6. Jurygeschichten

1987 hat Jan Koneffke den Leonce-und-Lena-Preis gewonnen, als Juror kehrt er regelmäßig zurück …

Auf dem Podium zu sitzen und Noten zu verteilen – nein, das ist keine Tätigkeit, die Koneffke Freude bereiten würde. Es gibt bisweilen harte Bemerkungen, man spürt den Konkurrenzdruck. „Das ist ja kein kollegialer Lyrik-Workshop. Wir sitzen da oben und urteilen, weil wir aussortieren“, und ganz ohne Absprachen weiß ein Juror um die Vorlieben seiner Kollegen. So entwickelt eine Jury ihre eigene Dynamik; als in diesem Jahr Nadja Küchenmeister ihre wunderbar musikalischen Gedichte vortrug, waren die Juroren Koneffke und Kurt Drawert begeistert, was den Widerspruch von Raoul Schrott und Sibylle Cramer noch verstärkte. Küchenmeister hatte keine Chance. / Johannes Breckner, Darmstädter Echo

One Comment on “6. Jurygeschichten

  1. Was ich ja besonders eklig finde ist, dass seit Jahren immer wieder die selbe Jury ihr dynamisches Geschmacksurteil abgibt. Wer einmal nicht goutiert wird, wird niemals goutiert werden. – Bei dem wichtigsten deutschen Lyrikpreis für DichterInnen unter 35, finde ich das mehr als grenzwertig.
    Die Vorjury des Preises scheint ebenso zu verfahren. Durch all jene Umstände, wird diese wichtige Auszeichnung leider immer durchschaubarer, wird sie die kleine Schwester des Büchnerpreises.
    (Das mag so gewollt sein).

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: