultur. Als erwählte „heilige“ Frauen lebten sie auf dem Machu Pichu nahe dem Sonnentempel. Ihre Aufgaben umfaßten das Weben von Gewändern, generell die… Continue Reading „Maconas“
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