Kategorie: Deutsch

23. Schwer & sublim

Der Band bietet, dem Titel entsprechend, leicht und licht anmutende, auf eine unaufdringliche Art auch artistische, Gedichte. Die Schwere und Materialität, die in ihnen eingeschlossen ist, hat dank Wagners Sprach- und Formkunst etwas Sublimes und Durchlässiges, so daß man das Buch eher dem französischen… Continue Reading „23. Schwer & sublim“

21. Daths Lyrik

Obwohl Dietmar Dath ein extrem produktiver Autor von Romanen und Artikeln ist, ist das in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung erschienene Buch Gott ruft zurück sein erster Gedichtband. Dietmar Dath und der Heavy Metal, die Science-Fiction, der Marxismus der Gegenwart, die ästhetische Verteidigung drastischer Kunst: ja! Aber Dath und die… Continue Reading „21. Daths Lyrik“

18. Thüringer Literaturpreis für Jürgen Becker

Heute erhält der in Köln lebende Schriftsteller in Erfurt den Thüringer Literaturpreis – in jener Stadt, mit der er biografisch und literarisch eng verbunden ist. Der 78-jährige Lyriker, Erzähler und Hörspielautor wird für sein Lebenswerk geehrt. Vergeben wird die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung vom Thüringer Kulturministerium, der… Continue Reading „18. Thüringer Literaturpreis für Jürgen Becker“

16. KOOkread New York, Berlin, München

Dienstag, 11. Oktober · 19:30 – 22:30 Dixon place 161A Chrystie St New York, NY Economies: Uljana Wolf and Erica Kaufman Belladonna* Collaborative’s 2011-2012 season calls to attention the material life of the artist, as person, who, in addition to being creator/conspirator to a… Continue Reading „16. KOOkread New York, Berlin, München“

15. Düsseldorf

ist zum Glück nicht Hannover. Aber die positiven Erzählungen, die man mit Düsseldorf verbindet, sind bei weitem nicht stark genug, um als dominierende Mythen zu wirken. Weder Heinrich Heine noch die berühmten Künstler, die hier arbeiten, konnten einen Ruf erzeugen, der handfest genug wäre,… Continue Reading „15. Düsseldorf“

13. Zugekümmert

Ein wenig enttäuscht bin ich schon vom neuen Gedichtband Nora Bossongs, zumal er in der Presse überschwänglich gelobt wurde. Vielleicht hat das und die Aufnahme des ersten Bandes die Latte auch so hoch gelegt, dass sie problemlos zu unterlaufen ist. Durch  „souveräne Leichtfüßigkeit“ vielleicht,… Continue Reading „13. Zugekümmert“

11. Preis für Kunert

Günter Kunert erhält den diesjährigen Preis der »Frankfurter Anthologie«. Sie wurde, 1974 gestartet, ein einmalig dauerfähiges Ereignis: Poesiebegleitung durch Deutung. In jeder Samstagausgabe der FAZ erscheint ein Gedicht – mit Interpretation. Der Preis verneigt sich vor Erfühlungstalent und Einfühlungsgabe, also davor, wie man fremde… Continue Reading „11. Preis für Kunert“

9. WIDERTEXT

Keine feuilletonistische Trockenübung, keine diskursiven Schwimmhilfen – in dieser Rubrik wird frei hineingetaucht – d.i. zurückgetextet! Getreu nach dem Motto: „Wenn schon bitchen, dann in Gedichten“ widertexten andere AutorInnen Gedichte aus dem Berliner Fenster. Zusendungen an bresemann@lettretage.de willkommen! Ab 1.10. gehts los, im wöchentlichen Turnus… Continue Reading „9. WIDERTEXT“

8. Hymnenfrage

Das Jahr 1950 neigte sich dem Ende zu. Im Radio sprach Theodor Heuss, Präsident der noch jungen Bundesrepublik, über die vergangenen zwölf Monate: Wiederaufbau, Rechtsreformen, Sozialprodukt. Erst am Schluss kam der Knalleffekt: “In der Presse lasen Sie, der Bundespräsident werde heute eine neue Nationalhymne… Continue Reading „8. Hymnenfrage“

7. Gedicht zum Tag

Auf eine zarte Erinnerung aus der Schweiz benutze ich die Gelegenheit und kopiere das Gedicht zum Tag aus Urs Engeler roughblog, Wiedervereinigung als Textvereinigung: REUNITED   BDDRD, Land der Zweifler und Kranfahrer, aber aber! Aber: Einsilbiger nie als im August ’61. Erlebnis Formulierung Tat – Ueber… Continue Reading „7. Gedicht zum Tag“

6. „zuviel Krolowsche schönheit“

wie unterschiedlich die einer innertextuellen formstrenge oft gleichgültig gegenüberstehenden poeme »aus der inkubationszeit« des dichters aufgenommen wurden, erhellt das nachwort von Maleen Brinkmann als auch der sehr sympathische, weil einmal nicht überhöhende essay pläne: schreiben von Michael Töteberg. postuliert Brinkmann 1960 noch, in seinen gedichten »jenseits… Continue Reading „6. „zuviel Krolowsche schönheit““

3. Luxus-Lyrik

Welt am Sonntag: Mr Carcelle, „We are Poems“ steht über uns an der Fassade Ihres zukünftigen deutschen Headquarters geschrieben, also „Wir sind Gedichte“. Wer ist wir? Yves Carcelle: Jeder. Indem wir die Kunst in die Luxuswelt einführen, wollen wir eine zusätzliche Emotion erzeugen, und vielleicht liest der… Continue Reading „3. Luxus-Lyrik“

2. Alles Störfälle

Wenn Zehra Cirak etwas aufregt, dann die ewige Frage nach ihrem »Migrationshintergrund«. Die Autorin, eine mondäne Frau mit schwarzem Kurzhaarschnitt und knallrot geschminkten Lippen, wurde 1961 in Istanbul geboren, kam im Alter von drei Jahren mit ihren Eltern und ihrem Bruder nach Deutschland und… Continue Reading „2. Alles Störfälle“

142. Ausgezeichnet

Er schöpft in Lyrik, Prosa, Drama stets aus dem Vollen. Für seinen Mut zum expressiven, reichen Ton bekommt Albert Ostermaier den „Welt“-Literaturpreis. / Die Welt

141. Nicht sehr „lyrisch“

Die Texte beider Autoren fügen sich zu einem erstaunlich homogenen Gesamtbild. Deren Schärfe ergibt sich nicht aus eventuell rechthaberischen Behauptungen sondern schon aus dem Material, das sie für ihre Montagen nutzen. Werbetext, Politikersprech, Sozialkunde. Sie führen außerdem Umstellproben mit politischen Sätzen durch, um deren… Continue Reading „141. Nicht sehr „lyrisch““