Kategorie: Europa

Dank der Vaterstadt

Thomas Rosenlöcher erhält den Dresdner Kunstpreis, berichten die Dresdner Nachrichten, 9.3.02

Lyrik und Fußball

Dank des Pokalfinales Leverkusen – Schalke „reicht wohl noch Platz sechs für den Uefa-Cup. Dahin geht mein ganzes Sehnen.“ Die erfreuliche Vermutung, dass es der Lyriker Friedrich Hölderlin kaum schöner hätte ausdrücken können, ist aber auch schon alles. Ansonsten bleibt nur die Erkenntnis, dass… Continue Reading „Lyrik und Fußball“

Der Scherenschleifer

Das Gedicht „Der Scherenschleifer“ wirft eine burleske Szene hin und vereint das ganz handfest Handwerkliche mit einer mythischen Dimension, in der zugleich uralte und märchengesättigte Tradition aufscheint: Scherenschleifer, Freund / meinem Schuster, zeigte grinsend / auf den runden Schleifstein, / Der lag unterm Goldregen,… Continue Reading „Der Scherenschleifer“

Was rauchte ich Schwaden zum Mond

Das spielerische Element in Koneffkes Lyrik, ihr poetischer Übermut, zeigen sich nicht nur thematisch, sondern auch in der Lust an der Form, an Reimen und gewagten Halbreimen, am furiosen Galopp durch Rhythmus und Klang, am freudigen Einbringen von Wörtern wie Schwuppdiwupp und Papperlapapp, oder,… Continue Reading „Was rauchte ich Schwaden zum Mond“

Die kurze Geschichte der dt. Literatur

Martin Mosebach widerspricht heftig einer Rezension von Heinz Schlaffers Buch „Die kurze Geschichte der dt. Literatur“ (s. hier ): Die Bedeutung dieser Werke ist Schlaffer nicht bekannt: herablassend schreibt er von „den Stifters und Mörikes und Eichendorffs “ – allein dieser Plural sollte ein… Continue Reading „Die kurze Geschichte der dt. Literatur“

Enzensbergers Polemik

Außerdem erfahren wir in der Süddeutschen, daß Hans Magnus Enzensberger den Zorn der norwegischen Journalisten auf sich gezogen hat, indem er sie als provinziell beschimpfte: „Leider scheint keiner verstanden zu haben“, schreibt „Aftenposten“ („Die Abendpost“) über seinen Auftritt, „dass dieser Mann nur in einem… Continue Reading „Enzensbergers Polemik“

Inszenierung von Schrotts Gilgamesh

Gerhard Stadelmaier bespricht die Wiener Inszenierung von Schrotts Gilgamesh: Nun hat der sehr prätentiöse Schriftsteller Raoul Schrott , Jahrgang 1964, ein gelehrter Poesienerforscher und poeta doctus, aber doch wohl mehr doctus als poeta, die ältere babylonische Fassung mit der Unterweltsreise des Gilgamesh verschnitten und… Continue Reading „Inszenierung von Schrotts Gilgamesh“

Celan

In der FAZ vom 4.3.02 bespricht Ernst Osterkamp u.a.: Celan , Paul / Einhorn, Erich : „Einhorn: du weißt um die Steine …“ Briefwechsel Friedenauer Presse, Berlin, 2001, Taschenbuch, 32 Seiten, 9.20 EUR Celan, Paul : Werke, Band 6, Die Niemandsrose, 2 Teile. Historisch-kritische… Continue Reading „Celan“

Junggesellenmaschine

Weil das Schöne das Wunderbare ist und zugleich eine Junggesellenmaschine, brauchen wir die Surrealisten dringender denn je : So lautet die Botschaft einer wissenschaftlichen Bekenntnisschrift, die im steingrauen Gewand daherkommt. Der fast farblose Umschlag mit dem rätselhaften Titel kennzeichnet dieses Buch als ein Erzeugnis… Continue Reading „Junggesellenmaschine“

Verrisse für „Sascha Anderson“

gibts am 2.3.02 in der taz , wo FRAUKE MEYER-GOSAU konstatiert: Ichzentrierte Beschreibungssprünge, Novalis-Zitate und spätexpressionistisches Dichterlallen: Der Prenzlauer-Berg-Dichter und gewissenhafte Stasispitzel Sascha Anderson hat mit „Sascha Anderson“ vor allem eine Autobiografievermeidung geschrieben und in der Süddeutschen (Ijoma Mangold).

modern poetry

One of the biggest changes in modern poetry is its escape from the page to the performance – sagt Peter Davison in einem Essay im Atlantic monthly, March 2002 – mit Links auf zahlreiche Hörgedichte im Netz, wie diesem: The ninety-six-year-old Stanley Kunitz, a… Continue Reading „modern poetry“

Jandl-Inszenierung

Über eine Jandl-Inszenierung im Kölner a.tonal.theater schreibt der Kölner Stadtanzeiger: Nun kann man sich Jandls Lautkaskaden zuwerfen wie Bälle, die von einem fixierten Spieler zum nächsten wandern. Nichts lenkt hier ab von dem, was diese Aufführung inspiriert hat: Gedichte, aneinander gereiht, aufeinander getürmt, gestapelt… Continue Reading „Jandl-Inszenierung“

BZ-Lyrikreihe: Barbara Köhler über Schwitters’ „Anna Blume“

Mit „siebenunzwanzig Sinnen“ liebt der Dichter, siebenundzwanzig Zeilen hat auch das Gedicht, und die Mittelzeile, die 14. also, ist das Zentrum, die Mitte: „Anna Blume hat ein Vogel“. Wer hat hier wen? Oder gibt es zwei Subjekte? Zwei Subjekte! Demgegenüber ist das Wir ja… Continue Reading „BZ-Lyrikreihe: Barbara Köhler über Schwitters’ „Anna Blume““

The Panther

Der Guardian druckt zwei Gedichte von Robin Robertson nach Rilke, darunter dies: The Panther Exhausted, he sees nothing now but the bars that flicker past him in a blur; it seems there are a thousand bars and behind the thousand bars an empty world.… Continue Reading „The Panther“

Langsamer Satz

Bereits in Erika Burkarts vor nahezu fünfzig Jahren erschienenem lyrischem Erstlingswerk «Der dunkle Vogel» nehmen Naturbilder und -betrachtungen einen breiten Raum ein. Im neuesten Gedichtband, «Langsamer Satz», erfährt die Thematik Umsetzungen, die in verstärktem Mass Leidensfähigkeit, aber auch spirituelle Kraft der Dichterin offenbaren, die… Continue Reading „Langsamer Satz“