Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Immerhin ist es mit diesem Band möglich, Inge Müllers Werk präziser zu sichten und vor Überschätzungen zu warnen. Gewiss, die «lyrische Autobiographie» ( Wulf Kirsten ), die sie sich in den Nachkriegsjahren abrang, beeindruckt noch heute. In oft frappierender «Kunstlosigkeit», wie es die Literarhistorikerin… Continue Reading „Unterm Schutt“
gibt die NZZ, darunter über Fabio Pusterla : Seine Gedichte haben nichts zu tun mit der fein ziselierten realistischen Lyrik seiner lombardischen Vorgänger von Sereni bis Orelli. Sie stehen ganz für sich als dramatische Befragung einer Welt, in der Dunkel, Verzweiflung und Tod herrschen.… Continue Reading „Nachricht über italienschweizer Lyrik“
Aftab Husain ist in die Mühlen des Konflikts zwischen Indien und Pakistan geraten. Husain, geboren 1962, hält sich als Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung in Deutschland auf. „O! Träumer, wie ich werdet auch ihr zerschmettert werden, werdet auch ihr besiegt darniederliegen / Denn Träume haben ihren… Continue Reading „Der pakistanische Lyriker“
Ins Tessin gehen 5000 Franken an Dubravko Pusek für seinen Gedichtband «Effetto Raman». Das Prädikat «Buch der Schweizerischen Schillerstiftung 2002» erhielten «Der Billardtisch» von Bruno Steiger, «Le cerf-volant» von Nadine Mabille, «In sto monde tonde tonde» von Ugo Canonica und der rätoromanisch-deutsche Gedichtband «Monolog… Continue Reading „Preise der Schweizerischen Schillerstiftung 2002“
HANS-HERBERT RÄKEL bespricht in der Süddeutschen vom 10.6.02 DURS GRÜNBEIN: Erklärte Nacht. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002. 148 Seiten, 18 Euro
Breton, Philippe Soupault and Louis Aragon were acclaimed by Paul Valéry as ‚the three musketeers‘. In fact, rather than contenting themselves with derring-do, the surrealists were agents of apocalypse. Their fiercest creative glory lay in acts of destruction. Breton and Soupault warned the world… Continue Reading „Agents of apocalypse“
Antonio Machado ist für die Nachwelt der glaubwürdigste unter diesen erneuerungswilligen «Rittern der Hispanität» geblieben. Bewundert und verehrt, weil er ohne penetrante Fanfarenstösse mit seiner Lyrik ein Spanien wieder als im wörtlichen Sinne natürliche Präsenz verfestigte, das veredelnder Attribute nicht bedurfte, um es selbst… Continue Reading „Ritter der Hispanität“
1960 bereits hatte Adorno in einem Kölner Vortrag Helms’ Lautexperimente und Klangverfremdungen als authentisch zeitgenössisch beglaubigt, da sie, in konsequenter Weiterführung Joycescher Permutationstechniken, kraft ihres hermetischen Gestus sich dem glatten Einverständnis mit der ideologisch beschädigten Sprache verweigerten. / STEFAN DORNUF, Süddeutsche 8.6.02 HANS G.… Continue Reading „Hans G Helms 70“
Die Welt v. 8.6.02 druckt die Laudatio Rachel Salamanders auf Enzensberger zum Börnepreis. Darin zitiert ein Gedicht: Es ist übertitelt mit „Arbeitsteilung“ und ist seinem letzten Gedichtband „Leichter als Luft. Moralische Gedichte“, entnommen. „Dass die allermeisten/vom allermeisten / so gut wie gar nichts verstehen… Continue Reading „Börne für Enzensberger“
…Borchardt scherte aus und wurde Dichter. Die ersten zehn Gedichte, die ihm gelungen schienen, ließ er drucken und sandte sie an die Großen der Zeit: Swinburne, Maeterlinck, George und Hofmannsthal . Letzterer lud ihn ein, war charmiert von dem Enthusiasmus des jungen Poeten und… Continue Reading „Rudolf Borchardt 125“
Überhaupt werden sich Germanisten schwer tun, Uwe Kolbe zu fassen. Er entzieht sich gängigen Kategorisierungs-Versuchen. Früher war er ein deutscher Autor, mit deutschen Themen. Er war ein Teil der Geschichte, der Stellung bezog zu deutschen Verhältnissen. Jetzt ist Kolbe schwieriger zu verorten. Er ist… Continue Reading „Gegengift“
Alles was Sie wissen müssen, um mitzureden. Heute: Sonnyboy Supermarkt heißkalt Lyrik goes Drama: Karin Beiers Urinszenierung von Albert Ostermaiers „99 Grad“ in den Münchner Kammerspielen Dass man versucht wäre, den Mann fast mal zu verteidigen, wer hätte das gedacht? Der Sonnyboy der Lyrik… Continue Reading „Hätten Sie´s gewußt?“
ist vor einem halben Jahr in einer zweisprachigen Ausgabe herausgekommen. Veröffentlicht hat das Gedicht der kleine, kaum bekannte „Verlag im Wald“ (in 98435 Doenning), der für diese Tat ungewöhnliches Lob verdient. Denn die Ausgabe rechnet sich in gar keinem Fall, nicht in Jahrzehnten, und… Continue Reading „„Die unbefleckte Empfängnis““
Männer mögen’s darin schwer. Männer haben Träume. Männer borgen sich einen, zur Not. Männer bebildern wortschwallig ihr Innerstes im Äußeren ab. Durs Grünbein ist einer von ihnen. schreibt Klaus Hübner im Titel -Magazin ( Juni 2002) und empfiehlt daher, den einundneunziger Grünbein zu lesen:… Continue Reading „Männer mögen Gedichte.“
In der Süddeutschen vom 3.6.02 stellt Joachim Sartorius ein Gedicht des russischen Dichters Vitali Kalpidi vor. – Die FAZ druckt am gleichen Tag ein Gedicht des britischen Hofpoeten Andrew Motion zum königlichen Jubiläum. Hier aus dem Guardian ein anderes amtliches Gedicht Motions: ‚You helped… Continue Reading „britischer Hofpoet“
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