Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 11. November 2020 von lyrikzeitung
MARTINA HEFTER
Essay
Dass ich das alles geschrieben, also
dass ich sowas harmlos Weiches wie Schreiben gemacht hab,
während alle Leute draußen einfach so – zack:
der Fakt, dass ich zu Hause fein auf dem Bettchen liege,
während alle Leute draußen: Zack;
der Fakt, dass ich so fein schreibe, singe, tanze,
während ihr: oje, und ich – ohweh, einfach geendet bin,
und ach, wieder jemand, und da
und da und da,
was macht das mit mir?
Und das ist auch schon wieder in einer Haltung formuliert
die zu meinem Fächer aus Haltungen gehört.
Es ist dahingedudelt
Ich bin kopflos das Sprechen runtergetrudelt.
Aus: Frauen | Lyrik. Gedichte in deutscher Sprache. Hg. Anna Bers. Stuttgart: Reclam, 2020, S. 662
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Martina Hefter
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
| angelikajanz bei Meine Leser | |
| lyrikzeitung bei variationen zum zet | |
| àxel sanjosé bei variationen zum zet | |
| Karin Monteiro Zwahl… bei Einführung in den Tod | |
| Malte Krutzsch bei Kälte | |
| digitalassistenz bei es ist zu früh für solche… | |
| Nicolai Kobus: ach a… bei Leseecke 18 | |
| Nicolai Kobus: ach a… bei Shakespeare 18 | |
| lyrikzeitung bei Hübsches kleines Biest |
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.

Lesen Sie auch KUNOs Hommage an die Gattung des Essays http://www.editiondaslabor.de/blog/2013/12/10/zur-gattung-essay/
LikeLike
hallo laborant kuno, ich bin gerade auf deiner sehr lesenswerten seite. kann man die abonnieren? wenn ja, wie? ich habe leider nichts finden können.
LikeLike