Kategorie: Deutsch

Vorteil für Lyrikbuchhandlungen

Einen Vorteil für Lyrikbuchhandlungen hat der Kommentator der FAZ zum künftigen Buchpreisbindungsgesetz entdeckt: Wer sich als Buchhändler auf lettische Lyriker spezialisiert hat, wird darunter weniger leiden, aber für alle anderen wird es hart: Das für jede Kalkulation entscheidende Geschäft mit den Bestsellern wird sich… Continue Reading „Vorteil für Lyrikbuchhandlungen“

Poesie & Mathematik

Ich fürchte, die Existenz von Poesie lässt sich nicht durch den Verweis auf rudimentäre Gemeinsamkeiten mit der Wissenschaft legitimieren. Sie muss wohl auf ihrer Andersartigkeit bestehen. Die russische Mathematikerin Sonja Kowalewskij (1850 bis 1891) schrieb einmal: „Viele halten die Mathematik für eine trockene und… Continue Reading „Poesie & Mathematik“

Huchelpreis für Hilbig

Die dreißig Bilder vom Erzählen (S. Fischer), illustriert mit Radierungen von Horst Hussel, markieren Wolfgang Hilbigs Rückkehr zu seinem kreativen Ursprung, der Lyrik: abwesenheit hieß sein – westdeutsches – Debüt von 1979. „Nun bin ich alt und in den Staub geworfen“, setzt resignativ das… Continue Reading „Huchelpreis für Hilbig“

Erna Hahn

Die „Kleine Zeitung“ (3.4.02) schreibt über die Kärntner Haiku-Schreiberin Erna Hahn .

Radio- bzw. Fernsehtips

Pour en finir avec le jugement de Dieu (Schluß mit dem Gottesgericht) Hörspiel von Antonin Artaud, 1947, Synchronfassung 1997 Dienstag, 23.4. 20.10 Uhr DLF Gilgamesh. Hörspiel von Raoul Schrott , 3 Teile. Sonnabend 11. 5. 20.05 Uhr/ Dienstag 14.5. 20.10 Uhr / Sonnabend 18.5.… Continue Reading „Radio- bzw. Fernsehtips“

Inge Müllers Nachlaß

Die neuste Ausgabe der Zeitschrift „neue deutsche literatur“ druckt drei Gedichte aus einer für dieses Frühjahr angekündigten Nachlaßpublikation bei Aufbau. Eins davon ist jedoch schon einmal, viel früher, ebenfalls bei Aufbau erschienen. „Die wenig gelungenen Stellen“ steht unter dem Titel „Auswahl“, aber sonst wortgleich,… Continue Reading „Inge Müllers Nachlaß“

blau ist glaub

blau ist glaub ich eisenhut der hier so spät noch blüht schreibt Norbert Hummelt, und Steffen Jacobs kommentierts in seiner Kolumne. / Die Welt 30.3.02

Krolow-Nachlaß

„Die Gedichte, die er Tag für Tag schreibt“, liest man in Peter Härtlings schönem, sehr persönlichem Nachwort, „sind nicht mehr nur Gedichte, sie haben sich befreit von der Anstrengung, ein Gedicht sein zu wollen.“ Das ist gewiss richtig, ändert aber nichts am Vollkommenheitsstatus einer… Continue Reading „Krolow-Nachlaß“

Das pietistische Passionslied

In der FAZ schreibt Rainer Bayreuther über das pietistische Passionslied: Der Pietist glaubt das Leiden Jesu nicht nur, er sucht es auf, er begibt sich in möglichst heiße und psychisch stimulierende Nähe zu ihm. Hier eröffnen sich neue, unbegrenzte Möglichkeiten für die Bildersprache. Die… Continue Reading „Das pietistische Passionslied“

Schluck Auf Stein

„Altklug“ kann nämlich immer auch „frühreif“ bedeuten, und von solcher frühen Reife legen Filips ‚ Gedichte Zeugnis ab. Nicht, dass immer alles gelungen wäre, nein, aber Zeilen wie „Die Zeit ist lang. Du brauchst sie nicht zu hetzen“ lassen einen plötzlich innehalten und werden… Continue Reading „Schluck Auf Stein“

„Polen ist ein trauriges

Gespenst in Deutschland“ schrieb der Schriftsteller und Lyriker Matthias Kneip, der jetzt auf einer Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft im Universitätsclub Bonn unter dem Titel „Spaziergang eines Deutschen durch Polen – Gedichte und Essays zwischen Deutschland und Polen“ Exempel seiner Poesie und Prosa vorstellte. Ganz… Continue Reading „„Polen ist ein trauriges“

kongenial musikalisch verpackt

Seine neueren Lieder sind deswegen keineswegs schwächer oder harmloser, und immer noch besticht die Intensität und Kraft seiner Lyrik, die, was viel zu wenig gewürdigt wird, seit jeher kongenial musikalisch verpackt wird. / schreibt der Donaukurier über Wolf Biermanns Auftritt bei den diesjährigen Ingolstädter… Continue Reading „kongenial musikalisch verpackt“

Des Bauern Tod

In der „Welt“ schreibt Wolf Biermann über den Dichter Moses Rosenkranz aus Czernowitz: Für mich sind diese acht Zeilen (s.u.) ein großes Gedicht, geschrieben von einem kaum bekannten Dichter aus Czernowitz in der Bukowina. Moses (ursprünglich: Edmund) Rosenkranz wurde am Anfang des letzten Jahrhunderts… Continue Reading „Des Bauern Tod“

Ostig-schnuckelige Messe

Zunächst der heimliche, dann mit der Preisverleihung des (seriösen) „Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung“ am Sonntag auch öffentliche Star der Buchmesse war der sympathisch-ironische serbische Prosaist und Lyriker Bora Cosic (Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution – den Anerkennungspreis erhielt der tschechische Autor… Continue Reading „Ostig-schnuckelige Messe“

Lyriklesungen im Gohliser Schlößchen

Die Leipziger Volkszeitung berichtet u.a. dies von Lyriklesungen im Gohliser Schlößchen in Leipzig: Dicht auf den Versen folgte ihm [Rosenlöcher] der 27-jährige Berliner Björn Kuhligk, der leider mit „erotischen Liebesgedichten“ angekündigt wurde. Statt platter Provokation gelingen dem als „Asphalt-Rimbaud“ gefeierten Dichter kraftvolle Bilder: „…… Continue Reading „Lyriklesungen im Gohliser Schlößchen“