Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In der SZ 13.1.03 rezensiert RALF BERHORST: FRIEDRICH OHLY: Die Perle des Wortes. Zur Geschichte eines Bildes für Dichtung. Insel Verlag, Frankfurt am Main 2002. 389 Seiten, 29,90 Euro
Den Wahl-Leipziger Hans-Ulrich Treichel stellt die Leipziger Volkszeitung am 13.1.03 vor.
Über Rudyard Kipling als frühen Autonarren schreibt am 13.1.03 die Süddeutsche – so klingen K.s Berichte über eine Reise durch Frankreich im eigenen Auto von 1911: „Hotel Metropole, Montpellier. Schlecht, teuer und raffgierig.“ In Chartres: „Wie immer: Der Heißwasserhahn war kalt.“ „Cabourg nach Caen:… Continue Reading „Rudyard Kipling“
Übersetzung war ihm „Dienst am Original“. Diese Haltung tut besonders wohl angesichts der Shakespeareschen „Sonnets“, in die durch Jahrhunderte allzuviel hineinprojiziert wurde, weil sie angeblich den Blick ins Herzen (sic) eines Autors erlaubten, von dem man fast nichts wusste. Diese Projektionen haben auch manche… Continue Reading „Dienst an Shakespeare“
Zu diesem Glück mag auch die Wahlheimat seit 1986 gehören, Italien. Dort scheint München präsenter zu sein als in München selber, das München, wie es einmal war. Dort lässt sich auch ungestörter die bestechende Rhythmik und die vertrackte Gedanklichkeit des poetischen Hauptwerks weitertreiben. «Denn»,… Continue Reading „München in Italien“
L’oeil existe à l’état sauvage“ – Das Auge lebt im Urzustand. Mit dieser verblüffenden Feststellung eröffnete André Breton 1925 den ersten einer Reihe von Essays, in denen er darzulegen suchte, daß die im „Surrealistischen Manifest“ publizierten Ideen zum psychischen Automatismus nicht nur für die… Continue Reading „André Breton und die Fotografie“
mitte linie das andere tafel ebe ne stunde kopf sonde feile hammer messer.“ Dies ist kein Gedicht von Ernst Jandl, sondern ein Telegramm von Karl Kraus und zugleich eines der vielen unverhofft schönen Momente in diesem außerordentlichen Briefwechsel, den man wegen der vielen, meist… Continue Reading „„Meteor kosmos nach ziel licht“
Perhaps the finest writer ever to use speed systematically, however, was W. H. Auden. He swallowed Benzedrine every morning for twenty years, from 1938 onward, balancing its effect with the barbiturate Seconal when he wanted to sleep. (He also kept a glass of vodka… Continue Reading „Drug writing“
sieht der Rezensent der Süddeutschen in einem Hörbuch vom Hamburger Poetry Slam (17.12.02) International German Poetry Slam 2001. Live-Mitschnitt aus der Hamburger Markthalle November 2001. 2 CDs, 130 Minuten Gesamtlaufzeit. Hoffmann und Campe Verlag, 2002. 21,90 Euro.
In der Textgalerie des Freitag (Nr. 51) erinnert Michael Buselmeier an Aufstieg und Sturz des Lyrikers George Forestier (der hatte 1952 mit dem Gedichtbuch „Ich schreibe mein Herz in den Staub der Straße“- angeblich von einem Fremdenlegionär geschrieben – fast die gesamte Fachwelt genarrt,… Continue Reading „George Forestier“
In der Süddeutschen vom 14.12.02 bekennt sich Matthias Politycki – nämlich „zur Fraktion von Robert Gernhardt und seinen Adepten“ (sagt Joachim Sartorius) – – – In der NZZ hält Hans Magnus Enzensberger Abschied von Max Sebald, und in der FAZ-Anthologie kommentiert Walter Hinck Theodor… Continue Reading „Gedichte zum Samstag“
Durch Sprache wird für Bruno die Welt konstituiert. Die Dialoge über die heroischen Leidenschaften haben ihre Angelpunkte in Sonetten und Kanzonen, in denen das brunianische Denken sich kristallisiert und deren Auslegung den Inhalt der Dialoge ausmacht. Wichtiger für eine heutige Frage nach den Entstehungsmöglichkeiten… Continue Reading „Giordano Brunos Welt-Kombinatorik“
Meret Oppenheim hat sich selber vergnügt zugeschaut, wenn sie schrieb. Sie beobachtete ihre Spracheinfälle und was die so alles anrichten, «mitnichten mitneffen mit Kaspar mit Kuchen». Sie verfolgte, wie Klänge sich weiterzeugen, welche Silben und Wörter sie nach sich ziehen. So: «Kacherache, panache, /… Continue Reading „Die oft traurige“
Für die NZZ (14.12.02) bespricht Nico Bleutge: Dieter M. Gräf: Westrand. Gedichte. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main. 159 S., Fr. 26.40 (siehe auch Süddeutsche 11.12.02; Die Zeit 2.10.02)
Greifswald (OZ/EB) Das Literaturzentrum Vorpommern präsentiert am Donnerstag um 20 Uhr zusammen mit dem Mueckenschweinverlag Stralsund und der Zeitschrift „KunstLeuteKunst“ eine Nacht der Lyrik im Wolfgang-Koeppen-Haus. Es lesen: Nele Wichert aus Rostock, die als Lyrikmeisterin des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet wurde; Gunter Lampe und Richard… Continue Reading „Lyriknacht im Literaturzentrum Koeppenhaus“
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