Kategorie: Deutsch

93. Gedichte mit Wucht

… lautet der Titel der Kritik zum Konzert von Natalie Merchant in der Süddeutschen Zeitung von heute (Münchner Kultur): Ergreifend: Natalie Merchant in der Freiheizhalle Natalie Merchant hatte in ihrer Karriere bereits viele Posten inne. Folk-Idol, Labelbesitzerin, Philanthropin und immer auch Ausnahme-Songschreiberin. Letzteres ist… Continue Reading „93. Gedichte mit Wucht“

92. Geld

Ein besonders inniges Verhältnis zum Geld haben einige Eidgenossen, was der Ostschweizer Josef Ackermann dem Publikum immer wieder beweist. Zuletzt durch seine fast selbstlose Beteiligung an der „Hilfe“ für „die“ Griechen. Seine „verrückte Form“ der „Hilfe“ kostet Ackermann nicht nur nichts, sie bringt ihm… Continue Reading „92. Geld“

89. Harald-Gerlach-Literaturstipendium für Röhnert

Seit fünf Jahren lebt der Lyriker und Essayist Jan Volker Röhnert mit seiner Familie in Weimar. Der 33-Jährige erhielt gestern in Erfurt das mit 12 000 Euro dotierte Harald-Gerlach-Literaturstipendium. Aus Oberndorf bei Gera stammend, studierte er in Jena und lehrte hier auch sechs Jahre… Continue Reading „89. Harald-Gerlach-Literaturstipendium für Röhnert“

88. Meine Anthologie: Jürgen Dziuk an Li-Tai-Bo

Jürgen Dziuk an Li-Tai-Bo in den Büchern steht, Du bist ertrunken, als Du den Mond aus dem See schöpfen wolltest doch sag‘, was nirgendwo steht: ist es Dir gelungen? In: was bleibt ist Ferne. Gedichte. Hrsg. von Àxel Sanjosé und Richard Dove . Weilerswist:… Continue Reading „88. Meine Anthologie: Jürgen Dziuk an Li-Tai-Bo“

86. Edition Rugerup

Rugerup, 17.05.2010 Liebe Freunde der Edition Rugerup, Ilma Rakusa hat kürzlich in einer sehr schönen Rezension von Innokentij Annenskijs “Wolkenrauch” die Edition Rugerup in der NZZ “verdienstvoll” genannt. Da ging mir auf, daß “verdienstvoll” nichts mit “verdienen” zu tun hat. Was nicht so schlimm wäre, kämen im… Continue Reading „86. Edition Rugerup“

84. Gut an Schernikau

… ist, das ich ihn so vorstellen kann, wie er die Schriftstellerin Gertrude Stein vorstellte. Ronald M. Schernikau lebte von 1960 bis 1991, er war ein Deutscher und sehr dünn und ziemlich arm, er lebte in Berlin und Leipzig, er liess sich manchmal den Oberlippenbart… Continue Reading „84. Gut an Schernikau“

83. Asher Reich und SAID

Der heute 62-Jährige, der von 2000 bis 2002 Präsident des deutschen PEN-Zentrums war, ist ein Grenzgänger zwischen zwei Kulturen geblieben. Nur einmal, nach dem Sturz des Schah 1979, versuchte er kurz eine Rückkehr in den Iran, doch das Regime der Mullahs, das sich dort… Continue Reading „83. Asher Reich und SAID“

82. Ausgezeichnet

Die österreichische Dichterin Friederike Mayröcker wird am Dienstag (18. Mai, 19.00 Uhr) mit dem Horst-Bienek-Preis für Lyrik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird der 85-Jährigen in der Münchner Residenz überreicht, wie die Akademie mitteilte. Mayröcker… Continue Reading „82. Ausgezeichnet“

80. Poetry-Slam-Landesmeisterschaft in Mannheim

Beim „BW-Slam“ 2010, der ersten Poetry-Slam-Landesmeisterschaft, wurde viel gelacht. … Der Pokal, Ruhm und Ehre sowie ein Startplatz bei den deutschsprachigen Meisterschaften im Ruhrgebiet gingen an den Heidelberger Lokalmatador Daniel Wagner. / ka-news

77. Mit dem Bild bricht die Botschaft

Auch Krause, 1961, ist ein Demontierer. Seine Gedichte sind Bauwerke – aus Stilen und Farben und Anklängen. Fast mit dem Wort wechselt er den Gestus. Ganz so, als misstraue er den üblichen Lyrismen, dem Eingänglichen durchkomponierter Verse sowieso. Selbst dann, wenn er sich mit… Continue Reading „77. Mit dem Bild bricht die Botschaft“

75. Petrarcapreis wieder da

Mit der Verleihung an Friederike Mayröcker im vergangenen Jahr ist der Hermann-Lenz-Preis aufgegeben worden. Er hatte zehn Jahre bestanden. Der Stifter des Preises, Hubert Burda, und die Jury (Peter Hamm, Peter Handke, Alfred Kolleritsch und Michael Krüger) vergeben nun wieder den vor fünfzehn Jahren… Continue Reading „75. Petrarcapreis wieder da“

68. Künftiger, duftiger Divan

Edition und Kommentar von Goethes „West-östlicher Divan“, die Hendrik Birus 1994 vorlegte, wurden sofort als Meilenstein der Philologie gefeiert. Birus befreite den 1819 erschienenen „Divan“ von späteren Zusätzen in der „Ausgabe letzter Hand“, der die meisten späteren Editionen folgten, und bot diese bereicherten Fassungen… Continue Reading „68. Künftiger, duftiger Divan“

66. Breitbach-Preis für Michael Krüger

Der Dichter, Essayist und Herausgeber Michael Krüger (66) erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2010. Der Lyriker habe mit seinen Gedichtbänden wie „Diderots Katze“ (1978) oder „Die Dronte“ (1985) an die großen Traditionen des 20. Jahrhunderts angeschlossen, teilte die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur mit.… Continue Reading „66. Breitbach-Preis für Michael Krüger“

65. Benyoëtz’ Sprachmagie

Eine provokante Wirkung auf manche Leser entfaltet, obgleich nicht so intendiert, möglicherweise Benyoëtz’ Auffassung von Sprache. Im Einklang mit der jüdischen Tradition gilt sie ihm als die Quelle der gesamten Schöpfung. Wie schon im Band Allerwegsdahin. Mein Weg als Jude und Israeli ins Deutsche… Continue Reading „65. Benyoëtz’ Sprachmagie“

64. Finnland, Japan und zurück

Jens Petersen hat Goethe, Mörike, Rilke, von Fallersleben und viele andere durch die elektronische Mangel gedreht. Die Google-Sprachtools wurden als digitale „Assistenten“ verwendet, um ganz neue Lyrik zu produzieren. Plötzlich erzielen selbst die romantischsten Klassiker eine urkomische Wirkung, wenn sie auf dem Umweg über… Continue Reading „64. Finnland, Japan und zurück“