Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ich widerstehe der Versuchung, die Aufstellung des 1. FC Nürnberg zu bemühen. Stattdessen etwas Konventionelleres. Ein Gedicht „an“ etwas. Als hätte Benn das nicht verboten, das „an“dichten. Handke schreibt ein Gedicht „an“ und „über“ die Dauer. Der Schluß des Auszugs schlägt unerwartet den Bogen… Continue Reading „Peter Handke zum 80.“
Friedrich Bergammer (eigentlich Friedrich Glueckselig; geboren am 18. Dezember 1909 in Wien; gestorben am 9. Oktober 1981 in New York City) Der letzte Hort O Ewigkeit, du Bettelhort! Vergänglich Sitte, Art, Kultur, geknüpft an Mode, Zeit und Wort. O Weltenschicksal! Unglücksspur! Sie treiben uns von einem Ort zum anderen. O Leidenskur! Wir ziehn… Continue Reading „Bettelhort“
Hansjörg Zauner (* 2. Dezember 1959 in Salzburg; † 30. Juni 2017) DAS ZERSCHELLEN DER WOERTER IN DEN BUCHSTABEN UND DARUEBER HINAUS DA VERWORTEN DIE BUCHSTABEN IM DARUEBER HINAUS ZU ZERSCHELLEN EIN ZERBUCHSTABEN DIE SCHELLEN IN DEN WOERTERN EIN DARUEBER HINAUS DAS DARUEBERHINAUS IN DEN… Continue Reading „in den buchstaben ein zerschellen“
Die Dichterin Anna Louisa Karsch, oft genannt die Karschin, wurde geboren als Anna Luisa Dürbach am 1. Dezember 1722, heute vor 300 Jahren, in Hammer bei Schwiebus, heute Świebodzin; gestorben ist sie am 12. Oktober 1791 in Berlin. Der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim… Continue Reading „Anna Louisa Karsch 300“
L&Poe Journal #02-2022 Ein Mailwechsel (Teil 1) Name, Alter, Beruf und Vorerkrankungen: Literatrue in Zeiten des Wettbewerbs Betreff: Aw: Stadtschreiber in Halle Datum: 10.10.2022 20:46 Von: michael spyra <—@—> An: Konstantin Ames <—@—> Lieber Konstantin, danke für den Hinweis. Ich saß in den letzten… Continue Reading „Literatrue in Zeiten des Wettbewerbs“
Joseph Roth (* 2. September 1894 in Brody, Ostgalizien, heute Ukraine; † 27. Mai 1939 in Paris) Natur Hinter den Häusern der Stadt, dort wo die Verbotstafeln stehn, beginnt Gottes freie Natur, die den Menschen gehört. Parzelliert und in Grundbüchern eingetragen sind die Quellen, die Äcker, die Wälder, der Wind, die Tannen, die Eichen,… Continue Reading „Natur“
hrěch ~a m Sünde; herbski ~ Erbsünde (HORNJOSERBSKO-NĚMSKI SŁOWNIK, https://www.soblex.de/? ) Róža Domašcyna Hab die synonyme gewechselt das wort sünde weiblich besetzt flötet wie wind so ich finde die erste silbe mit gespitzten lippen wie zum kuss sich nähernd nachschmeckend genüsslich auskostend sogar süßlich anzüglich und dann der schluss… Continue Reading „Sünde, hrěch“
Tom de Toys, 26.11.2022 @ G&GN-INSTITUT (g-gn.de) NA(c)HRUF auf HME 2005 traf ich Enzensberger zufällig eine halbe Stunde vor seiner Lesung an der Tür zum Konzertsaal auf dem 5.ilb (Internationales Literaturfestival Berlin), in dessen Rahmenprogramm ich selber involviert war, da ich als Mitglied der… Continue Reading „Nachruf & Gedicht“
Im Alter von 93 Jahren starb vorgestern in München der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger, einer der großen Intellektuellen der Bundesrepublik und ein bedeutender Lyriker, Essayist, Herausgeber und Übersetzer. Hans Magnus Enzensberger (* 11. November 1929 in Kaufbeuren; † 24. November 2022 in München) wortbildungslehre in den toten hemden ruhn die… Continue Reading „Hans Magnus Enzensberger †“
Ruth Wolf-Rehfeldt (Geboren am 8. Februar 1932 in Wurzen bei Leipzig) Ruth Wolf-Rehfeldt: Introverse, um 1980, aus: Marvin und Ruth Sackner: Schreib/ maschinen/ kunst//. Mit über 570 Abbildungen Aus dem Englischen von Claudia Kotte. München: Sieveking, 2015, S. 162. Ruth Wolf-Rehfeldt war eine Pionierin… Continue Reading „Introvers“
Paul Celan (geboren am 23. November 1920 in Czernowitz, damals Rumänien, heute Ukraine; gestorben vermutlich am 20. April 1970 in Paris) Wie sich die Zeit verzweigt, das weiß die Welt nicht mehr. Wo sie den Sommer geigt, vereist ein Meer. Woraus die Herzen sind, weiß die Vergessenheit. In Truhe, Schrein… Continue Reading „Wie sich die Zeit verzweigt“
Friedrich Hölderlin Gesang des Deutschen Vis consilí expers mole ruit sua; Vim temperatam di quoque provehunt in maius. Horat.* O heilig Herz der Völker, o Vaterland! Allduldend, gleich der schweigenden Mutter Erd‘, Und allverkannt, wenn schon aus deiner Tiefe die Fremden ihr Bestes haben!… Continue Reading „Hölderlin & Rühmkorf“
Ernst Jandl (* 1. August 1925 in Wien; † 9. Juni 2000 ebenda) sie mehr den anderen dieser sie weniger er mehr die andere diese ihn weniger sie mehr den anderen dieser sie weniger er mehr die andere diese ihn weniger sie mehr den anderen dieser sie weniger er mehr die… Continue Reading „mehr die anderen“
Gastón Salvatore (* 29. September 1941 in Valparaíso; † 11. Dezember 2015 in Venedig) Ich habe deine Spuren gesucht auf dem zerknüllten Bettuch. Ein Geruch von Kälte ist immer unter den Träumen begraben. Noch verdeckt dein Körper den Spiegel über dem Waschbecken. Vielleicht finde ich dich nur deswegen nicht. Aber… Continue Reading „Ich habe deine Spuren gesucht“
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