Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In wenigen Versen lässt Bertolt Brecht ein Mädchen über die Liebe sprechen. Was sie im Gedicht scheu verschweigt, tritt für Marcel Reich-Ranicki dennoch offen zutage. In den kommenden Wochen veröffentlicht die FAZ ausgewählte Beiträge zur „Frankfurter Anthologie“ aus der Feder von Marcel Reich-Ranicki.
Sie spricht mittels fragiler lyrischer Partituren das „Gewicht der Welt“ in all seinen Erscheinungsformen (Gesellschaftskritik, Alltag, Geschichte, Innerseelisches, Körperhaftigkeit, Schreiben, Reisen) an, um sich nachdrücklich (eine Nachdrücklichkeit, die aus einer Zartheit im Umgang mit den Dingen heraus entsteht) zu positionieren. Petra Ganglbauer Und wenn… Continue Reading „43. Sophie Reyer“
Heute vor 50 Jahren starb Jean Cocteau im Alter von 74 Jahren in Milly-la-Forêt bei Paris. Cocteau arbeitete u.a. als Journalist, Zeichner, Maler, Buchillustrator, Lyriker, Dramatiker, Romancier, Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler. Mit Deutschland und der deutschen Sprache verband ihn eine besondere Beziehung. Schon durch… Continue Reading „41. Heute“
… vorm Stand von S. Fischer diesen Kommentar zum Lyrikprogramm des großen Verlages aufgeschnappt: 2012 liao yiwu und uwe kolbe, wulf kirsten, ganze drei lyribände, sieht man mal von aufgewärmten und exhumierten ab, alle männer, davon ein friedenspreisträger und alle seit jahrzehnten bekannt. hut… Continue Reading „40. Im Messegedränge“
Reichlich absurd ist also das Versprechen des Klappentextes, Gomringer würde „das Unbeschreibliche“ beschreiben, handelt es sich bei den Monstern doch um Reproduktionen kulturell bereits beschriebener Typen. So unterhaltsam harmlos die meisten dieser monströsen Ergebnisse sind, so sind es leider auch viele Gedichte, die unter… Continue Reading „36. Harmlose Monster“
Ulrich Kochs Weg durch das Literaturgeschäft ist untypisch. Er hangelte sich nicht von Stipendium zu Stipendium, er reist heute nicht von Lesung zu Lesung. Koch hat sich aus dem Getriebe ausgeklinkt, sicher nicht ganz, aber doch sehr entschieden. Natürlich knüpft auch Koch sein Netzwerk,… Continue Reading „34. Angstfrei, neugierig“
Aus: Lyrikwiki Sibylla Schwarz (andere Schreibweisen: Schwartz, Schwartze, Schwar(t)zin [1]; Sibylle) wurde am 24.2.1621 [2] in Greifswald geboren und starb ebenda am 10.8.1638. Wegen Frühreife und frühen Todes nannte man sie die „pommersche Sappho“ und „die zehnte Muse“. Sie stammte väter- und mütterlicherseits aus… Continue Reading „33. Sibylla Schwarz“
Von Celan ist in diesem Gedichtband die Rede, auch von Brecht. Aber die wahre Autorität hat ein anderer inne. Wir hören lediglich seine Stimme, von ferne sozusagen, durchs Telefon und aus einer schon fast wieder unvordenklichen Vergangenheit. Einmal habe Thomas Kling angerufen, so heisst… Continue Reading „32. „Die verstehen mich nicht““
Wie über soziale Netzwerke erfahrbar und bei Wikipedia dokumentiert, starb der Übersetzer Norbert Randow am 1.10. Wikipedia schreibt: Norbert Randow (* 1929 in Neustrelitz; † 1. Oktober2013) war ein deutscher Herausgeber und Übersetzer von bulgarischen, russischen, altkirchenslawischen und weißrussischen Schriften und Büchern. Er galt als wichtigster Experte und Vermittler bulgarischer und weißrussischer Literatur in Deutschland. Randow studierte Slawistik zunächst… Continue Reading „30. Norbert Randow †“
Florian Voß: Also der erste Teil, der titelgebende ZyklusIn Flip-Flops nach Armageddon, ist ja letztendlich eine Travestie, das ist Grand Guignol als Lyrikzyklus, das hat zwar auch seine gesellschaftlichen Elemente, und durch die Sprecherhaltung wird da auch Position bezogen. Aber letztendlich ist es schon auch… Continue Reading „29. Over the top“
Stereotypen sind vermutlich wichtig, wofür auch immer. Niemand kommt ohne sie aus, ersie sei denn EinsiedlerIn. Jeden Tag trifft man sie in Medien, auch bei den sog. „sozialen“ (sind die andern eigentlich die asozialen?). JedeR verwendet sie auch regelmäßig. Und jedeN stören die der… Continue Reading „27. Stoßseufzer“
Heute vor 75 Jahren wurde Peter Gosse in Leipzig geboren. Nach einem abgeschlossenen Studium der Hochfrequenztechnik am Institut für Energetik in Moskau ist er von 1962 bis 1968 als Entwicklungsingenieur in der Radarindustrie tätig und dann ab 1968 als freischaffender Schriftsteller. An seiner Hochschule (einer technischen!)… Continue Reading „26. Heute: Peter Gosse 75“
Die Neue Zürcher mit einer ganzen Seite Lyrik (aber nur für Käufer). Angelika Overath schreibt über Ron Winkler, 3 Zitate: 1 Nun ist Ron Winkler weniger ein behutsamer Gärtner als ein risikobereiter Pyrotechniker, der schnell einmal Feuer legt und dann selbst zu staunen scheint,… Continue Reading „25. Winkler zündelt am Schock“
in mühevoller Arbeit suchen Wissenschaftler und Geistliche nach den Ursprüngen der Schöpfung – ebenso mühevoll schaffen Künstler Ursprünge Hansjürgen Bulkowski
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