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Veröffentlicht am 6. März 2023 von lyrikzeitung
Ulrich Koch
DIESES GEDICHT wurde unter größten Sicherheitsvorkehrungen geschrieben, Altersfreigabe: ab 80 Jahre. Sein Arbeitstitel hieß einmal „Alarm! Zu den Tränen!“, aber dann kam der März. Alle Appelle an die Vögel, das Licht wieder auszuschalten, verhallen im Dunkel. Bald schlafen seine Vokale in zerbrochenen Eierschalen. Schon vergessen wir unsere Kosenamen, die wir uns im Winter gaben: Verlorener Schatten, Blonder Spann, Nieselnde Wasserleiche. Von unseren Körpern sollte nie wieder Einsamkeit ausgehen. Langsam zum Mitschreiben vergeht es. In seinen Fußstapfen richten sich die Buchstaben wieder auf. In immer blutigeren Wellen geht die Befriedung unserer Wünsche voran.
Aus: Ulrich Koch, Dies ist nur der Auszug aus einem viel kürzeren Text. Gedichte. Salzburg: Jung und Jung, 2021, S. 46
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Ulrich Koch
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Worte
zur Feder
in der Hand
sie wollen nicht
ihre blutigen Wellen
zur Befriedung
ihrer Wünsche
auf keuschem Blatt
aufgeschrieben
haben
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Voilà un texte!
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