Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ausprunk liebt Bücher, aber die Menschheit liebt die Bücher nicht, zumindest nicht die, die Ausprunk geliebt sehen möchte. Französischer Surrealismus, Beckett, Lyrik. An der Innenseite der Ladentür klebt eine kleine schwarze Postkarte: „Die Welt ist schlecht“./ Berliner Zeitung 23.4.02
Wettbewerb: KARGO EUROPA Beteiligungsbedingung für das 4. Rheinsberger Autorinnen-Forum , das für 80 Schriftstellerinnen Platz bietet, ist ein bis zu fünfseitiger Text (Essay, Prosa, Lyrik, Szenisches), der sich mit der Idee und dem Motto des Forums KARGO EUROPA auseinandersetzt. Diese bis zum 31. Juli… Continue Reading „KARGO EUROPA“
So inaugurierte der Klagenfurter Wieser Verlag soeben eine neue Reihe mitteleuropäischer Literatur. In der „Edition Zwei „, deren drei Starttitel seit wenigen Tagen vorliegen, soll dezidiert jungen, noch unbekannten Autoren eine erste Publikationsmöglichkeit in deutscher Sprache eröffnet werden. Zustande kam das ambitionierte Unternehmen durch… Continue Reading „Zwei aus Osteuropa“
Mitte der sechziger Jahre war Saarlands gegenwärtiger Ministerpräsident Peter Müller gerade zehn und Schüler am Lebacher Realgymnasium. Ab und an brachte der Deutschlehrer Diehl einen merkwürdigen Menschen mit in den Unterricht, der als Hilfsarbeiter am Bau malochte, nebenbei aber schrieb und schrieb. „Uns besuchte… Continue Reading „Johannes Kühn Ehrenbürger“
Bald war Hardekopf mit bekannten Größen wie René Schickele, Herwarth Walden, Erich Mühsam, Ludwig Rubiner und Franz Pfemfert befreundet. In deren Sog verfasste er u. a. auch unter dem Pseudonym „Stefan Wronski“ eigene Gedichte und Prosafragmente, deren Stil und Ausdrucksstärke sich teilweise an Charles… Continue Reading „Hardekopf“
In der Frankfurter Anthologie stellt Walter Helmut Fritz ein Gedicht von Wolfgang Bächler vor – „Die Erde bebt noch von den Stiefeltritten“. /FAZ 20.4.02
findet Steffen Jacobs in seiner Welt-Kolumne ein Gedicht des Schauspielers und Brecht-Schwiegersohns Ekkehard Schall / Die Welt 20.4.02
Aus eben dieser lebhaften Textbewegung zwischen dem Blick in den Hotelzimmerspiegel ins eigene, junge, noch kaum gezeichnete Gesicht und jenem auf eine politisch vielfach stigmatisierte Landschaft entstanden auch Beyers «Erdkunde»-Gedichte. Sie ereignen sich genau auf der intermittierenden Grenze zwischen dem Ich und dem, was… Continue Reading „Beyers Erdkunde“
Dass jetzt auch der Briefwechsel mit Astrid Claes vorliegt, herausgegeben als Band sechs der Benn -Briefe im Verlag Klett-Cotta, gibt Benn-Lesern endlich die Freiheit, sich selbst ein Bild von den Qualen und Freuden des alten Dichters zu machen, dessen intellektuelle Klarsicht und Schärfe keineswegs… Continue Reading „Benn-Briefe“
Dietmar Dath schreibt über die Schriftstellergruppe Oulipo (auf deren Mitgliederliste auch der Name Oskar Pastior steht) und ihre Ableger, darunter das vom Oulipoten Jacques Roubaud gegründete ALAMO: „Regel“ hieß also der Anspruch, dem man gerecht werden wollte. Roubaud selbst steuerte zum oulipiensischen Kanon zwei… Continue Reading „Oulipo & Co.“
Rilke-Lesung in der Sonderaustellung Worpswede im Pommerschen Landesmuseum Greifswald Rainer Maria Rilke besucht im Spätsommer 1900 Worpswede auf Einladung Vogelers, den er in Italien kennengelernte hatte. Er ist gerade aus Rußland zurück, muß Abstand wahren zu Lou Salomé, seiner mütterlichen Geliebten, und begegnet den… Continue Reading „Rilke-Lesung“
Die Ostthüringer Zeitung druckt einen Dankbrief (mit Gedicht) des Lyrikers Reiner Kunze an einen Arzt in Schleiz, der ihm seit den Zeiten der Verfolgung in der DDR freundschaftlich verbunden blieb. / OTZ (Schleiz) 16.4.02
Allein eine unermüdliche Übersetzungstätigkeit kann im westlichen Umgang mit dem Islam einen herrschaftsfreien Diskurs begründen. Sie ist daher nicht nur die bescheidenste, sondern auch die nobelste Tätigkeit, deren sich ein Islamwissenschafter befleissigen kann. Eine sensible Öffentlichkeit sollte ihm für diese mehr danken als für… Continue Reading „Mehr übersetzen, weniger reden“
Aus Ehrfurcht vor den Worten, den Sprachfetzen, Jandls lyrischem Wortsalat, halten sich die Musiker zurück, mischen sich kaum ein und lassen den Texten, die für sich genommen schon wie Musik klingen, den Vortritt. Im „Sommerlied“ blasen die Instrumentalisten den sanft säuselnden Sommerwind dazu. Wenn… Continue Reading „Ernst Jandl“
Vom „Gedicht, geschrieben / Gegen die Vergeblichkeit“ redet Czechowski bescheiden an einer Stelle. Da ist kein Weg ins laute Gepolter der Weltveränderung, keiner in die kühl-lächelnde Ironie, keiner in die Senk-, Spreiz- und Knickübungen der Versfüße und Silben. Aber in der Bescheidenheit wurzeln früh… Continue Reading „Heinz Czechowski“
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